Rezepte

100 aus 2021. Mein total subjektiver Jahresrückblick.

1. Januar 2022

Hätte mir jemand vor zwei Jahren erzählt, dass wir mittlerweile im zweiten Jahr einer globalen Pandemie leben, ich hätte ihm wahrscheinlich geraten, den Kafka und das Psilocybin vorm Zubettgehen wegzulassen. Joa. Und nu? Schieb ich mir morgens in schöner Regelmäßigkeit ein Wattestäbchen in die Nase, hab statt einer Kerzen- eine Maskenschublade – und bin immer noch einigermaßen fassungslos angesichts der Tatsache, dass es Menschen gibt, die sich lieber ein potenziell lebensgefährliches Virus einfangen, als sich impfen zu lassen. Und zwar nicht nur zum eigenen Schutz. Sondern auch, um diejenigen zu schützen, die sich nicht impfen lassen können und einen Beitrag dazu zu leisten, dass diese Pandemie irgendwann mal vorbei ist. Ja, Maske tragen und Abstand halten und Kontakte reduzieren ist doof. Saudoof. Aber guess what, keiner von uns hat sich diese Pandemie ausgesucht! Noch nicht mal “die Politiker”. Oder “die Pharmaindustrie”.

Murmeltiertag, immer und immer wieder. Und wie schon im letzten Jahr gilt auch für 2021: Es ist gar nicht so anstrengend, weil so viel zu tun ist. Sondern weil so viel auszuhalten ist. Und so sehr ich mich auf die guten Dinge fokussieren möchte, weil es in meiner kleinen Bubble hier nämlich doch viel mehr gute Dinge gibt, als ich an schlechten Tagen sehen kann und weil ich hier einfach trotz Pandemie ein reichlich komfortables Leben führen darf, so sehr fühl ich mich an manchen Tagen dann doch ausgelaugt und müde und wütend und hilflos. Und da hilft es dann auch nicht, dass der Klopapier-, Pasta- und Hefe-Nachschub sicher gestellt ist.

Bad days build better days

Zum Glück hatte das Jahr auch viele gute Momente. So anstrengend es war, ich habe selten so viel an mir gearbeitet. Manchmal muss man dahin gehen, wo es weh tut. Was nicht heißt, dass ich jetzt diese dämliche “best version of myself” bin. Denn ehrlich gesagt: Dieses ganze Tschakka-Mindest-Blabla ist nicht meins. Vor allem, weil es so oft nicht wirklich und wahrhaftig von innen kommt.

Der Mensch ist nichts anderes als das, wozu er sich macht.

Jean-Paul Sartre

Was mir hilft, ist Wissen. Nicht Esoterik. Und selbst dann gibt es Tage, in denen kommen die alten Muster ungefragt anspaziert, werfen sich gemütlich aufs Sofa, machen sich da breit und möchten bleiben. Und manchmal ist es dann verdammt anstrengend, die wieder vor die Tür zu setzen.

Ich bin work in progress. Und das ist okay. Das ist vielleicht das Wichtigste, was ich dieses Jahr gelernt habe. Außerdem noch das:

Gelernt

1. Jedes Gefühl möchte seine Partyzeit. Jedes. Und auch das ist okay.

2. Körperlicher Schmerz bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein körperlicher Schaden vorliegt. Und ein körperlicher Schaden führt nicht zwangsläufig dazu, dass man Schmerz empfindet (ja, isso. Man denke einmal an Fakire oder Menschen, die durch glühende Kohlen laufen). Wobei man nie grundlos einen Schmerz empfindet.

3. Stress und Schmerz sind fürs Hirn exakt dasselbe.

4. Radikale Akzeptanz. Ein Konzept, das eben nicht bedeutet, sich in bester Opferlamm-Manier in alles zu fügen. Sondern anzunehmen, was ist. Ohne Wertung. Ohne Rechtfertigung. Ohne Erklärungsversuche. Gar nicht mal so leicht. Aber unglaublich erleichternd, um aus toxischen Verhaltensmustern rauszukommen. Wichtig: Radikale Akzeptanz bedeutet nicht, alles gutzuheißen oder damit einverstanden zu sein. Aber erst in dem Moment, als ich diese chronischen Rückenschmerzen ernsthaft akzeptiert habe, hat genau dieser Schmerz weniger Raum im Denken und im Handeln eingenommen.

