Reisen Vietnam

{Travelguide Vietnam} Ins malerische Hoi An und zu den Tempelruinen von My Son

7. Mai 2015

Nachdem wir die alte Kaiserstadt Hue früh morgens verlassen haben, erreichen wir am späten Nachmittag Hoi An. Mitten in den Reisfeldern liegt unser Hotel, das Essence Hoi An. Das ist durchaus ordentlich und wir freuen uns schon darauf, nach 10 Tagen rumreisen einfach mal ein paar Stunden faul am Pool rumzuliegen.

 

Leider sind die Liegen entweder besetzt oder mit Handtüchern reserviert – joa, dann suchen wir uns mal woanders ein stilles Plätzchen und finden es im Garten des Hotels, der so abgelegen ist, dass ihn die Handtuchreservierer nicht finden.

Bei Einbruch der Dunkelheit machen wir uns auf ins Zentrum von Hoi An. Zu Fuß braucht man etwa 15 Minuten. Mutige können kostenlos Fahrräder ausleihen – aber ich steig ja schon zuhause nicht gern aufs Rad.

 

 

 

 

 

Hoi An ist UNESCO Welterbe – und ehrlich gesagt erst mal ein kleiner Schock für uns. Kommen wir uns doch vor wie in einem vietnamesischen Disneyland. Ja, mit den vielen Papierlaternen und adretten gelben Häuschen ein durchaus hübsches Disneyland – aber dennoch: Der Ort läuft über vor Touristen und an jeder Ecke will uns jemand etwas verkaufen. Puh. Blendet man das alles aus, ist Hoi An aber wirklich ein so malerisches wie pittoreskes Fleckchen. Nach dem ersten Abend haben wir eine Bar gefunden, in der es ordentliche Drinks gibt (sogar mit Chia-Samen!). Und auch gegessen haben wir in Hoi An wirklich gut. Klassisches Sightseeing haben wir nicht gemacht, es ist viel schöner, sich durch die Straßen treiben zu lassen, Einheimische und Touristen zu beobachten und hier und da für einen Vietnamese Iced Coffee with Condensed Milk oder einen Organic Beetroot Smoothie zu stoppen.

 

 

 

 

 

 

Am allerschönsten war der Bummel über den Markt. Lebendige Hühner, tote Fische, selbstgemachte Nudeln, frische Kräuter, exotisches Gemüse – genau dieses Gewimmel und Gewusel, die fremden Gerüche und aufregenden Zutaten, das liebe ich so an Asien!

 

 

 

 

 

 

Das allerbeste (und mit umgerechnet 50 Cent allergünstigste) Banh Mi unseres gesamten Urlaubs essen wir bei Banh Mi Phuong. Der kleine Food Stall ist ein echtes Erlebnis. Und die Sandwiches sind zum Reinlegen lecker. Wie wir später heraus finden, ist auch Anthony Bourdain dieser Meinung.

 

 

Weil ich unbedingt authentisch vietnamesisch kochen lernen wollte, haben wir eine Cooking Class gebucht. Das macht in Hoi An so ziemlich jeder – und deshalb kam es uns besonders darauf an, dass wir nicht mit 20 anderen am Herd stehen. Entschieden hab ich mich schließlich für die rundum empfehlenswerte Cooking Class des Baby Mustard, eines kleinen Restaurants in Tra Que, außerhalb von Hoi An City. Gekocht haben wir Cao Lau, das typische Nudelgericht der Region, Bo Xao, Rindfleisch mit süß-sauerer Soße sowie gegrillte Calamari mit Lemongrass. Alles sehr lecker – nur der extensive Einsatz des guten, alten Maggi hat mich über die Maßen erstaunt. Joa, andere Länder – aber Sitten wie bei meiner Oma.

 

Einen Ausflug kann ich jedem ans Herz legen, der in Hoi An ist: My Son. Eine Jahrtausende alte Tempelstadt der hinduistischen Cham, ebenfalls UNESCO Welterbe. Die Ruinen sind mitten im Dschungel gelegen und wurden erst vor etwa hundert Jahren wieder entdeckt. Am besten besucht man My Son ganz früh morgens oder am späten Nachmittag, wenn die Touristenmassen noch nicht da oder schon wieder weg sind und die ganze Anlage etwas Verwunschenes und Magisches ausstrahlt.

 

 

 

 

 

 

Damit ist er nun vorbei, mein klitzekleiner Vietnam Reisebericht. Ein faszinierendes Land mit unfassbar freundlichen Menschen, unfassbar wuseligem Verkehr, tollen Kulturschätzen und gutem Essen – alles in allem wirklich eine Reise wert.

 

 

 

Wisst ihr schon, wo eure nächste Reise hingeht?

Habt es schön
Conny

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5 Kommentare

  • Antworten lifeisfullofgoodies 7. Mai 2015 at 9:38

    Sooo schön deine Fotos! Jetzt hab ich Fernweh und will wieder zurück nach Vietnam…
    Liebe Grüße
    Mara

  • Antworten Dori's Day 7. Mai 2015 at 9:46

    Deine Bilder sind soooo toll, vor allem in das 1. Bild habe ich mich verliebt! ♥
    Beim lesen deines Artikels bekommt man richtig Lust den Osten zu bereisen!
    Ich hoffe ich komme auch mal dahin und werde so schöne Fotos wie du machen können!
    Lieben Gruß, Dori

  • Antworten Fee ist mein Name 9. Mai 2015 at 11:48

    Die Bilder der Menschen sind wundervoll. Darf ich fragen, ob du die Leute gefragt hast, ob du sie fotografieren darfst? Das ist wirklich reines Interesse. Ich tue mich nämlich immer sehr schwer mit solchen Fragestellungen… Jedenfalls bin ich jetzt fast versucht, die Region auch auf meine Reiseliste zu packen, und das obwohl Asien eigentlich gar nicht so meine Wunschgegend ist :)!

    • Antworten Seelenschmeichelei 9. Mai 2015 at 14:41

      Mal so, mal so, liebe Fee.

      Wenn´s sehr schnappschüssig ist (wie z. B. die ältere Frau, die auf die Kamera zugeht oder die Frau, die das Huhn ausnimmt), dann drück ich einfach ab.

      Auf dem Markt lächle ich meistens fragend und deute auf meine Kamera. Manchmal haben die Frauen dann herzhaft in die Kamera gelacht – manchmal hab ich ihnen bedeutet, weiter zu machen (z. B. die alte Dame mit den Nudeln oder die mit dem Fisch).

      Ein, zweimal hat hinterher eine die Hand aufgehalten – das waren aber eher die Frauen mit den Körben an den Tragestangen, nicht die auf dem Markt.

    • Antworten Fee ist mein Name 9. Mai 2015 at 14:51

      Danke dir. Das ist ja echt ein schwieriges Thema. Aber die Ergebnisse sind toll <3

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