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Rhabarber Crumbles mit Tonka Eiscreme. Und: Eine klitzekleine Liebeserklärung in eigener Sache.

10. Mai 2014

Letztes Wochenende war Mädelswochenende. Fünf Frauen auf fünfundsiebzig Quadratmetern. Gottseidank ist das Bad rechtzeitig fertig geworden. Ein bisschen war´s wie damals auf Klassenfahrt. Nur ohne Jungs.

Vor einiger Zeit hatte ich nämlich das ziemlich unverschämte Glück, ganz ohne Suchen einen bunten Haufen ziemlich großartiger Frauen zu finden. Und das, obwohl der gute Max Goldt doch immer sagt „Wer neue Leute kennen lernen will, muss ab einem gewissen Alter welche gebären.“ Stimmt gar nicht, Herr Goldt.

Kennen gelernt haben wir uns im ach so anonymen Internet. Es liegen Hunderte von Kilometern zwischen uns und unsere Lebensentwürfe sind nicht gerade deckungsgleich. Trotzdem – oder gerade deshalb? – ticken wir ziemlich ähnlich. Wir wohnen halt nicht in der realen Nähe, sondern in der geistigen.

 

 

 

 

Wir sehen uns selten. Und trotzdem fühlt es sich jedes Mal so an, als seien höchstens ein paar Tage seit unserem letzten Treffen vergangen. Wenn wir uns nicht sehen, treffen wir uns virtuell. Es gibt ja so Menschen die finden, dass Facebook-Freunde gar keine echten Freunde sind. Doch, sag ich da immer. Wenn mir was daran liegt, dann sind es echte Freunde. Echte Freunde, die sich gegenseitig auf die Schultern klopfen und auf den Boden der Tatsachen holen. Herzensmenschen mit offenen Ohren, scharfen Zungen und Herzen am richtigen Fleck. Menschen, mit denen man lachen kann, bis einem der Bauch weh tut. Und mit denen man sich selbigen ohne Rücksicht auf die Speckhüfte auch so richtig schön voll schlagen kann. Ladies, das hier ist für Euch: Rhabarber Crumbles mit Tonka Eiscreme.

 

 

 

Für die Crumbles (4 Portionen)

500g Rhabarber, geschält und in 1cm lange Stücke geschnitten
200g Mehl
100g Butter
150g Zucker plus einen Esslöffel extra
Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen. Den Rhabarber mit dem Zucker mischen und auf 4 ofenfeste Schüsselchen verteilen. Mehl, Butter und Zucker zu einem Streuselteig verkneten. Die Streusel auf dem Rhabarber verteilen. Ab in den Ofen – für etwa zwanzig Minuten. Oder solange bis die Streusel goldbraun sind. Dann noch warm servieren, am besten mit einer schönen Kugel Tonka Eiscreme. Wie man die macht, seht ihr hier.

Für die Tonka Eiscreme

250ml Milch
200ml Sahne
110g Zucker
4 Eigelb
Eine halbe Tonkabohne, auf der Muskatreibe fein gerieben
Das Mark einer halben Vanilleschote
Eine Prise Fleur de Sel
Die Milch mit dem Tonkabohnenabrieb, dem Vanillemark und dem Salz aufkochen.
Die Eigelbe mit dem Zucker cremig rühren. Das Ganze zur Milch geben und bei milder Hitze erwärmen, bis die Masse leicht andickt. Nicht kochen, sonst gibt´s Rührei!
Zu guter Letzt die Sahne unterrühren und die Eismasse kalt stellen. Anschließend in eine Eismaschine geben und nach Anweisung zu Eis frieren lassen.
Oder: In eine flache Metallschüssel geben, ab in den Tiefkühler und alle 15 bis 20 Minuten mit dem Schneebesen ordentlich aufschlagen. Nach zwei bis drei Stunden ist Euer Eis auch ohne Eismaschine fertig.

 

Genießt den Tag. Und passt gut auf Eure Herzensmenschen auf.

Conny

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11 Kommentare

  • Antworten Anna 10. Mai 2014 at 19:30

    Schön geschrieben. Freundschaften liegen eben auch im Auge des Betrachters. Warum nicht die heutigen Möglichkeiten nutzen faxebook und co sind nicht nur böse…:-)
    PS woher bekommt man den tonkabohnen?
    Viele grüße Anna von Anna's Teller

  • Antworten dieZuckerbäckerin 10. Mai 2014 at 20:11

    Hallo Conny,
    ich liebe Rhabarber, Streusel, Eis und Tonka…
    wow, was für eine tolle Kombi und die Fotos sind soooo toll!
    Liebe Grüße,
    Eva-Maria

  • Antworten Denise 11. Mai 2014 at 12:04

    Schöner Post, schöne Fotos, schönes Rezept!
    Und Herr Goldt liegt definitiv falsch 😉 Zum Glück, finde ich!

    Liebe Grüße,
    Denise

  • Antworten Barbara 11. Mai 2014 at 19:05

    So ein schöner Herzwärmer an einem nur mittelguten Sonntagabend! Dicken Kuss für Dich!

  • Antworten carolawirdfit 11. Mai 2014 at 19:11

    Ein großes Glück, dass Herr Gold sich vertan hat!

  • Antworten siebenVORsieben 12. Mai 2014 at 6:57

    Das klingt alles richtig gut. Das Treffen un die Rezepte. Ich bin ja ohnehin große Crumble-Liebhaberin. Und vor kurzem bekam ich von meiner Schwester Tonkabohnen geschenkt. Schon oft hatte ich davon gehört, aber noch nie etwas damit gemacht. Und jetzt weiß ich was mein erstes Gericht wird. Dieses Eis. Ich freu mich schon drauf. Naja, alleine diese ansprechenden Bilder…
    Schöne Grüße
    Jutta

  • Antworten Tonkabohne Sabine 12. Mai 2014 at 20:10

    Liebe Conny,
    Ein köstliches Rezept, ich liebe den Geschmack der Tonkabohne…
    Wunderbare Bilder, man bekommt total Lust darauf 🙂
    Herzliche Grüsse,
    Sabine

  • Antworten Theresa 13. Mai 2014 at 11:44

    Liebe Conny, was für eine schöne Liebeserklärung! 🙂 Ich finde auch, dass man durch die Möglichkeiten des Internets ganz viele tolle und liebe Gleichgesinnte kennenlernen kann, denen man im normalen Leben vielleicht nie über den Weg gelaufen wäre. Genieße die Begegnungen und Freundschaften, die du gefunden hast! Mit so einem Crumble bist du da auf jeden Fall auf dem richtigen Weg 😉 Liebe Grüße aus Berlin! Theresa

  • Antworten Kiki 15. Mai 2014 at 8:50

    oooh, sieht das gut aus! jetzt bin ich richtiggehend neidisch 😀 aber das schöne an Rezepte-Neid ist ja, dass man es mehr oder weniger schnell nachmachen kann 😉 und was gibt es schöneres, als etwas leckeres zu Essen zu machen, für Menschen die einem etwas bedeuten (ganz egal, woher man sie nun hat 😉 ) Liebste Grüße, Kiki

  • Antworten Silvia von Colcaffe 22. April 2015 at 6:31

    Habe gestern Rhabarber gekauft und überlegt, was ich damit machen soll….jetzt weiß ich es.
    Sehr schöne Bilder!
    Und virtuelle Freundschaften sind genauso gut für das Herz wie die Anderen:-)
    Liebe Grüße
    Silvia

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