5. Progressive Muskel-Entspannung nach Jacobsen. Loslassen üben. Man ahnt ja nicht, wie ungewohnt das ist. Vor allm für Menschen, die sich sonst gerne mal festbeißen.

6. Rückschläge sind kein Scheitern. Sondern Teil der Therapie.

7. Das, was du nicht kannst ist das, was du brauchst. Physisch und psychisch. Bei mir zum Beispiel: Balance. Ich hätte nie gedacht, dass mich ein Balance Board zum Heulen bringen würde.

8. Der Körper hat gar keine Rezeptoren für Schmerz. (Wohl aber Rezeptoren für mechanische, thermische und chemische Impulse. Ob daraus Schmerz wird, entscheidet einzig und allein das Gehirn. Genauer gesagt: Der Thalamus.)

9. Zu viele Buchstaben des griechischen Alphabets. Auf Omikron hätte ich verzichten können.

Dankbar

10. Der besten Moni von allen. Ich bin immer noch ganz traurig, dass du mich nich mehr trainieren kannst.

11. Dem wunderbaren Team des Rückenzentrums im Klinikum St. Georg. Und der multimodalen Schmerztherapie, die dafür gesorgt hat, dass meine Rückenschmerzen an den allermeisten Tagen der Vergangenheit angehören.

12. Dafür, dass ich geimpft und geboostert bin und in einem Land lebe, in dem mittlerweile ausreichend Impfstoff vorhanden ist.

13. Für die wenigen, aber dafür umso schöneren Abende mit Lieblingsmenschen.

14. Dem Mann. Für 10 Jahre Ehe. Ja, es sind nur 10. Auch, wenn es sich für dich wie 100 anfühlt…

15. Dem besten Team, das man sich vorstellen kann.

16. Meinen Kunden. Hier auf dem Blog. Und denen in der Agentur.

17. Dass ich nach Monaten und Jahren, in denen mich die nächtliche Schlaflosigkeit fast um den Verstand gebracht in eine ernsthafte Depression getrieben hat, und in denen ich von Meditation und Schlaftees über L-Tryptophan, Melatonin, Baldrian, CBD-Öl, Ashwagandha und Gamma-Amino-Buttersäure bis zu schlafanstoßenden Medikamenten und einem Schlaflabor Fiasko wirklich alles versucht habe, um wieder gut schlafen zu können, zum ersten Mal seit Jahren an vielen Tagen genau das wieder mache. Gut schlafen. Einfach so. Ohne Unterstützung. Und zwar seit einem ordentlichen Infekt mit Fieber. Als hätte sich mein Körper einmal resettet. Ich weiß nicht, warum es so ist. Aber ich bin unendlich dankbar dafür.

18. Der Lieblingsfreundin.

19. Dem Skin Perfecting AHA Gel Peeling von Paula´s Choice. Gamechanger für meine 46-jährige Haut.

Restaurants, Bars & so

20. Haco Greenhouse. Als Pop Up in Hamburg Ottensen gestartet. Zum Glück gekommen um zu bleiben. Besser geht vegetarisch nicht.

21. Elbhang Wein. Bester Weinladen. Zu finden in der Waitzstraße in Othmarschen. Am besten auf die Empfehlungen von Tim hören, damit liegt man nie falsch.

22. Haerlin. Zwei Sterne zum zehnjährigen Hochzeitstag. Knaller. Dass Christoph Rüffer und sein Küchenteam sensationell kochen, das hatte ich erwartet. Nicht erwartet hatte ich, dass der Service so dermaßen entspannt, locker und gleichzeitig vollendet war, dass wir fast nicht mehr gehen wollten. Und das mussten wir wegen der Sperrstunde in Hamburg schon um 23 Uhr. Mehr oder weniger. Der Helgoländer Hummer mit Kombu-Beeren-Tee gehört zu den kulinarischen Highlights des Jahres.

23. Drilling. Lieblingsbar. Seit Jahren. Hoffentlich bleibt das auch noch ganz viele Jahre so!

24. Kochu Karu. Koreanisches Fine Dining im Tapas Style. Am besten alles bestellen und teilen. Dazu: Die bezauberndste Chefin, die man sich vorstellen kann. Und hervorragende Weine.

25. Rittmeyers Restaurant No 4. Für einen Abend bei Jens Rittmeyer lohnt sich der weite Weg ins alte Land. Und eine wunderbare Getränkebegleitung für Autofahrerinnen gibt´s auch. Der Hamachi mit Stabmuschelkompott gehört zu den kulinarischen Highlights des Jahres.

