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Mein erstes Mal: Ein Babyshower in Teal, Seafoam und Aqua.

16. April 2013

War das aufregend! Mein erster Babyshower. Was für ein famoser Anlass, um wochenlang zu planen (kein Babyshower ohne Farbkonzept), zu stöbern (ich sach nur: www.babybellyparty.de), zu gestalten (vom Cupcaketopper bis zur Wimpelkette), zu verwerfen (nein, eine Swiss Meringue Buttercream ist keine gute Idee für Schwangere, da ist nämlich rohes Ei drin), zu staunen (Windeltorten! Was es nich alles gibt…), zu blättern (Ah ja. Teal, Seafoam und Aqua sind die Farben des Sommers), gepflegt zu kalauern (Traubenschorle = Bäuerchen deluxe), zu fluchen (hat schon mal jemand von Euch Pompoms aufgefaltet? Fieseste Fisselarbeit!) und sich zu freuen (Yay, die erste Fondant-Torte ist wider Erwarten doch nicht im Desaster geendet).

Für alle, die nicht wissen, was ein Babyshower ist – das ist der offizielle Fachbegriff für: Schwangere Freundin haben, Lust verspüren, ein paar Häppchen zu backen – und gemeinsam mit einer Mädelsrunde bei einem lustigen Nachmittag zu verputzen und die schwangere Freundin mit so nützlichen Utensilien wie einer prächtigen Windeltorte oder waschbaren Stilleinlagen zu beglücken. Gnihihihi. Man merkt, dass ich noch nie schwanger war, oder? 

Am Sonntag war es dann soweit. Leider ohne die angekündigte Sonne (und damit ohne gutes Fotolicht). Dafür aber mit ganz, ganz, ganz viel guter Laune – und fast so viel Lachen auf den Gesichtern wie Kalorien auf dem Tisch. 

Gespannt wie ein Flitzebogen bin ich übrigens, ob eine von uns beim Namens-Orakel einen Treffer gelandet hat. Bis dahin nennen wir das kleine-Wunder-to-be einfach weiterhin JJ jr, was sich schnurstraks aus den Anfangsbuchstaben der Eltern-Vornamen ableitet.

Während ich schon lang ein Fan von der La Mortuacienne Pampelmusen-Limo bin, ist der Elbler nur in meinen Einkaufswagen gewandert, weil sein Etikett als einziges halbwegs ins Farbkonzept passte. Aber: Ich werd ihn wieder kaufen. Ist es doch ein köstlicher, spritziger Cider aus Äpfeln vom Alten Land. 

Auf unserem Sweet Table haben sich zu Ehren von JJ jr versammelt:

Die Cake Pops hab ich wieder nach diesem Rezept gemacht – allerdings den Puderzucker halbiert und statt dessen ein paar Esslöffel Sauerkirschkonfitüre ins Frosting gegeben. Das Rezept für die Milky Way Cupcakes habe ich bei Jeanny von Zuckerzimtundliebe gefunden. 

Und hier die weiteren Rezepte:

Lemon Ginger Layer Cake 

Für die Böden

350 g  weiche Butter
350 g  Mehl
350 g  Zucker
Sechs Eier 
Drei Zitronen
Das Mark einer Vanilleschote
Ein gestrichener Esslöffel Backpulver
Zuerst geht es einer Zitrone an den Kragen: Mit einem Sparschäler vorsichtig dünn schälen. Und die Schale in winzig kleine Fitzelchen schneiden. Die werden dann in einem Mörser mit einem Esslöffel Zucker innig vermischt. Alle Zitronen auspressen.  
Die Eier mit Vanille, Zucker und dem Zitronenzucker aus dem Mörser etwa 10 Minuten lang aufschlagen bis sie weiß und schaumig geworden sind. Dann zügig die weiche Butter unterschlagen, Zitronensaft und das Mehl unterziehen. 
Den Teig in vier gleich große Portionen teilen und jede in einem Tortenring (ca 20 cm) backen. 170° Ober-/Unterhitze, etwa 20 Minuten.
Für die Füllung
Ein Glas Ingwer-Zitronen-Konfitüre, z. B. von Chivers. (Wer keinen Ingwer mag, nimmt einfach Zitronen-Gelee.)
125g Heidelbeeren
100g Heidelbeergelee
Wenn die Böden ausgekühlt sind, geht´s ans Stapeln. Legt den untersten Boden auf eine Tortenplatte, bestreicht ihn gleichmäßig mit Heidelbeergelee und verteilt die Heidelbeeren darauf. Zweiten Tortenboden ordentlich darauf legen. Und den mit der Hälfte der Ingwer-Zitronen-Konfitüre bestreichen. Der Ingwer war ein Spontan-Einfall, als ich im Edeka vor dem Marmeladenregal stand. Wer ihn nicht mag kann natürlich darauf verzichten – aber ich fand, dass gerade der Ingwer mit seiner leichten Schärfe famos zum zitronig-süßen Teig passt. Die dritte Füllung besteht ebenfalls aus Ingwer-Zitronen-Konfitüre. Jetzt nur noch den vierten Boden aufsetzen. Und dann darf sich die Torte ein paar Stunden im Kühlschrank oder kühlen Keller ausruhen.  

