Rezepte

{Tadaa} Das Frollein von der Seelenschmeichelei stellt sich endlich mal ordentlich vor.

16. Oktober 2013

Ganz schön unhöflich, eigentlich. Da blogge ich seit einem
guten halben Jahr so vor mich hin. Und hab mich bis heute noch nicht so richtig
vorgestellt. Dabei lese ich auf anderen Blogs doch immer so gern das „Über mich“.

Und damit es nicht nur schnöde Buchstaben gibt, hat der talentierte Mr. Ripley Förster (schaut unbedingt auf seinem Blog vorbei. Ich l*i*e*b*e seine Fotos: http://inlovewithn.tumblr.com/) ein paar Fotos gemacht. Wer mich kennt, der weiß: Ich mag es überhaupt nicht, fotografiert zu werden. Ich finde, Model zu sein ist so ziemlich der unerstrebenswerteste Job auf der ganzen Welt. Lieber wär ich Fahrradkurier in New York. Oder Kartoffelschäler in der Pommesbude. Oder Kühlschrankverkäufer in der Arktis. 
Genug gejammert. Fangen wir also von vorne an.
Hallo.

Ich bin Conny. Also eigentlich heiße ich Cornelia.
Aber so nennen mich nur meine Eltern, wenn sie sauer auf mich sind. Seit meiner
Pubertät kommt das nicht mehr ganz so oft vor. Zum Glück.
Ich rolle das R. Das liegt daran, dass ich die ersten 19
Jahre meines Lebens in Franken verbracht hab. Das ist jetzt genau 19 Jahre her
– und das R rollt immer noch vor sich hin. Eine Freundin hat vor Jahren mal
versucht, mir ein norddeutsches R beizubringen. Das Ergebnis: Ich kriege
immerhin das Wort „Radieschen“ ohne rollendes R heraus.
Ich wollte nie, nie, nie heiraten. Und bin jetzt glücklich
verheiratet. Gottseidank kann ich mir unseren Hochzeitstag fast immer merken.
Unseren Kennenlerntag dagegen kann ich nur grob schätzen. Und verschätze mich
meist um einen Monat und einen Tag.
Ich liebe High Heels. Und ich laufe in der Regel auch den
ganzen Tag auf ihnen herum. Je höher, desto bester. Die Ausnahme von dieser Regel sind meine allerhöchsten High
Heels. Die haben eine rote Sohle und sind so unbequem, dass ich in ihnen
noch nicht mal ohne Schmerzen sitzen kann. Es war der teuerste Fehlkauf meines
Lebens. Ich liebe sie trotzdem sehr.
Meine dritte große Liebe (nach den High Heels und dem
Gatten) heißt Hamburg. Ich will hier nie mehr weg.

Bei Büchern lese ich immer die letzten Seiten zuerst. Vor
allem bei Krimis. Dann kann ich den Rest viel entspannter angehen. Ich blättere
übrigens auch Zeitschriften von hinten
nach vorne durch.

Ich gehe nie alleine joggen, sondern immer mit Justus Jonas,
Peter Shaw und Bob Andrews. Die Älteren werden sich erinnern: Das sind die Drei Fragezeichen. Sie machen es mir einfacher, das Joggen zu mögen. Manchmal.
Ich esse Kuchen ausschließlich schichtweise. Nie würde ich
auf die Idee kommen, Hefeteig, Pflaumen und Streusel auf einmal in den Mund zu
schieben. Erst die Streusel, dann die Pflaumen – und zum Schluss der Teig.
Dasselbe gilt natürlich auch für Torten. Und Pralinen. Und Hanuta.
Ich reise wahnsinnig gern. Besonders gern nach Asien. Und
bummel in fremden Ländern viel lieber durch Lebensmittelläden und über Märkte
als durch Museen. Ich finde, am besten lernt man eine fremde Kultur mit dem
Gaumen kennen.
Ich hasse es, zu spät zu kommen. Und zu spät kommen bedeutet
für mich: Mehr als 60 Sekunden nach der vereinbarten Zeit. Das macht dem Gatten
manchmal schwer zu schaffen. Der behauptet nämlich, ich verwandle mich in ein
hysterisches HB Männchen, wenn wir drohen, zu spät zu kommen.
Ich hab ein Faible für seltsame Geschmackskombinationen.
Zwieback mit Leberwurst. Putenaufschnitt mit Marmelade. Käse mit Honig. Eis mit
Kardamom. Dunkle Schokolade mit Fleur de Sel. Apfel mit Senf. Brioche mit
Roastbeef. Her damit! Zum Davonlaufen finde ich hingegen alles, was mit Anis, Fenchel und Kümmel zu tun hat. Ouzo und Lakritze gehören auch dazu.
  