26. Tigre. Früher Leche di Tigre. Auch unter neuem Namen bewährt aromenstark. Die Tingly Calamari! Die Ochsenbacke! Der Chaufa Tschanscho mit Schweinebauch! Okay, Pisco Sour können sie da auch ganz gut. Hin da, nach Ottensen!

27. L’antica Pizzeria Da Michele. Einfach richtig gute neapoletanische Pizza in Ottensen. Und weil die da riesig ist, gibt´s gern einen Pizzakarton zum Restemitnehmen dazu.

28. Haebel. Was für ein wunderschöner Abend! Das lag zum einen am ausgezeichneten Essen. Zum anderen an der zauberhaften Begleitung.

29. Zum alten Lotsenhaus. Unkompliziert ne Scholle essen und ein Glas Rosé trinken. Dazu allerbester Blick auf den Elbstrand.

Gaumenfreuden

30. Roggenvollkornbrot mit aufgeschlagener brauner Butter.

31. Spargelpesto.

32. Fine Beluga von Imperial Caviar.

33. Nordseekrabben von Urthel. Hier gibt es sie noch: Krabben ohne Konservierungsstoffe. Weil sie nicht zum Pulen um die halbe Welt geschickt werden. Die Krabben von Urthel schmecken nicht nur um ein vielfaches besser. Sie sind auch viel besser verträglich als die konventionelle Konservierungsstoffkrabbe.

34. King Crab mit almost burnt cream. Der Klassiker aus dem längst geschlossenen Faviken in der zu Hause nachgebauten Version. Wenig Aufwand. Viel Gaumenwow.

35. Leicht gepickelte Tomaten mit geräuchertem Tomatenjus und Mozarella Schaum.

36. Homemade Umami Powder. Aus Shitake, Champignons, Zwiebeln, Kombu und Sojasauce. Alles gedörrt und dann fein vermahlen.

37. Die Valentins-Kochbox vom O-ren Ishii.

38. In Sojasauce und Mirin warm gebeiztes Eigelb. Zu Herbstpilzen und Pilzdashi. Oder zu Tatar.

39. In Rote Bete und Cassis geschmorte Rinderbrust, Blumenkohlcreme, gebratene Petersilienwurzeln, gebratener Federkohl, gepickelte rote Bete, gepickelte Zwiebeln. Hauptgang beim Abend mit der Lieblingsfressgruppe.

Wein & Booze

40. Eymann Gewürztraminer. Holy smokes, das war einer der besten Weine, den ich dieses Jahr im Glas hatte. Ein unglaublich faszinierender Naturwein in Demeter Qualität. Spontan maischevergoren. Unfiltriert. Ungeschwefelt. Im Solera Verfahren in französischen Barriques gereift – daher die Anklänge an Sherry, dem Solera-Klassiker.

41. Little Bastard | Staffelter Hof | Mosel. Eine Cuvée aus Riesling, Sauvignon Blanc, Müller Thurgau und Muskateller. Spannender, aber trotzdem zugänglicher Orange Wine. Perfekt für Orange Wine Anfänger wie uns. Und ein perfekter Begleiter zu gemüselastiger, vegetarischer Küche. Das Weingut Staffelter Hof gehört übrigens zu den ältesten Weingütern der Welt.

42. Badenhorst White Blend | Swartland | Südafrika. Eine Cuvée aus nicht weniger als 10 Rebsorten. Chenin Blanc, Chardonnay, Roussanne, Grenache Blanc, Marsanne, Grenache Gris, Giognier, Clairette Blanche, Palomino & Verdelho. Okay, das hab ich jetzt gegoogelt. Aber: Das ist ein Knaller Wein. Komplex. Vielschichtig. Und gleichzeitig elegant und frisch.

43. Fränzchen. Das ist erstens eine geniale Idee. Und zweitens ist es Hamburg in a Bottle. Denn: Für Fränzchen werden Franzbrötchen destilliert. Ja, richtig gehört. Fränzchen ist Franzbrötchenlikör. Destilliert im Drilling. Lieblingsbar, hatten wir ja schon. Die Bestellungen haben sich dort auf jeden Fall gestapelt. Weil: Leider geil.

