Drinks Rezepte

{Waldmeisterliche Maibowle} Prösterchen!

1. Mai 2014

 

Kein holzvertäfelter Partykeller. Kein Mettigel. Keine kellergeisterbeseelten ollen Tanten, die mit Altersvibrato ein paar schmissige Udo Jürgens Hits summen und dabei kichernd die Erdbeeren mit dem Palmempiekser aus der Maibowle fischen. Nein. All diese wunderbaren Scheußlichkeiten gab´s bei uns nicht. Und deshalb fangen meine Waldmeister-Erinnerungen auch in den Achtzigern an.

 

Mit Dolomiti Eis (kennste das noch? Diese italienische Nationalflagge am Stil? Oben Zitrone, dann Himbeer, dann Waldmeister. Ich hab´s geliebt! Und das Beste: Dolomiti ist seit ein paar Monaten wieder da!). Dann mit ein paar heimlichen Schlucken aus Papas Berliner Weiße, die mit Waldmeister vieeeel leckerer war als mit Himbeersirup. Mit Waldmeister-Wackelpudding. Und schließlich…. mit der übelsten aller Arten, sich einen gepflegten Kater anzutrinken. Wodka-Ahoibrause Waldmeistergeschmack. Puh.

 

Als ich vor ein paar Tagen einen dicken Bund Waldmeister sah, waren sie alle wieder da. Die frühen Waldmeister-Erinnerung. Und eine leises Bedauern darüber, dass es bei meinen Eltern nie Maibowle gab. Deshalb hol ich das heute nach. Passt ja auch irgendwie zum ersten Mai, gelle?

Meine umfangreichen Waldmeister-Recherchen haben ergeben: Zu viel Waldmeister ist allerdings gar nicht gut für den Kopp. Das darin enthaltene Cumarin kann in hoher Konzentration fieses Kopfdrücken auslösen. Was mich unweigerlich zu der Frage führt: Haben die Ahoi-Brause-Menschen einfach zu viel Waldmeister in die Brause gemacht und der fiese Kater aus den Neunzigern kam nie vom Wodka, sondern immer vom Waldmeister? Wie auch immer, hier kommt erstmal das Rezept für eine äußerst süffige, unschädelige Maibowle.

 

 

Maibowle

 

Eine Flasche guter trockener Riesling
Eine Flasche Rieslingsekt
Acht Stängel Waldmeister
Zwei Handvoll Erdbeeren, gewaschen und geviertelt
Den Waldmeister über Nacht welken lassen. Oder eine Stunde ins Gefrierfach legen. Beides intensiviert das Aroma. Dann die Stängel zu einem Bund binden und kopfüber in ein Gefäss mit Wein hängen. Achtung, die Schnittenden sollen nicht in den Wein hängen, dann wird´s bitter. Eine halbe Stunde (maximal 45 Minuten) ziehen lassen, dann den Waldmeister entfernen. Diesen Ansatz gut durchkühlen. Die Erdbeeren in den eiskalten Wein geben und mit ebenfalls eiskaltem Sekt aufgießen.

 

Habt einen wunderbaren ersten Mai.

Cheers!

Conny

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8 Kommentare

  • Antworten Magicwoman 1. Mai 2014 at 8:17

    Wow sieht das lecker aus, wird bald nachgemacht. Prost Schönen ersten Maifeiertag auch für dich.

    Lieben Gruß

    Andrea

  • Antworten felix-traumland.eu 1. Mai 2014 at 8:20

    oh hört sich das lecker an! da will man sofort draußen mit Freunden sitzen und den Abend genießen
    danke für die tolle Tips mit dem Waldmeister, so was weiß man garnicht ( einfrieren usw.)
    liebe Grüße
    Regina

  • Antworten raspberrysue 1. Mai 2014 at 9:06

    Meine Waldmeister-Erinnerungen sind ziemlich dekcungsgleich^^ Und ich liebe ihn weiterhin. Danke also für das Rezept, das werde ich ganz sicher bald nachmachen. Wenn auch nicht als Maibowle, sondern vielleicht eher zum Anlass eines kleinen Grillfestes. Lg Carina

  • Antworten Ina 1. Mai 2014 at 15:26

    sieht ja wirklich toll aus 😀
    ich muss gestehen ich habe noch nieeeee maibowle getrunken…

  • Antworten Tonkabohne Sabine 1. Mai 2014 at 17:37

    Liebe Conny,
    Deine Bowle sieht sehr einladend aus, lecker.
    Ich mag Waldmeister sehr und habe echtliche Mengen im Garten.
    Herzliche Grüsse,
    Sabine

  • Antworten Schwarzwaldmaidli 1. Mai 2014 at 18:09

    mmmhhh davon jetzt ein Gläschen 😉
    Sieht total lecker aus.
    Liebe Grüße
    Anette

  • Antworten HomeLove 2. Mai 2014 at 6:30

    Hallo !
    Vielen Dank für das Rezept. Wird bestimmt mal ausprobiert :o)
    LG, Anja

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