Ich kämpfe einen reichlich aussichtslosen Kampf gegen
Kohlehydrate. Ich wäre wahnsinnig gern eine von diesen superschlanken, supersportlichen,
superhübschen, superdisziplinierten Superbloggerinnen. Fakt ist aber: Ich habe noch
nie in meinem Leben so viel Mehl, Butter, Zucker und Eier gekauft wie im
letzten halben Jahr – also seitdem ich blogge. Logisch schlussgefolgert könnte
man also sagen: Bloggen macht fett. Aber glücklich.

Ich dachte immer, ich würde nie im Leben einen
Yoga-Kopfstand schaffen. Mittlerweile weiß ich: Practise – and all will come. Frage mich allerdings, wie lang ich noch üben muss, um einen Skorpion hinzukriegen und beim Krieger III nicht mehr umzufallen.
Ich hätte wahnsinnig gern zwei cognacfarbene Barcelona
Chairs. Habe aber weder das Geld noch den Platz dafür.

Ich liebe es, Gäste zu bewirten. Es kann allerdings sein, dass sie bei Tisch übelst frieren müssen, weil ich kochhitzewalle und selbst im November alle Fenster aufreiße.

Ich kann ganz hervorragend in Verkehrsmitteln schlafen. Autos, Züge, Flugzeuge – ich steige ein und bin weg. Ein bisschen Angst hab ich nur vor dem Tag, an dem ich im Rote-Augen-Flieger schlafend eine fremde Schulter im teuren Maßanzug ansabbere.
Ich bin sehr ordentlich. Ich neige dazu, Coffee Table Books
und Zeitschriften rechtwinklig anzuordnen und kann es nur ganz schlecht
ertragen, wenn jemand meine Kerzenständer und Vasen verrückt. Nur wenn ich
koche oder backe, dann sieht´s hinterher aus wie nach einem Erdbeben mit darauf folgendem
Tsunami. Der Gatte ist ein famoser Katastrophenhelfer und übernimmt regelmäßig
die Aufräumarbeiten. Nicht nur dafür liebe ich ihn sehr.
Ich hatte mal ein lilafarbenes Motorrad mit weißen Speichen.
Und dazu farblich passende 8-Loch-Doc-Martens und ein lila Halstuch. Das
Einzige, was farblich nicht so gut passte, waren die roten Haare. Mit Henna
gefärbt. Ich glaub, die Badewanne meiner Eltern hat heute noch Hennaflecken.
Tschuldigung, Mama.
Ich bin rasend ungeduldig. Das führt dazu, dass ich rote
Ampeln, Supermarktkassenschlangen und Parkhausfahrstühle als persönliche
Beleidigung empfinde.
Ich möchte irgendwann mal auf die Galapagos Inseln zum
Tauchen. Da gibt´s nämlich Hammerhaie, Robben, Galapagos Haie, Seelöwen,
Mondfische, Pinguine und Mantas. Da würd ich heulen vor Freude (<- ansonsten bin ich allerdings ein Mensch, die lieber lacht als heult. Siehe unten.)

Jetzt aber genug von mir. Ab sofort begebe ich mich wieder hinter die Kamera. Da fühl ich mich deutlich wohler.

Genießt den Tag!