44. Giochessa | La Vigne de Silvia | Bolgheri. Mit ihrem Weingut hat sich Silvia Fuselli, ehemalige Stürmerin der italienischen Fußballnationalmannschaft und Weltmeisterin einen Traum verwirklicht. Ihr cremiger Vermentino ist ebenfalls meisterhaft.

45. Rote Bete, schwarze Johannisbeere und Verjus. Knaller Kombination. Sowohl als frisch gepresster Saft. Als auch statt Rotwein für Geschmortes.

46. Acùstic Blanc | Acùstic Cellars | Montsant. Elegant, cremig, wenig Säure, viel Trinkfreude. Perfekt zu jeglicher Art von Seafood, besonders gut hat er uns zu Nordseekrabben mit Krustentierschaum geschmeckt.

47. Viognier | Vrede en Lust | Südafrika. Lieblingsviognier. Leider ausgetrunken. Ich brauch Nachschub!

48. Meir Pink Aquavit. Aus Norwegen. Destilliert in Südtirol. Aquavit in anders und geil. Zu den klassischen Aquavit Botanicals wie Kümmel, Fenchel und Dill gesellt sich hier pink Grapefruit.

49. Lambrusco di Sorbara | Spumante Rose | Emilia Romagna. Auch Lambrusco kann was. Wenn er gut gemacht und trocken ausgebaut ist. Dieser hier schmeckt sowohl an den Ufern der Piave zu gegrilltem Aal und Sarde in Saor. Als auch auf dem Lieblingsbalkon zu Hause.

Lieblingsorte

50. Loki Schmidt Garten aka der Botanische Garten in Klein Flottbek.

51. Bukarest. Überraschend wunderbar!

52. Die Elbe zwischen Övelgönne und Blankenese.

53. Der Dahliengarten in Hamburg. Am schönsten im Spätsommer, wenn die Dahlien in allen Formen und Farben blühen.

54. Milaidhoo Maldives. Über und unter Wasser.

55. Flensburg. Wie niedlich ist es da denn bitte?

56. Mein Sommerwohnzimmer. Jedes Jahr aufs Neue.

57. Das Hotel Marmorosch in Bukarest. Ein ehemaliges Bank-Gebäude wurde dort aufwändigst in ein ganz besonders Hotel verwandelt. One of a kind: Die Hotelbar in den alten Tresorräumen. Hier sitzt man umgeben von restaurierten Original-Schließfächern.

58. Die Sudermühler Heide und die kleine Heidefläche Birkenbank. Ende August, wenn die Heide in voller Blüte steht. Und hinterher eine Buchweizentorte im Sudermühler Hof essen.

59. Baros Lighthouse zum Sonnenuntergang.

Lieblingsmomente & erste Male

60. Der sonnige Frühlingsnachmittag im April, als wir mitten im Lockdown bei Gosch in List auf Sylt saßen und ein Fischbrötchen gegessen haben und sich das Leben für einen kurzen Moment wieder normal angefühlt hat. Okay, außer uns war keiner da und wir auch nur deshalb, weil wir auf Sylt die neue Meßmer Kampagne gedreht haben.

61. Am Strand sitzen und auf den indischen Ozean schauen. Der erste Urlaub seit Pandemiebeginn. Unbeschreiblich schön.

62. Die goldene Hochzeit meiner Eltern. 50 Jahre! Das muss man erst mal schaffen!

63. Das Weihnachtsoratorium im Michel. Nach einem Jahr Pause endlich wieder.

64. Der Sonnenaufgang auf einem Hochhausdach in Bukarest. Ebenfalls, um eine Kampagne für Meßmer zu drehen.

65. Vor der Kamera gestanden. Sogar mit dem Gatten. Beim Shooting für Deutsche See.

66. Das erste Bloggerevent seit… ach, seit viel zu lange! Eingeladen hat Pecorino Käse, durch den Abend geführt hat der wunderbare Stevan Paul und ansonsten haben wir uns großartig amüsiert und zwischendurch auch noch ein paar Gänge gekocht.

67. Das Wochenende, an dem ich meine Eltern aufm Campingplatz in Italien besucht habe. Urlaub wie früher. War der Wohnwagen eigentlich immer schon so…. übersichtlich?

68. Der laue Sommerabend auf Gut Wulksfelde. Mit offenem Feuer, leckerem Essen, inspirierenden Tischnachbarinnen und Meir Aquavit.

69. Der Abend in der sturmfreien Bude mit Kaltbach Käse. Wir haben Cheese Boards gebaut, Knäckebrot gebacken und uns allerbestens unterhalten!

