Rezepte

Schmankerl-Abend die Zweite

18. Februar 2013
Bevor es hier – pünktlich zur Abendbrotszeit – mit dem Schmankerl-Abend vom Wochenende weiter geht, erstmal ein ganzganzganzganzganzganz herzliches Willkommen an all die Ladies (sind auch Herren dabei? Los, outet Euch! 🙂 ), die den Weg von Ina hierher gefunden hab. Ich bin sprachlos und entzückt und begeistert, wie viele das sind. Ein dickes, fettes Danke an die wunderbare Ina fürs Vorstellen. Und ein dickes, fettes Danke für Eure zuckersüßen Kommentare. You made my day. Aber sowas von!Und jetzt geht´s weiter. Mit dem einzig wahren Kartoffelsalat, knusprigen Wiener Schnitzeln und meiner Version der Dukatenbuchteln.

Fränkischer Kartoffelsalat

Auch so eine Philosophie, das mit dem Kartoffelsalat. Ich gestehe, ich bin dabei ausgesprochen engstirnig. Ich mag ihn nur mit Brühe. Mayonaise darf höchstens auf die Pommes. Im Kartoffelsalat hat sie für mich nix, aber auch gar nix zu suchen. Wie mögt ihr Kartoffelsalat am liebsten? In meinen kommen:
Zweieinhalb Kilogramm festkochende Kartoffeln
Eine Zwiebel
400 ml Rinderbrühe
50 ml Essig
Zwei Esslöffel Zucker
Frisch gemahlener Pfeffer
Eine gute Prise Meersalz
Die Kartoffeln waschen, mit kaltem Wasser aufsetzen und gar kochen.
Noch möglichst warm pellen. Das ist essentiell für einen guten Kartoffelsalat, weil nur warme Kartoffeln die Marinade so richtig schön aufsaugen.
Während die Kartoffeln kochen, aus Brühe, Essig, Zucker, Pfeffer und Salz eine würzige Marinade zusammen rühren. Wenn sie etwas zu würzig schmeckt, ist sie genau richtig, denn Kartoffeln schlucken Salz wie ein Hafenarbeiter Astra.
Die Zwiebel fein würfeln und in einer Pfanne anschwitzen.
Gebt Zwiebelwürfelchen und die lauwarme Marinade über die warmen Kartoffeln. Vorsichtig alles miteinander vermischen und mindestens ein Stündchen durchziehen lassen. Vor dem Servieren nochmals abschmecken, meist fehlt doch noch Salz.Und natürlich kommt der Kartoffelsalat nicht ohne Begleitung um die Ecke:

 

 

 

 

Wiener Schnitzel

Kalbsschnitzel
Semmelbrösel, selbst gemacht oder vom Bäcker
Eier, verschlagen
Mehl
Salz
Frisch gemahlener Pfeffer
Butterschmalz
Die Kalbsschnitzel am besten vom Metzer gleich ganz dünn aufschneiden lassen, dann entfällt das lästige Plattieren. Wer keine frisch aufgeschnittenen Schnitzel bekommt, plattiert die Schnitzel am besten zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie, z. B. durch sanfte Schläge mit einer Bratpfanne. Fleischklopfer haben meiner Meinung nach am Schnitzel nichts verloren, schon gar nicht die mit den Noppen, mit denen man nur die Fleischfasern kaputt kloppt.
Die Schnitzel dann mit Salz und Pfeffer würzen und dann erst in Mehl, dann in den Eiern (die ich ebenfalls mit etwas Salz und Pfeffer und manchmal einem Hauch Muskat würze) und zu guter Letzt in den Semmelbröseln wenden. Und das Ganze am besten sanft und mit Gefühl. Dann geht die Panade hinterher beim Braten schön auf und backt nicht wie eine Zementschicht am Schnitzel an.
Ordentlich Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen. Die Schnitzel von jeder Seite so lang braten, bis sie goldbraun sind. Nicht zu oft wenden, das mag die Panade nicht.
Auf Küchenkrepp abtropfen lassen und ggf. im Ofen bei 80° warm halten, bis alle Schnitzel gebraten sind. 

Es ist ja nicht so, dass wir zu diesem Zeitpunkt nicht alle pappsatt gewesen wären. Daher gibt´s zum Nachtisch auch nur was ganz Kleines. Quasi die Hip-Version der guten, alten Dukatenbuchtel. In Anlehnung an Cake Pops kommt sie als „Buchtel on a Stick“ daher. Kennt ihr Buchteln? Ich liebe sie. Sie sind außen karammellig-krossa, innen aus fluffig-luftigem Hefeteig und schmecken nach wohlig-heimeligen Wintertagen in Omas Küche. Am besten stippt man sie noch lauwarm in warme Vanillesoße. Kann denn Süßes Sünde sein?