Für den Crumbcoat
600g weiße Lieblingsschokolade
200g Sahne
Wer die Torte mit Fondant überziehen will, sollte sie vorher „crumbcoaten“. Auf deutsch: Die Krümel einschließen. Sehr gut dafür geeignet ist Ganache. Überhaupt nicht geeignet wäre z. B. eine Sahnecreme. Denn Sahne und/oder Frucht und Fondant vertragen sich so gar nicht. Für eine weiße Ganache schneidet ihr die Schokolade in feine Streifen und übergießt sie mit der kochenden Sahne. Kurz stehen lassen. Dann ordentlich umrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Die lasst ihr dann – am besten über Nacht – ausruhen. 
Um die Torte mit Ganache einzustreichen, erwärmt ihr immer kleine Mengen in der Mikrowelle oder überm Wasserbad und spachtelt dann die Torte schön gleichmäßig damit ein. Das geht am allerbesten mit einer Palette. Wichtig ist, dass ihr eine möglichst hubbel- und kantenfreie Oberfläche schafft. Denn je planer die Unterlage, desto einfach wird es, den Fondant ohne größere Probleme darauf zu verlegen. 
Das crumbcoaten dauert seine Zeit, ich hab bestimmt eine Viertelstunde an der Torte herum gespachtelt.
In den einschlägigen Backblogs wird ja immer dringend zur Anschaffung eines drehbaren Tortentellers geraten. Das macht auch Sinn, denn man dreht wirklich ständig an der Torte herum. Allerdings hab ich einfach die Tortenplatte auf ein Geschirrtuch gestellt, so dass sie sich leicht drehen lässt – hat wunderbar funktioniert. Und ich hab nicht noch ein Teil in der Küche rumstehen.

Für den Fondant Überzug
1 Packung Rollfondant, z. B. von Wilton
Nach Wunsch: Lebensmittelfarbe, gibt´s auch von Wilton
Kokosfett, z. B. Palmin
Einmal-Handschuhe
Kein Witz: Einmalhandschuhe sind DAS Hilfsmittel für Fondant-Torten.
Handschuhe anziehen, ein bisschen mit Kokosfett einfetten und dann kann´s losgehen: 
Zuerst muss der Fondant weich geknetet werden. Wer mag knetet die gewünschte Lebensmittelfarbe gleich mit rein. 
Wenn er richtig schön geschmeidig ist, kann der Fondant ausgerollt werden. Dazu die Arbeitsfläche erst komplett staub-, fussel-, und krümelfrei machen, dann mit einem Riegel Palmin drüber reiben und so einfetten. Das Nudelholz ebenfalls etwas einfetten. Und dann den Fondant dünn ausrollen. Wichtig ist, dass ihr die Fondant-Platte dabei immer wieder bewegt und von der Arbeitsplatte löst. Denn ist sie erstmal festgeklebt, kriegt man sie nicht so einfach wieder los. 
Zwischendurch die Arbeitsfläche einfach immer wieder mit etwas Palmin einfetten, dann geht´s das Ausrollen eigentlich ganz einfach. Der Durchmesser, den eure Fondantplatte haben muss, bemisst sich aus dem Durchmesser der Torte + 2 x der Tortenhöhe in Zentimetern (Ha! Wer hat eigentlich behauptet, dass ich schlecht in Mathe bin?)  
Ist der Fondant ausgerollt, legt ihr locker über die Teigrolle, hebt ihn damit hoch und rollt ihn dann auf der Torte wieder ab.
Jetzt beginnt der heikle Teil. Streicht die Oberseite der Torte schön flach. Die Handschuhe helfen euch, keine fiesen Fingerabdrücke auf der Torte zu hinterlassen. Wie man den Rest der Torte im Idealfall eindeckt, erklärt dieses Tutorial viel besser als ich: Klick 

