Rezepte Tartes & Pies

Süßes und Salziges á la Tarte

3. März 2013

Wer sagt eigentlich, dass man zum Sonntagskaffee nur süße Kuchen servieren darf? Heute gibt´s mal beides. Kuchen in süß und salzig. Beide Varianten kommen als hübsche kleine Tartes daher. Groß genug zum Teilen. Klein genug, dass man vorneweg ein süßes Häppchen vernaschen kann und danach noch ein salziges. Oder umgekehrt. Ich glaub, das wird meine neue Lieblingsversion von Kaffee und Kuchen. Der Clou: Sowohl die süße als auch die salzige Tarte-Version werden mit demselben Teig gemacht. Mit Pâte Brisée, also dem klassischsten aller Mürbteige. 

Pâte Brisée

500g Mehl
240g eiskalte Butter in Stückchen
150ml eiskaltes Wasser
Eine gute Prise Fleur de Sel
Mehl und Salz mischen. Die Butterstückchen aufs Mehl geben und kurz mit den Knethaken des Handmixers verkneten, bis das Ganze eine krümelig-streuselige Konsistenz hat. Ab hier ist Handarbeit gefragt: Verknetet die Mehl-Butter-Streusel möglichst rasch zu einem Teig, gebt dabei schlückchenweise das eiskalte Wasser dazu. Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig brandig und reißt beim Ausrollen. Den Teig zu einer Kugel formen und für mindestens eine Stunde im Kühlschrank ausruhen lassen. Ich verarbeite die Pâte am liebsten, wenn sie eine ganze Nacht im Kühlschrank war. Die Menge reicht für 10 Tartelett-Förmchen mit einem Durchmesser von 12 cm.

Bevor die Tartes gefüllt werden, wird der Teig vorgebacken. Das Ganze nennt man Blindbacken und sorgt dafür, dass der Tarte-Boden später auch noch knusprig bleibt, wenn die Füllung drauf ist. Und so geht´s: Den Teig dünn ausrollen und in die gefetteten Förmchen geben. Mit einer Gabel den Boden mehrmals einstechen. Ein Stück Backpapier drauf legen und mit getrockneten Linsen, Erbsen, Bohnen, Reis oder was sonst im Haus ist belegen. Dann kommen die Böden für 15 Minuten bei 200° Ober/Unterhitze in den Ofen. Anschließend das Trockenzeugs aus den Förmchen kippen und die Teigschälchen etwas abkühlen lassen.

Apfel-Toffee-Tarte mit Baiser

Für 4 Tartelett-Förmchen braucht ihr:
Zwei säuerliche Äpfel, z. B. Boskop
Saft einer halben Zitrone
Eine Prise Muskat
Eine Prise Zimt
Eine Prise brauner Zucker 
Wer mag: Ein Schuss Calvados

Zwei Eiweiß
Zwei Esslöffel Zucker

Die Äpfel in dünne Scheiben schneiden. 
Mit Zitronensaft, Muskat, Zimt, Zucker und ggf. Calvados marinieren.
Beiseite stellen.
Das Rezept für die Karamellcreme hab ich bei Nadine entdeckt, allerdings weniger Butter verwendet. Ihr braucht nicht alles davon für die Tartes – die Creme ist aber so fingerlickin´ good, dass sie garantiert nicht lang überlebt:
150g Zucker
3 Esslöffel Wasser
50g Butter
100g Sahne
Zucker und Wasser auf kleiner Flamme zu einem goldgelben Karamell kochen. Stückchenweise die warme Butter dazu geben und etwa 2-3 Minuten köcheln lassen, bis die Masse trüb ist. Jetzt den Topf vom Herd nehmen und die angewärmte Sahne schlückchenweise unterrühren. Abkühlen lassen.

Auf jedem Teigschälchen eine Schicht Karamellcreme (etwa ein Esslöffel) verteilen und dann dürfen die Äpfel auch schon ins Karamellbett hüpfen.
Bei 200° Ober/Unterhitze 15 Minuten fertig backen. 

In der Zwischenzeit Eiweiß und Zucker zu einem festen Schnee schlagen.

Die Tartes aus dem Ofen holen und jeder eine schöne Baiser-Haube aufsetzen. 
Nochmal drei bis fünf Minuten in den Ofen, bis die Baiser-Spitzen Farbe bekommen.

Mit Karamellcreme servieren. Oder mit halbsteif geschlagener Sahne. 
Oder mit Vanille-Eis. Die Tartes schmecken übrigens auch famos ohne die Baiser Haube.


Himbeer-Ganache-Tarte

Für drei Tartelett-Förmchen braucht ihr:
Drei Handvoll Himbeeren, frisch oder TK, aufgetaut
100g Lieblingsschokolade
70g Sahne

Für die Ganache die Sahne aufkochen und die Schokolade fein hacken.
Dann die kochend heiße Sahne über die Schokolade gießen. Kurz warten, dann mit einem Löffel von innen nach außen Schokolade und Sahne zu einer glänzenden Masse verrühren. Abkühlen lassen. 

Jede Tarte mit ein bis zwei Esslöffel Ganache füllen (falls die beim Abkühlen zu fest geworden ist, erwärmt sie einfach vorsichtig in der Mikrowelle oder im Wasserbad). 
Die Himbeeren vorsichtig ins Ganache-Bett setzen.

Zurück in den Ofen, 200° Ober/Unterhitze, 15 Minuten.

Chorizo-Portweinzwiebel-Tarte


Für drei Tartelett-Förmchen braucht ihr:

100g pikante Chorizo
Zwei rote Zwiebeln, in feine Ringe geschnitten
Etwas Thymian
Etwas Fleur de Sel
Etwas edelsüßes Paprika Pulver
Ein ordentlicher Schuss Portwein

Für den Guss
Zwei Eier
100g Sahne
Eine Prise Fleur de Sel
Frisch gemahlener Pfeffer
Frisch gemahlene Muskatnuss

Die Chorizo in dünne Scheiben schneiden und in einer Pfanne knusprig braten. Herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Das Bratfett bis auf etwa einen Esslöffel abgießen. Darin die Zwiebelringe bei mittlerer Hitze angehen lassen. Mit einem ordentlichen Schuss Portwein ablöschen. Mit Paprika, Fleur de Sel und Thymian würzen und ein paar Minuten schmoren, bis der Portwein fast verkocht ist.

Für den Guss Eier, Sahne, Salz, Pfeffer und Muskatnuss verquirlen.

Nun zunächst die Portweinzwiebeln auf den Teig geben, darüber die Chorizoscheibchen verteilen und zu guter Letzt mit dem Guss bedecken.

Ab in den Ofen. 200° Ober/Unterhitze. 20 Minuten.

Findet ihr Tartes genauso klasse wie ich? Welche mögt ihr am liebsten? Süß oder salzig?
Genießt den Tag!

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4 Kommentare

  • Antworten Carola 3. März 2013 at 16:57

    Von oben bis unten alles einmal bitte! 😉

  • Antworten Karin 4. März 2013 at 10:29

    Leeecker! Die Formen sind von Tchibo, oder? Hab die auch gesehen, mir dann aber die in Herzform gekauft und die große Tarteform. Plane auch demnächst einen Post weil ich die unbedingt mal austesten möchte.

    LIebe Grüsse

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