Genervt

70. Wissenschaftsverweigerer, Logik-Leugner, Eso-Schwurbler, Verschwörungstheoretiker und Maskenverweigerer. Man kann übrigens mit Maske Sport machen. Sogar mit FFP2. Für euch getestet.

71. Impfverweiger. Sie tragen dazu bei, das wir immer noch knietief drinstecken in dieser Pandemie. Mir fehlt jegliches Verständnis. Jegliches. Wir hätten übrigens nicht so doll über Impfungen von Kindern diskutieren müssen, wenn die Impfquote in der erwachsenen Bevölkerung ausreichend hoch gewesen wäre! Wenn man schon nicht glaubt, sich selbst schützen zu müssen, dann könnte man doch seinen Teil dazu beitragen, andere zu schützen. Oder?

72. Die unerträgliche Berichterstattung der Springer-Presse. Nicht nur. Aber vor allem.

73. Hass und Hetze im Netz.

74. Meine schier unendliche Sportfaulheit im letzten halben Jahr. Arsch hochkriegen fühlt sich schwerer an als Quantenphysik. Dafür – und hey, das ist ja immerhin etwas – nehm ich das mit den 10.000 Schritten am Tag mittlerweile überaus ernst. Und hab meinen Jahresdurchschnitt an täglichen Schritten von 2020 auf 2021 glatt verdoppelt.

75. Die unwiderstehliche Kombination aus Maske & Brille & Regen & Kälte.

76. Terminsuche bei Fachärzten. Sieben Monate warten auf einen Termin beim Dermatologen? Fünf auf einen beim Augenarzt? Seriously?

77. Aufwiegen. Mein Leid ist schlimmer als wie deins. Warum fühlst DU dich schlecht, du bist doch voll privilegiert? Gegenfrage: Wie kommen Menschen dazu, anderen das Recht absprechen zu dürfen, traurig zu sein oder sich Sorgen zu machen?

78. Hamburger Baustellen.

79. Drei Brillen. DREI! Für jede Entfernung eine. Und nie hat man die, die man braucht, griffbereit.

Vermisst

80. Mehr Abende mit Lieblingsmenschen.

81. Skifahren.

82. Konzerte in der Elbphilharmonie.

83. Faule Tage im Bett. Mit Käsepicknick oder so.

84. Gesunden Menschenverstand.

85. Gin Tonic am Nordseestrand.

86. Überhaupt den Nordseestrand. Viel zu selten dagewesen!

87. Reisen.

88. Das Austernfestival auf der dänischen Insel Römö. Wobei. Nicht vermisst. Sondern eher: verpasst. Nächstes Jahr will ich da unbedingt hin!

89. Lea. Ganz doll. Du Seelenhund.

Und sonst so?

90. Auf der Suche nach King Crab bei Crustanova gelandet. Sensationeller Versender für Fisch und Seafood. Gestartet als Urban Fishermen mit den bayerischen Garnelen. Artgerecht, antibiotikafrei und nachhaltig aufgezogen. Sensationell gut, sogar als Sashimi oder Ceviche.

91. Zum ersten Mal Weine in der Subskription bei von Winning gekauft. Ich freu mich schon drauf!

92. Das crispy Chili-Öl aus dem Mi Chii, der Mi-Nudel-Schwester vom weltbesten O-ren Ishii. So aromatisch kann scharf sein!

93. Mexican Style pulled Beef Tacos. Mjam.

94. Blumenkohl bleibt Lieblingsgemüse.

95. Ein vermeintlicher Kratzer in der Küchenarbeitsplatte stellt sich als Riss heraus. Und war von Anfang an da. Bin mir nicht sicher, ob ich nochmal Keramik nehmen würde. So schön die schwarze Keramikarbeitsplatte von Lapitec auch ist. Aber empfehlen würd ich sie grad nicht so…

96. Der hochgebaute Ofen. Beste Küchenentscheidung ever. Wie gut die Matt Black Range von AEG in die schwarze Küchen passt, macht mich immer noch ganz glücklich!

97. Spaziergänge durch den Hamburger Westen. Spaziergen gehen ist für mich mittlerweile Mediation in Motion. Lieb´s!

98. Fischbrötchen und Kopf lüften bei Stulle & Pulle in Meldorf. Freu mich schon auf die nächste Saison!

99. Eichhörnchen. Life is better with Eichhörnchen!

100. Wie immer. Ihr. Die ihr das hier lest. Und kommentiert. Ab und an. Ich freu mich da jedesmal so sehr drüber. Danke für euch. Denn ohne euch wär das hier alles nix. Come rain, come shine.

