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{Aus Versehen vegan} Falafel Bowl mit Purple Tahini Sauce und geröstetem Gemüse

10. Juni 2018

Falafel Bowl | Purple Tahini Sauce | geröstetes Gemüse | seelenschmeichelei.de

Kichererbsen sind ja eine rundum großartige Angelegenheit. Ob als cremiger Hummus oder mit orientalischen Gewürzen knusprig geröstet, zusammen mit Blumenkohl und Spinat in einem indischen Curry oder einfach als Salat Topping – Kichererbsen gehen immer. Noch dazu sind sie eine hervorragende pflanzliche Proteinquelle und enthalten auch sonst viel Gutes, von Magnesium über Kalzium bis hin zu Eisen.

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Aus Tel Aviv hab ich mir im letzten Jahr einen ganzen Beutel getrocknete Kichererbsen mitgebracht – war bislang aber schlichterdings zu faul, sie zu verarbeiten. Wie gut, dass man die Kichererbsen für Falafeln nur über Nacht einweichen, nicht aber noch stundenlang weich kochen muss!

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Und so kommen meine israelischen Kichererbsen heute als bunte Falafel Bowl auf den Tisch. Dazu: Eine Tahini Sauce, der das wunderbare Purple Curry Pulver von Ingo Holland eine zartlila Farbe verleiht. Gurken und Tomaten. Und geröstetes Gemüse, das mit einem ganz fix zusammen gerührten Miso-Dressing beträufelt wird.

Falafel Bowl | Purple Tahini Sauce | geröstetes Gemüse | seelenschmeichelei.de

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Beinahe hätte ich die Bowl auf den letzten Metern übrigens noch ruiniert. Ich hatte schon die Hand am Honigglas – da fiel mir siedendheiß ein, dass Honig zwar lecker, aber keinesfalls vegan ist. Also gaaaaanz vorsichtig den Honig wieder weg gestellt – und statt dessen Ahornsirup ins Miso-Dressing gerührt.

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Falafel Bowl mit Purple Tahini Sauce und geröstetem Gemüse

Für die Falafeln

200 g getrocknete Kichererbsen
2 Knoblauchzehen
1 Frühlingszwiebel
1 Bund Koriander 
20 g Kichererbsenmehl (alternativ: Dinkelmehl)
1 TL gemahlener Koriander
1 TL Kreuzkümmel
½ TL Chilipulver
1 TL Salz
Der Saft einer halben Zitrone
1 TL Backpulver
2 EL Sesam
2 EL Sesamöl

Die Kichererbsen in ausreichend kaltem Wasser mindestens 12 Stunden, am besten über Nacht, einweichen. Dann abgießen und gut abtropfen lassen.

Knoblauch schälen und fein hacken, Frühlingszwiebel putzen und in feine Ringe schneiden. Koriander waschen und trocken schleudern, die Stängel fein hacken, die Blätter beiseitestellen.

Alle Zutaten bis auf  Sesam und Sesamöl im Food Processor oder im Thermomix zu einer krümeligen Masse pürieren. Sesam unterrühren. Eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, die Masse wird dann etwas fester.

Mit angefeuchteten Händen etwa walnussgroße Bällchen aus der Masse formen. Falls die Masse zu sehr klebt, einfach noch etwas Mehl einarbeiten.

Die fertigen Falafeln mit etwas Sesamöl bepinseln und im Airfryer bei 180 °C etwa 12 Minuten lang backen. Nach der Hälfte der Backzeit einmal wenden. Alternativ kannst du die Falafeln auch klassisch in Öl frittieren. Oder im Ofen backen, ebenfalls bei 180 °C,  für 12–15 Minuten.

Für das geröstete Gemüse mit Miso-Honig-Dressing

4 Frühlingszwiebeln
4 bunte Karotten
1 EL Sesamöl
1 EL Miso (ich: Genmai Reismiso)
2 EL Ahornsirup 
3 EL milder Essig (ich: Apfel-Balsam-Essig)
1 EL Sojasauce
30 ml lauwarmes Wasser

Die Frühlingszwiebeln waschen und längs halbieren. Karotten ggf schälen und halbieren oder vierteln.

Eine Plancha mit dem Sesamöl bepinseln (oder das Öl in einer Grillpfanne erhitzen) und das Gemüse darin braten, bis es Farbe nimmt, etwa 5 Minuten pro Seite. Es soll noch schön knackig sein.

Miso, Honig, Essig, Sojasauce und Wasser verrühren. Dressing bis zum Servieren beiseitestellen.