 

 

 

 

 

 

 

 

Buchteln

Ein Pfund Mehl
Ein Würfel frische Hefe
Drei Esslöffel Zucker
Zwei Eier
50g Butter für den Teig, weitere 100g später zum Backen
200ml lauwarme Milch
Eine Prise SalzSchüttet das Mehl in eine Schüssel und macht in der Mitte eine tiefe Mulde.
Löst die Hefe und Zucker in der lauwarmen Milch auf und gebt das ganze in die Mulde.
Diesen Vorteig deckt ihr mit einem sauberen Geschirrtuch ab lasst ihn jetzt eine Viertelstunde an einem warmen Ort gehen, z. B. auf der Heizung.

Anschließend Eier, Butter und Salz dazugeben und den Teig mit den Knethaken des Mixers oder der Küchenmaschine ordentlich durchkneten.

Wieder gehen lassen, wieder an einem warmen Ort, diesmal eine gute halbe Stunde.

Knetet den Teig anschließend wieder gut durch, am besten geht das mit den Händen. Dann eine lange, etwa drei bis vier Zentimeter dicke Teigwurst formen und mit einem Messer Scheiben abschneiden. Die rollt ihr dann in den Händen zu kleinen Bällchen, den Buchteln.

Badet die Buchteln in 50g geschmolzener Butter und schichtet sie dann in eine Back- oder Auflaufform. Nochmal eine Viertelstunde gehen lassen und dann bei 170° Umluft in den Ofen schieben. Schmelzt nochmal 50g Butter und vermengt sie mit 50g Zucker und vier Esslöffeln Milch. Mit dieser Masse bestreicht ihr die Buchteln nach etwa zehn Minuten Backzeit und lasst sie dann für weitere zwanzig Minuten im Ofen. Der Zucker karamellisiert dabei und sorgt für eine köstlich-krosse Kruste.

Am besten noch lauwarm vernaschen. Vanillesoße und Zwetschgen passen perfekt dazu. Aber auch Apfelmus, Preiselbeeren oder Eiscreme.

Zugegeben, ein nicht ganz unaufwändiger Nachtisch. Aber es lohnt sich. Versprochen.

Genießt den Abend!

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5 Kommentare

  • Antworten BloggerGirl 18. Februar 2013 at 19:04

    heea,
    hübscher Blog!♥
    Schau doch mal bei meiner Blogvorstellung vorbei!
    In diesem Jahr gibt es dann auch eine tolle Challenge!
    http://mylifestopswithoutyou.blogspot.de/
    liebste Grüße,
    Jessi ;*

  • Antworten Schwarzwald Maidli 18. Februar 2013 at 19:07

    Na Gott sei Dank, hatte ich gerade mein Abendessen 😉 Es sieht wieder so lecker aus und am liebsten würde ich mir von diesen Buchteln gleich was nehmen.
    LG s´Schwarzwald Maidli

  • Antworten Flowerstar 18. Februar 2013 at 19:46

    Die Buchteln sehen echt wunderbar aus! Und die Idee mit den Buchteln on a stick ist echt nett :).
    (Für mich als Schwäbin gehört in Kartoffelsalat auch niemals Mayo!)

    Liebe Grüße,
    Mareike

  • Antworten Vera 19. Februar 2013 at 11:50

    Oah ja, mal so richtig gutes, bodenständiges Essen! Herrlich, da könnte ich mich grad reinlegen. Buchteln sind eh was für die Seele, so warm und weich… hach. Haha, ja genau, put it on a stick and it is hip ;))

    Und danke für die Idee mit den Herzwüsten – ja klaar, bin da nur wieder nicht drauf gekommen! Mwahah, ja, dachte schon beim Schreiben des Textes, dass die ganze Wurstspritzerei irgendwie unlecker klingt XD Aber so isses halt 🙂

    Liebe Grüße!

  • Antworten Karin 19. Februar 2013 at 18:22

    Wie lecker. Ich hab auch gerade Kartoffelsalat zum Abendbrot gegessen.
    Allerdings nach badischer Art *grins*
    So ein Schnitzel hätte ich jetzt auch gern noch und als Nachtisch eine Buchtel. *yamm*

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