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25 Kommentare

  • Antworten heimundherd 16. Oktober 2013 at 9:39

    Liebe Conny,
    das sind wunderschöne Bilder! Ich kann gar nicht verstehen, dass Du Dich nicht gerne fotografieren lässt…. Du bist doch eine tolle Frau! Ich freue mich, mal was über Dich zu lesen!
    Herzliche Grüße (mit rollendem r) aus Franken,
    Nadine

  • Antworten Lisbeth`s 16. Oktober 2013 at 9:46

    Wunder Wunder Wunder Schön liebe Conny!!!!! Knackig lustig geschrieben und sehr grandios fotografiert! (Lob an den Fotografen)

    Freu mich auf jeden Post von dir,

    liebe Grüße
    karin

  • Antworten Johanna 16. Oktober 2013 at 10:27

    Ganz tolle Bilder, liebe Conny! Vor allem das allererste ist der Knaller! Und auch sonst – sehr sympathische Vorstellung!
    Liebste Grüße und hoffentlich bis bald!

  • Antworten irina 16. Oktober 2013 at 10:39

    Sehr sympathisch! Sowohl der Text als auch die Bilder 🙂

    Im Übrigen lese ich in vielen Büchern auch erstmal das Ende, weil es mir sonst zu spannend ist. kannte bisher noch keinen, der das auch so macht 😉

    Liebe Grüße,
    Irina

  • Antworten bigapple-girl 16. Oktober 2013 at 10:41

    finde es immer sehr schön, die Personen die sich hinter den Blogs verstecken mal zu sehen bzw. etwas über Sie zu erfahren. Dein Bericht, klasse und so herrlich dein Blog ist, so herrlich sympatisch ist auch die Person dahinter 🙂

    Liebe Grüße
    Steffi

  • Antworten stehrumchen 16. Oktober 2013 at 10:46

    Ein toller Post von einer bildhübschen Frau. Sehr sympathisch, vor allem das Du kein abgemagertes Püppchen bist. Dein Blog ist klasse und ich lese super gerne mit. Liebste Grüße Nina

  • Antworten lapetitecuisine 16. Oktober 2013 at 11:16

    Ach, so entzückend sympathisch, liebe Conny!! Nicht nur die Fotos, auch der Text! Liebsten Gruß Susanne

  • Antworten Schwarzwaldmaidli 16. Oktober 2013 at 15:02

    Ein toller Post und wunderbare Bilder. Jetzt bist du mir noch sympathischer mit all deinen Macken 😉 Ich bin auch sehr ungeduldig und kann Unpünktlichkeit nicht leiden. Genauso stehe ich lieber hinter der Kamera und esse das Hanuta in Schichten.
    Ach ist das schön, mehr über dich zu erfahren.
    Liebe Grüße

  • Antworten Schlotti 16. Oktober 2013 at 15:27

    Sehr, sehr sympathisch!! 🙂

  • Antworten Karin 16. Oktober 2013 at 17:12

    Liebe Conny, ein wunderbarer Post und ich musste ein paar mal herzhaft lachen.Wir haben auch einiges gemeinsam. Ich lese das Ende des Buches zuerst, ich bin überpünktlich und ich liebe liebe liiiiebe die drei Fragezeichen. Die hab ich sogar mal live gesehen auf der Hörspieltour 2009.
    Achja und wunderschöne Bilder. Du brauchst dich nicht zu verstecken!
    Liebe Grüße, Karin

  • Antworten Chrissi 16. Oktober 2013 at 17:22

    Hallo Conny, deine Vorstellung ist super geworden! Das Problem mit den Kohlehydraten, jaaa….. Aber dass bloggen fett machen soll, sehe ich auf den schönen Fotos absolut nicht!
    Ausserdem, hauptsache glücklich und gesund! ;o) und genau so siehst du aus! ;o)
    Liebe Grüße
    Chrissi

  • Antworten Flowerstar 16. Oktober 2013 at 19:27

    Sehr sympathisch geschrieben – hallo, ich freu mich, dich kennenzulernen :)!