Für die Purple Tahini Sauce

100 g Tahini (Sesampaste)
80 ml lauwarmes Wasser
Der Saft einer Zitrone
2 TL Purple Curry (z. B. von Ingo Holland)
1 Prise Meersalz

Alle Zutaten verrühren. 

Zum Servieren

2 Mini Gurken, gewaschen und mit dem Sparschäler in dünne Scheiben gehobelt
3 Tomaten, gewaschen und in dünne Scheiben geschnitten
2 Handvoll Spinat
Korianderblätter
Der Saft einer Zitrone

Tahini Sauce an den Schüsselrand streichen. Geröstetes Gemüse, Spinat, Gurken und Tomaten in der Schüssel anrichten und mit der Miso-Honig-Sauce beträufeln. Alles mit den Falafeln toppen, mit Zitronensaft beträufeln und mit Korianderblättern bestreut servieren.

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Schlaubi-Schlumpf-Wissen für alle, die es interessiert: Das Wort „Kichererbse“ hat natürlich nix, aber auch gar nix mit albernem Gekicher zu tun. Der Namen hat sich vielmehr aus dem lateinischen Wort für Kichererbse, „Cicer ariethinum“ abgeleitet. Und Cicer bedeutet eigentlich „Erbse“. Also handelt es sich bei der Kichererbse sprachlich gesehen um eine Erbsenerbse. Und das wiederum ist schon fast wieder zum Kichern.

Falafel Bowl | Purple Tahini Sauce | geröstetes Gemüse | seelenschmeichelei.de

Wie mögt ihr Kichererbsen am liebsten?

Genießt den Tag

Conny

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4 Kommentare

  • Antworten Arthurs Tochter 10. Juni 2018 at 13:22

    Liebe Conny,
    ich finde die Sache mit Honig vegan oder nicht und Ahornsirup als Ersatz gut oder nicht total irrsinnig. Anstelle von Honig aus Deutschland wird dann ein Produkt aus Kanada oder China herangekarrt, und über den ökologischen Aspekt würde ich gerne mal mit einem Veganer diskutieren. Oder über Menschenrechte und Arbeitsbedingungen in China, aus dem immer größere Anteile von Ahornsirup auf dem Weltmarkt stammen. Arbeitnehmerrechte und Menschenrechte vs. Ausbeutung von Bienen und die Bienen gewinnen. Das macht mich wahnsinnig!

    Hach, das wollte ich einfach nur als meine kleine Sonntagsaufregung loswerden. Dein Beitrag ist wunderschön und ich würde mir jetzt gerne von Dir so ein köstliches Falafelbällchen in den Mund werfen lassen. Der steht nämlich eh immer offen, wenn ich Deine Fotokünste bewundere. Hab den schönsten Sonntag! <3

    • Antworten Seelenschmeichelei 11. Juni 2018 at 23:00

      Liebe Astrid,
      du hast natürlich (wie immer!) in höchstem Maße recht. Die Verhältnismäßigkeit kann einem zum Haare-raufen bringen. Vielleicht findet sich ja ein Veganer für eine ehrliche Diskussion (<- bitte melde dich!). Ich hab die letzte Buddel Ahornsirup gerade in den Müll geworfen, bilde mir aber ein, dass meiner aus Kanada kommt. Und gestehe: Ich nehme Ahornsirup gern zum Süßen, weil ich erstens seinen Geschmack mag. Und er zweitens der "bessere" Süßstoff als beispielsweise Agavendicksaft ist. Und ich diesen ganzen Birkenzucker/Stevia/Xylit Quatsch nicht leiden kann. Okay, ich hätte natürlich auch stinknormalen Zucker nehmen können, aber hey, I am in the search of the Bikinifigur 2018. Sprachs und schenkte sich noch ein Glas Wein ein. Hab ne schöne Woche Conny

  • Antworten Chris 30. Juni 2018 at 18:21

    Liebe Conny,
    habe heute nach deinem Rezept die Falafelbällchen zubereitet und sie wurden wirklich perfekt. Das Rezept ist gleich ins schlaue Buch gewandert. Danke dafür :)

    Liebe Grüße sendet

    Chris

    P.S. Bei uns gab es übrigens einen schlichten Salat mit ebenfalls honiggesüßtem Tahini-Joghurt-Dressing dazu.

    • Antworten Seelenschmeichelei 30. Juni 2018 at 18:24

      Lieber Chris,
      danke fürs Feedback, das freut mich sehr! Jetzt hab ich Lust auf den schlichten Salat mit honiggesüßtem Tahini-Joghurt-Dressing. Leckerst!
      Viele Grüße
      Conny

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