Asiatisch Rezepte

Thailights II: Fischküchlein, Pomelosalat, Grünes Curry mit Huhn

3. Februar 2013

Vor das perfekte, außen knusprige und innen fluffig-weiche Fischküchlein hat Herr Buddha wieder ein paar Anstrengungen gesetzt. Denn damit die Küchlein locker statt gummiartig werden, muss der Fisch per Hand gehackt werden. Jeglicher Einsatz moderner Küchenmaschinentechnik wird mit einer fiesen Konsistenz bestraft. Also Ärmel hochkrempeln und loshacken. Für etwa 15-18 Fischküchlein braucht ihr:

300g festes, weißes Fischfilet, am besten Kabeljau
Ein bis zwei Esslöffel rote Currypaste
Drei Schlangenbohnen
Ein Ei
Zwei Esslöffel gehackter Koriander
Drei feingehackte Kaffir-Limetten-Blätter
Vier Esslöffel Fischsauce
Ein guter Teelöffel Zucker

 

Schneidet den Fisch in möglichst kleine Würfel. Anschließend mit dem Wiegemesser fein hacken, bis eine Art Fischpaste entstanden ist. Die Schlangenbohnen in feine Scheibchen schneiden.
Die Mittelader der Kaffir-Limetten-Blätter herausschneiden und die Blatthälften dann in winzige Streifchen häckseln.
Fisch, Currypaste, Bohnen, Ei, Koriander, Kaffir-Limetten-Blätter, Fischsauce und Zucker in einer Schüssel vermengen. Mit den Händen so lang durchkneten und dabei immer wieder Luft unter die Masse schlagen, bis ein elastischer, fester Fischteig entstanden ist. Das dauert seine Zeit, also nicht die Geduld verlieren.
Anschließend die Hände befeuchten und aus jeweils einem Esslöffel Fischmasse kleine Küchlein formen. Die Küchlein haben die üble Eigenschaft, an den Fingern festzupappen, daher immer wieder die Hände befeuchten. Dann geht´s leichter.
In einer Pfanne etwas neutrales Öl erhitzen und die Tod Man Pla auf jeder Seite je nach Dicke etwa 2-4 Minuten braten. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen und warm mit etwas Thai-Gurkensalat verputzen.
Für den süß-sauer-scharfen Gurkensalat braucht ihr
Eine Salatgurke
Eine Thai Chili (am fiesesten sind die Vogelaugenchilis)
125ml Reisessig
100ml Wasser
50g Zucker
Eine Prise Salz
Die Gurke schälen, halbieren und mit einem Teelöffel die Kerne rauskratzen.
Anschließend in etwa 0,5cm breite Scheibchen schneiden.
Kocht den Reisessig mit Wasser, Zucker und einer Prise Salz auf und lasst die Mischung ein paar Minuten kochen. Bloß nicht die Nase direkt darüber halten, wie ich das wieder mal gemacht hab – der Essig brennt fies in Augen und Nebenhöhlen und bringt Euch im Handumdrehen zum Heulen. Das Dressing vom Herd nehmen, abkühlen lassen und dann mit der in feine Fitzelchen geschnittenen Thai Chili sowie den Gurken vermengen. Ein Stündchen durchziehen lassen. Und dann zu den Fischküchlein servieren. Zum Beispiel so:
Und jetzt zum Thai Curry. Wahrscheinlich hat jede Thailänderin dafür ihr eigenes Rezept dafür. Das Tolle am Curry ist: Wenn man sich an das Grundprinzip hält, kann man die Zutaten nach Lust und Laune variieren – das Ergebnis wird immer köstlich sein.
In mein grünes Hühnchen Curry hüpfen heute:
600g Brust vom Bio-Huhn
200g Champignons
Vier Thai Auberginen
Acht Thai Schalotten
Acht Mini Maiskölbchen
Zwei Handvoll Zuckerschoten
Zwei Handvoll Schlangenbohnen
Eineinhalb Dosen Kokosmilch
Zwei Kaffir-Limetten-Blätter
Vier Esslöffel Koriander
Vier Esslöffel Thai Basilikum
Ein Stengel Zitronengras
Ein bis zwei Esslöffel brauner Zucker
Der Saft von ein bis zwei Limetten
Fischsauce
Etwas Sesamöl
Die wichtigste Zutat ist natürlich nicht im Bild: 
Grüne Currypaste
Schneidet das Hühnchen in Würfel und die Gemüse in mundgerechte Stücke.
Erhitzt ein paar Spritzer Sesamöl in einem Wok. Gebt die Currypaste dazu und röstet sie, bis sie duftet. Wie viel ihr nehmt, hängt von Eurem Schärfe-Empfinden ab. Ich nehme etwa zwei Esslöffel. Dem Gatten ist´s dann fast noch zu mild, mir treibt´s dann schon ein paar Schweißperlen auf die Stirn.
Wenn die Currypaste duftet (das dauert nur ein paar Sekunden), dann löscht ihr mit der Kokosmilch ab. Die Hälfte der zweiten Dose heb ich immer für den Fall der Fälle auf, dass ich die Currypaste doch zu optimistisch dosiert hab, dann mildert sie die Schärfe.
Mit braunem Zucker, ordentlich Fischsauce und Limettensaft würzen. Die Kaffir-Limetten-Blätter im ganzen in die Kokosmilch geben, die fischt ihr vor dem Servieren einfach wieder raus. Den Zitronengrasstängel mit einem Messer etwas zerquetschen und ebenfalls rein in den Wok.
Jetzt gebt ihr das Hühnchen dazu und lasst es bei sanfter Hitze ziehen, bis es außen weiß geworden ist. Dann kommen die Gemüse mit der längsten Garzeit als erstes dazu, in meinem Fall waren das die Schlangenbohnen. Nach ein paar Minuten die Thai Auberginen und die Champignons dazu geben. Und wieder ein paar Minuten später Champignons und Zuckerschoten.
Schmeckt das Curry mit Fischsauce, braunem Zucker und Limettensaft ab, fischt Zitronengras und Kaffir-Limetten-Blätter heraus und streut zu guter Letzt Koriander und Thai-Basilikum über das Curry.
Natürlich passt Duftreis ganz toll zum Curry. Aber ganz oft essen wir´s auch einfach ohne was.
Grüne Paprika, Zucchini oder Erbsen würden sich übrigens auch ganz hervorragend im Curry machen. Lasst es Euch schmecken.
Genießt den Sonntag!

 

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