2022, mach was draus!

Tschüß, 2021, du hast es nicht viel besser gemacht als dein Vorgänger.

2022, ich freu mich auf dich. Mach was draus. Hörst du?

Habt es schön.

Conny

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12 Kommentare

  • Antworten Eva 1. Januar 2022 at 20:00

    Liebe Conny,

    seit Jahren lese ich deinen Blog und deine total subjektiven Rückblicke! Ich liebe beides!
    Diesmal hast du mich besonders damit angesprochen :
    Denn ehrlich gesagt: Dieses ganze Tschakka-Mindest-Blabla ist nicht meins. Vor allem, weil es so oft nicht wirklich und wahrhaftig von innen kommt.

    Der Mensch ist nichts anderes als das, wozu er sich macht.

    Jean-Paul Sartre
    Was mir hilft, ist Wissen. Nicht Esoterik.

    Danke dafür! Ich bin mir teilweise schon ganz komisch vorgekommen, so ohne tägliches Journaling, Rauhnächte, Kartenlegen und Jupiter im Widder Aszendent Seehund. Aber man kann auch ohne tägliches MindsetChichi und Esoterik weiterkommen und sich selbst finden.
    Wissenschaft erklärt und ich verstehe, zumindest versuche ich es.
    Ein wundervolles Jahr 2022 🖤🎇 wünsche ich dir! Liebe Grüße, Eva

    • Antworten Seelenschmeichelei 1. Januar 2022 at 20:07

      Liebe Eva,

      ach, es tut gut zu wissen, damit nich allein zu sein. Rauhnäche, ey. Wann ist das eigentlich derart en vogue geworden?

      Happy new year für dich! Das wird ein gutes Jahr!

      Conny

  • Antworten Jenny 1. Januar 2022 at 20:22

    Danke für deinen sehr ehrlichen und ausführlichen Rückblick. 2022 wird besser, hoffentlich!

    • Antworten Seelenschmeichelei 2. Januar 2022 at 19:38

      Ich bin mir da auch ziemlich sicher. Auf das, was kommt!

  • Antworten Barbara 1. Januar 2022 at 22:08

    Was für ein ausführlicher und aufwändiger Rückblick, super interessant zu lesen! Und wenn ich mal wieder in Hamburg bin, probiere ich sicher einen deiner Tipps aus, danke auch dafür!

    • Antworten Seelenschmeichelei 2. Januar 2022 at 19:38

      Da hätt ich doch noch den ultimativen Tipp obendruff, liebe Barbara: Kaffee mit Conny! :)
      Happy new year!

  • Antworten Maja 1. Januar 2022 at 23:17

    Wunderbar! Und vor allem so schön zu lesen, dass du wieder schlafen kannst!
    Alles Liebe für 2022! Hoffentlich sehen wir uns bald mal wieder.
    Liebe Grüße
    Maja

    • Antworten Seelenschmeichelei 2. Januar 2022 at 19:38

      Das wünsch ich mir auch. Happy 2022, liebe Maja!
      Bis ganz bald
      Conny

  • Antworten Carina 4. Januar 2022 at 9:02

    Vielen Dank für den netten Einstieg in den Morgen ♥
    Ich bin eben rein zufällig über deinen Blog gestolpert (Thematik, Malediven im Juli ja oder nein – ich bin nun bei ja angekommen).

    Ich bleibe noch ein bisschen, hier gefällts mir :)

    • Antworten Seelenschmeichelei 9. Januar 2022 at 14:36

      “Ja” ist in Punkto Malediven genau die richtige Entscheidung, find ich.
      Schön, dass du da bist! :)

  • Antworten Tammy 9. Januar 2022 at 13:00

    Gibt nur wenige Jahresblicke, die ich gern lesen – deiner gehört dazu, weil einfach alles dabei ist: Gefühle, Empfehlungen, Momente eines Jahres.
    Alles Gute und Liebe für’s kommende Jahr
    Liebe Grüße
    Tammy

    • Antworten Seelenschmeichelei 9. Januar 2022 at 14:36

      Vielen Dank, du Liebe! Das war ja auch wieder ein Jahr, in dem einfach alles dabei war…

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