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{Eine Portion Sommer zum Dessert} Eine ganz famose Erdbeer Pavlova

10. Juni 2013

Juhu, endlich sind sie da! Erdbeeren, die nach Erdbeeren riechen. Und schmecken. Keine perfekt geformten, in perfektes Pantone-Erdbeerrot getauchten Riesenfrüchte, die auch nach einer Woche im Kühlschrank nichts von ihrem Nicht-Geschmack verloren haben. Sondern richtige Erdbeeren. Diese fruchtig-süß-aromatischen Geschmacksbömbchen könnt ich von morgens bis abends verputzen. Pur, mit etwas Ahornsirup und Joghurt, mit Ziegenkäse, mit grünem Pfeffer oder altem Balsamico, als Marmelade, auf fluffigem Biskuit oder unter warmen Streuseln… hach. 

Eine besonders famose Art, Erdbeeren in ein sommerliches Dessert zu verwandeln, haben die Australier erfunden. Pavlova heißt sie, diese traumleckere Kombination aus Baiser, das außen knusprig und innen samtig-weich ist, Sahne und frischen Früchten. Süß-fruchtig-crunchy-cremig – in meinen persönlichen Nachtisch-Charts ist die Pavlova ziemlich weit oben zu finden.

Der Legende nach ist die Form des Baisers übrigens vom Tutu der russischen Ballerina Anna Pavlova inspiriert. Ob´s stimmt? Auf jeden Fall kann Fräulein Pavlova selbst nicht viel von der Pavlova gegessen haben. Sonst hätte sie ihr Tutu ganz flugs eine Nummer größer bestellen müssen.

Im Original wird die Pavlova von Passionsfrüchten getoppt. Ich finde aber, dass ihr auch Erdbeeren ganz wunderbar zu Gesicht stehen. Das Rezept hab ich bei der wunderbaren Donna Hay gefunden. Und ich verspreche: es ist wirklich easypeasy gemacht.

Erdbeer Pavlova

150 ml Eiweiß (das sind etwa vier Eier)
220 g Zucker
2 Esslöffel Stärke
2 Teelöffel Branntweinessig
250 ml Sahne
350 g Erdbeeren
Heizt den Ofen auf 150 Grad Umluft vor und legt ein Blech mit Backpapier aus. 
Schlagt das Eiweiß zu Schnee. Wenn sich die ersten Spitzen formen, dann lasst ihr langsam den Zucker einrieseln. Weiterschlagen, bis die Masse dick, weiß und glänzend ist. Das dauert seine Zeit, je nach Rührgerät bestimmt fünf bis acht Minuten. Der Zucker sollte sich vollkommen gelöst haben. Reibt ein bisschen von der Masse zwischen Euren Fingern – und wenn noch Zuckerkörnchen spürbar sind, heißt es: weiterschlagen. Siebt jetzt die Stärke auf die Eiweißmasse, gebt den Essig dazu und vermischt das Ganze kurz.
Jetzt kommt die Masse auf das Backpapier – die Menge reicht für einen Baiserboden von 18-20 cm Durchmesser. Wer es akkurat mag, zeichnet sich vorher einen Kreis mit 18 cm Durchmesser aufs Backpapier (und dreht es dann natürlich um). Ich mach´s immer Pi mal Daumen – und das hat bislang bestens funktioniert.

Schiebt das Backblech in den Ofen, reduziert die Hitze auf 120° und lasst die Pavlova eine Stunde und zwanzig Minuten backen. Anschließend im Ofen abkühlen lassen. 
In der Zwischenzeit die Erdbeeren putzen und vierteln. Und die Sahne steif schlagen.
Zusammensetzen solltet ihr die Pavlova erst kurz vor dem Servieren – sonst weicht das Baiser durch:
Verteilt die Sahne auf dem Baiserboden und toppt das Ganze mit den Erdbeeren. 

Unnötig zu erwähnen, dass das Hero-Baiser für meine Post-Pavlova das miserabelste geworden ist, das ich je gebacken hab. Eigentlich soll das Baiser keine Farbe bekommen. Und eigentlich soll es auch nicht beim Angucken zusammen fallen. Grmpf. Geschmeckt hat es zum Glück trotzdem famos, das garstige Ding.

Habt ihr Erdbeer-Lieblingsrezepte? Ich bin ja immer auf der Suche nach neuen Ideen.

Genießt den Tag!

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9 Kommentare

  • Antworten feel wunderbar 10. Juni 2013 at 21:22

    Mmmmhhh… Pavlova steht GANZ OBEN auf meiner Ausprobier-Liste 🙂
    Und Erdbeeren … ich bin im siebten Himmel!
    Liebste Grüße
    Vivienne

  • Antworten Katja Scherle 11. Juni 2013 at 8:15

    Eigentlich mag ich kein Baiser, aber nach dem Rezept und den Bildern würd ichs ja fast mal ausprobieren 🙂

  • Antworten p-moments 11. Juni 2013 at 10:20

    Sieht sehr schön und sehr lecker aus…
    Die Kombi aus Baiser, Erdbeeren und Sahne
    finde ich einfach super!!!

    LG,
    edina.

  • Antworten Nicest Things 11. Juni 2013 at 11:59

    Alter Schwede, sieht das gut aus! Du schreibst immer so schön… Ich hab grad ganz lustiges Kopfkino bekommen, wie ich kleine Pummelfee mit einem Tutu aus Baisermasse in der Küche rumtanze 😀 Und: Wie perfekt kann man eine Erdbeere noch fotografieren? Herrlisch!!!

  • Antworten Schwarzwaldmaidli 11. Juni 2013 at 13:42

    Ich liebe Erdbeeren und esse sie zur Zeit auch in allen Variationen. Habe auch schon ein paar Rezepte gepostet und bin auch immer offen für Neues. Daher kommt dein Rezept genau richtig. Sieht sehr lecker aus und wieder so toll fotografiert.
    Liebe Grüße

  • Antworten Karin 12. Juni 2013 at 8:01

    Sooo lecker. Ich liebe Erdbeeren. Das muss ich unbedingt mal ausprobieren!
    Liebe Grüße

  • Antworten jana 31. Mai 2016 at 14:49

    Ich frage mich gerade, ob ich das Rezept ohne Branntweinessig machen kann?
    Auf jeden Fall ein sehr ansprechendes Rezept – gennial!
    lg jana

    • Antworten Seelenschmeichelei 17. Juni 2016 at 15:41

      Liebe Jana,
      der Essig verleiht dem Eischnee mehr Stabilität, ich würde nicht auf ihn verzichten.
      Keine Angst, man schmeckt nach dem Backen absolut nichts mehr davon.
      Liebe Grüße
      Conny

  • Antworten jana 31. Mai 2016 at 14:50

    sorry, soll natürlich „genial“ heißen – zu schnell geschrieben 🙂

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