    Liebe Grüße,
    Mareike

  • Antworten Anonym 17. Oktober 2013 at 13:55

    Dabei bist du wirklich fotogen und die Bilder wirklich sehr schön! 🙂

  • Antworten Manu 17. Oktober 2013 at 15:42

    Du bist wirklich sehr hübsch und brauchst dich nicht hinter der Kamera zu verstecken 🙂 bin aber auch so eine, die es nicht leiden kann, fotografiert zu werden *argghhh* ich sag nur: hochzeitsfotos. Eine Qual für mich 🙂 Einige Dinge die du aufgezählt hast, kommen mir sehr bekannt vor! Sowie Kümmel und Fenchel Antipathie.(bei mir kommen noch Rosinen dazu) Und Zeitschriften lese ich auch immer von hinten nach vorne. bücher eher nicht, weil ich sie dann wahrscheinlich nicht mehr fertig lesen würde he he he lg Manu

  • Antworten Geschwister Gezwitscher 18. Oktober 2013 at 10:28

    Liebe Conny, wunderbare Vorstellung mit wundertollen Fotos und einer wunderschönen Frau. Jetzt ist mir dein Blog gleich noch ein bisschen mehr ans Herz gewachsen. (Na ok, auch ein bisschen weil du das r rollst. Das liebe ich! Und du ein lilafarbenes Motorrad hattest.) 😉
    Liebste Grüße, hab ein großartiges Wochenende, Eva

  • Antworten Sina 18. Oktober 2013 at 14:09

    Das war das bis jetzt am interessanteste und netteste "About me" das ich bis jetzt gelesen habe – und es war nicht mein erstes! 😀

  • Antworten Ronja 18. Oktober 2013 at 16:36

    Ein wirklich super Post, sehr amüsant und ganz toll zu lesen, ach und hübsch bist natürlich aus 🙂
    Lg Ronja

  • Antworten feel wunderbar 19. Oktober 2013 at 20:57

    Ganz klasse geschrieben! Ich freue mich unheimlich, dass du dich auch mal vor die Kamera getraut hast 🙂
    Du machst eine klasse Figur!
    Liebste Grüße
    Vivienne

  • Antworten Astrid K. 20. Oktober 2013 at 20:44

    hallo conny,
    schön dich kennenzulernen.
    die über-mich Seite lese ich auf Blogs immer als erstes!
    Aber auch ich gehöre zu denen, die sich bisher eher bedeckt halten.

    Auf jeden Fall hast Du es sehr gemacht.
    Bin auf jeden Fall schön inspiriert worden, dass ich auch mal so tolle Fotos machen muss.

    Liebe Grüsse von
    Astrid aus dem Schwarzwald

  • Antworten nichtsundniemand 21. Oktober 2013 at 10:36

    Süß 😀 Ich lese auch immer zuerst ( mindestens vor der Mitte des Buches) das Ende, auch wenn ich es manchmal vl. garnicht verstehe, weil viele neue Figuren dazu gekommen sind. Und mein Essen puhle ich auch ständig auseinander 😀 Ich mag deine Schreibweise sehr, witzig obendrein 😀

  • Antworten Denise 22. Oktober 2013 at 17:57

    Super sympathisch!!! Ich komme wieder 🙂

  • Antworten Susanne von Serendipity 24. Oktober 2013 at 9:29

    Liebe Conny, jetzt kenne ich dich nach gestern abend noch ein bisschen besser! Und du bist mir gleich noch sympathischer geworden! Die Fotos von dir sind ganz wunderbar!
    Ich freu mich schon auf das nächste Mal!
    Liebe Grüße Susanne

    • Antworten Seelenschmeichelei 24. Oktober 2013 at 9:57

      Dankeschön, liebe Susanne! Ja, da hat er gezaubert, der Herr Fotograf.
      Ich bin gestern Abend ganz beseelt nach Hause gekommen, weil ich´s so irre nett fand. Und freu mich auch schon wie blöd aufs nächste Mal.
      Sonnige Grüße
      Conny

  • Antworten Tulla and Catie 2. November 2013 at 15:50

    Das ist mal ein ganz tolles und sympathisches "Über mich"! Und dafür, dass du nicht gerne vor der Kamera stehst, kommst du aber ganz toll rüber :).
    Ich werde mich hier noch etwas umschauen, aber ich weiß jetzt schon, dass ich wieder komme. Bis bald,
    Barbara (auch aus HH und geborene Fränkin :))

  • Antworten Rebecca 26. November 2013 at 19:17

    Super schön geschrieben, dein Blog gefällt mir echt wahnsinnig gut, hast nen neuen Follower gefunden 😉
    GLG, rebecca

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