Frühstück & Brot Rezepte

{Lurpak präsentiert} Meine Version der Eggs Florentine. Und gleich zwei Rezepte für Sauce Hollandaise mit viel guter Butter.

29. März 2015

Damit keiner sagt, er hätte es nicht gewusst: Hier. Kommt. Werbung. Mit größter Freude und voller Überzeugung. Tadaa: Meine allerliebste Food-Kampagne ever. Für Lurpak. Die dänische Butter, die es seit einiger Zeit auch in Deutschland gibt. Egal ob die Hommage an 2001 Odyssee im Weltraum, „Kitchen-Odyssey“ aus 2011 oder der aktuelle Spot „The Cook“ – ich finde die Filme einfach zum Niederknien. Und hab mich deshalb auch ziemlich gefreut, als vor einigen Wochen Lurpak bei mir angeklopft hat.

 

Ich hatte vor einiger Zeig schon mal versucht, einen Eggs-Benedict-Post zu verfassen. Weil Eggs Benedict (das sind die mit dem Speck) und Eggs Florentine (das sind die mit Lachs und Spinat) so ziemlich das leckerste Frühstück sind, das sich der Lieblingsgatte und ich nur vorstellen können. Nicht nur – aber ganz besonders zu Ostern.

 

Dumm nur, dass mir damals beim Pochieren die Eier angebrannt sind. Kein Witz. Dämliche Eier, die dämlichen. Und ja, es war genug Wasser im Topf. Ich habe bis heute keinen blassen Schimmer, warum die Eier ohne Umwege auf den Grund des Topfbodens abgesunken und dort angepappt sind.

Heute also der zweite Versuch – diesmal im beschichteten Topf. Vorsicht ist die Mutter des Porzellan-Eis. Oder so.

 

Aber was wären pochierte Eier ohne eine samtig-sämige Sauce Hollandaise? Keine von diesen fiesen aus dem Tetrapak. Sondern eine echte. Eine, für die man ein bisschen Zeit, ein bisschen Glück und viel gute Butter braucht.

Wobei das mit dem Glück eigentlich gar nicht mehr stimmt. Wer sich nicht an die etwas diffizile „echte“ Hollandaise rantraut, dem leg ich meine absolut gelingsichere Schummel-Hollandaise ans Herz (und auf die Hüften). Die funktioniert immer. Word!

Nicht sparen sollte man bei den Eiern – ich kaufe meine am liebsten beim freundlichen Eiermann auf dem Markt. Aus Freilandhaltung. Nicht Bio. Überhaupt liebe, liebe, liebe ich es, auf dem Wochenmarkt einzukaufen. Wäre da nur nicht immer das Problem, dass der am Samstag um 13 Uhr seine Pforten schließt. Und da bin ich… hüstel… oft noch nicht ausgehbereit. Bleibt dann also doch der örtliche Supermarkt.

 

Dass ich ein echter Fan von guter Butter bin, dürfte dem geneigten Leser ja schon an der ein oder anderen Stelle aufgefallen sein. Ein frisch gebackenes Bauernbrot mit rescher Kruste, dazu Butter und etwas Meersalz – das ist für mich der kulinarische Himmel. Alternativ dürfte es auch etwas frisch gekochte Erdbeermarmelade auf einer frischen Brioche sein. Oder Pasta mit etwas Trüffelbutter. Okay, das ist jetzt die Posh-Variante des bei Bloggern außerordentlich beliebten Fast-Food-Gerichts „Nudeln in Buttersauce“.

Butterstreusel (und 20 Minuten bei 180°) verwandeln jedes simple Obst in echtes Soulfood. Und für ein ordentliches Stück Butterkuchen lass ich jeden Schokoladen-Brownie links liegen. Wobei man durchaus aufpassen muss, wenn man mit Lurpak Butter backt: Die Päckchen kommen nämlich nicht mit den gewohnten 250 Gramm daher – sondern wiegen nur 200 Gramm.

 

 

Rezept für die echte Sauce Hollandaise


4 Eigelb

50ml Weißwein oder Zitronensaft
125g Butter
1 Prise Zucker
1 Prise Fleur de Sel 

Die Butter schmelzen.


Eigelb, Wein, Salz und Zucker in einer Schüssel über einem simmernden Wasserbad erhitzen und dabei mit dem Schneebesen aufschlagen, bis die Masse hellschaumig und dick ist. 


Die geschmolzene Butter in einem dünnen Strahl zur Eigelbmasse geben und dabei kräftig weiter schlagen. Nach Belieben abschmecken und sofort servieren.

 

 

Rezept für eine gelingsichere Schummel-Hollandaise


2 Eigelb

1 Esslöffel Zitronensaft
1 Esslöffel Creme Fraiche
150g Butter
1 Prise Zucker
1 Prise Fleur de Sel


Die Butter schmelzen.

Eigelb, Zitronensaft, Zucker und Salz in einen Mixbecher geben.


Mit einem Pürierstab mixen und dabei die Butter in einen dünnen Strahl einfließen lassen. 


Wenn alles gut emulgiert ist, die Creme Fraiche unterziehen und abschmecken.

 

Rezept für Eggs Florentine (für 2 Personen)

2 English Muffins oder Toasties (falls du sie nicht fertig kaufen willst: in Jeannys Buch Frühstücksglück findest du ein perfektes Rezept dafür)
Etwas ungesalzene Lurpak Butter
4 Handvoll frischer, junger Spinat
150g frischer Lachs in Sashimi-Qualität 
4 sehr frische Eier
1/2 Rezept Sauce Hollandaise
4 Esslöffel Essig
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss

In einem großen Topf gut zwei Liter Wasser mit Essig und einem Teelöffel Salz zum Sieden bringen.  


Den Lachs in einer heißen Pfanne mit einem Stich Butter von beiden Seiten je 15 Sekunden anbraten. Er soll außen Farbe bekommen – und innen noch roh sein. Herausnehmen, in Scheiben schneiden und in derselben Pfanne den Spinat bei moderater Hitze zusammen fallen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.


Die English Muffins teilen und auftoasten.


Jede Muffin-Hälfte mit Spinat belegen und mit den Lachsscheiben toppen. 


Jedes Ei einzeln in eine Schöpfkelle schlagen und mit einer kreisenden Bewegung ins siedende Essigwasser gleiten lassen. 4 Minuten simmern lassen, mit einem Schaumlöffel herausnehmen, abtropfen lassen und sofort auf die Toasties setzen. 


Mit Sauce Hollandaise nappieren, mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen und servieren.

Ich geh jetzt schnell einen Marathon laufen, um die ganze gute Butter wieder von den Hüften zu bekommen.

Genießt den Tag.

Conny

Werbung: Dieser Post ist in Kooperation mit Lurpak entstanden. Konzept, Rezept, Fotos & Meinung sind wie immer von mir. 


Nachtrag: Morgen geht´s bei Guido von Kochen mit Butter weiter. Schaut mal vorbei!

Das könnte dir auch gefallen

9 Kommentare

  • Antworten Ronja 29. März 2015 at 9:07

    Ich freue mich immer riesig, wenn ich einen Post von dir in meinem Bloglovin feed entdecke, ich fand deine Bilder ja schon immer wahnsinnig toll, aber in letzter Zeit hast du was das fotografieren und das Styling angeht echt noch mal eine ordentliche Schippe zugelegt 🙂
    Und außerdem finde ich es auch super, dass öfters salzige Rezepte kommen, denn ich habe das Gefühl, die meiste Zeit sehe ich sonst nur Cupcakes und Zimtschnecken auf Blogs (ich nahme mich da auch nichts aus ;-))
    Lg Ronja

    • Antworten Seelenschmeichelei 31. März 2015 at 7:58

      Liebe Ronja, ich freu mich wie bekloppt über deine lieben Worte! Und gebe das Kompliment postwendend an dich zurück.
      Am nächsten Wochenende wird´s mal wieder süß – aber auf lange Sicht bleibt´s salzig hier.
      Viele liebe Grüße
      Conny

  • Antworten Tonkabohne Sabine 29. März 2015 at 14:47

    Liebe Conny,
    Das sieht sowas von lecker aus 🙂
    Tolle Bilder …
    Herzliche Grüße,
    Sabine

  • Antworten lenasfoodforfriends 30. März 2015 at 8:14

    Liebe Conny,
    das ist wahrlich gemein, sowas am Montagmorgen zu lesen, ein trockenes Brot mir Erdbeermarmelade zwischen den Zähnen. Ich will dieses Essen und zwar am liebsten gleich jetzt. Ich werde sicher eher zur Schummelhollandaise greifen und Ei pochieren muss ich auch noch üben – aber das Wochenende kommt schneller als man denkt. 🙂
    Liebe Grüße,
    Lena

    • Antworten Seelenschmeichelei 31. März 2015 at 7:59

      Tausche trockenes Brot mit Erdbeermarmelade gegen pochierte Eier.
      Ich mag das nämlich. Das trockene Brot. Am liebsten den Kanten. 😀
      Viel Freude beim Ausprobieren – ich hoffe, du bist talentierter beim Pochieren als ich.

      Viele Grüße
      Conny

  • Antworten Sabrina 30. März 2015 at 9:51

    Oh, damit spielst Du ja meinem Freund in die Karten, der mir ständig vorheult, daß es ja keine Eierkultur in Deutschland gäbe, seit er in Neuseeland ständig und überall pochierte Eier (zum besten Kaffee) bekommen hat.
    Bei der Schummelhollandaise hat sich übrigens der Wein statt des Zitronensafts in den Text gemogelt. Ob man das wohl auch so, wie bei der Alles-zusammen-schmeißen Mayo machen kann und die Butter gleich mit zu den anderen Zutaten, so lange sie flüssig, aber weder zu kalt noch zu warm ist, und dann einmal Pürierstab hoch und dann Creme fraiche rein?

    • Antworten Seelenschmeichelei 31. März 2015 at 8:02

      Hui, lieben Dank Sabrina – der Wein hat sich dann mal verkrümelt. Ich fand den Kaffee in Neuseeland übrigens auch sensationell. Alles milchige schmeckt dort besser als hier. Wahrscheinlich haben die die glücklicheren Kühne (und die fettigere Milch. :D)

      Alles auf einmal in den Mixbecher hab ich noch nie probiert – sehe aber eigentlich keinen Grund, warum das nicht klappen sollte. Falls du es probierst, sag gern Bescheid, ob´s geklappt hat!

      Liebe Grüße
      Conny

  • Antworten Tammy 5. April 2015 at 21:52

    Mhhh klingt herrlich und sieht auch so aus! Butter ist etwas so feines, freu mich auf den nächsten Einkauf und hoffe die lurpak Butter zu finden!

  • Hinterlasse einen Kommentar

    dreizehn + 7 =