Ombre Meringue (inspiriert von Donna Hay)

Eines meiner liebsten Desserts nennt sich Pavlova. Und das beste Pavlova-Rezept hab ich bei Donna Hay gefunden. Seitdem ich es kenne, bereite ich alle Baisers nur noch danach zu. Ihr braucht also:
150 ml Eiweiß (so etwa 4 große Eier)
200 g Zucker
Zwei Esslöffel Stärke
Zwei Teelöffel Branntweinessig
Schlagt das Eiweiß so lange auf, bis sich erste Spitzen bilden. Dann kommt der Zucker dazu. Und jetzt schlägt man die Masse, bis sie dick und glänzend ist und ihr Volumen verdreifacht hat. Das dauert so etwa 10 Minuten. Zum Schluss werden fix Stärke und Essig untergehoben.
Für meine Ombre Meringue hab ich die Masse auf vier Schüsselchen verteilt und jedes in einem anderen Türkis-Ton gefärbt. Dann mit einem Esslöffel kleine Häufchen auf ein Backblech setzen und die Meringue etwa 50 Minuten lang bei 120° backen. Im Ofen komplett auskühlen lassen. Dann sind sie außen knusprig und haben innen noch einen zart-weichen Kern. 
Puh. Nach dem ganzen Tra-Ra mit Torte und Meringue kommt jetzt noch was aus der Kategorie Easypeasy.

Yummy Mummy Blueberry Crunch

250g Magerquark
250g Joghurt
Ein Esslöffel Ahornsirup
200g Heidelbeeren
Zerbröselte Baisers
Quark, Joghurt und Ahornsirup verrühren. Creme, Beeren und Baiserbrösel abwechselnd in kleine Gläschen schichten, fertig. DAS geht nun wirklich mal schnell, gell?

Die wunderbaren Cupcaketopper, Hangtags, Becherkleber und Wimpelkettendreiecke hat meine liebe Freundin G. gestaltet.

Die Holzgabeln hab ich bei Amazon bestellt und dann einfach bestempelt.

Becher, Servietten, Pompoms, blaue Candymelts und türkisfarbene Zuckersprinkles sind von hier: http://www.babybellyparty.de/shop/

Fondant, Ausstecher, Tortenringe Cake Pop Stiele, Lebensmittelfarbe und haufenweise großartige Tips hab ich aus dem Handelshaus Laegel. Wenn ihr in Hamburg in der Nähe der Europapassage seid, guckt unbedingt rein, der Shop ist ein klitzekleines Paradies für alle, die gern backen.

Weckgläser und Milchflaschen gibt´s super preiswert bei http://glaeserundflaschen.de/.

Die Tortenplatte war ein Weihnachtsgeschenk meiner Schwester – und die Vase gab´s mal bei http://www.habitat.de/.

Genießt den Tag!

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8 Kommentare

  • Antworten Schwarzwald Maidli 16. April 2013 at 17:42

    Wow, was für schöne Bilder! Da hast du dir viel Mühe gemacht, die sich aber wirklich gelohnt hat. Es sieht alles so bezaubernd schön aus und harmoniert so wunderbar.
    Wenn es bei mir mal so weit ist, hätte ich auch gerne so ne Party 😉
    Liebe Grüße

  • Antworten feel wunderbar 16. April 2013 at 18:04

    Wow..!
    Das sieht nach so einer wunderschönen kleinen Party aus. Deine Mühe hat sich total bezahlt gemacht 🙂
    Die Farben sind wunderschön – Alles ist einfach wunderschön!
    Allerliebste Grüße
    Vivienne

  • Antworten Penny Lane 17. April 2013 at 17:31

    Bin zum ersten mal hier, denn eigentlich backe ich nie… aber wenn ich das hier sehe bekomme ich richtig lust dazu! wie toll alles zusammenpasst und inszeniert und nicht zu vergessen fotografiert ist! du hast dir echt viel mühe gemacht! und diese limos habe ich bei uns im laden noch nie gesehen, allein wegen des designs hätte ich die auch sofort gekauft!
    hach, ich liebe blau-türkis!

    lg
    moni/penny

  • Antworten Schlotti 17. April 2013 at 19:32

    OH WOW!!

  • Antworten Gitti 18. April 2013 at 8:30

    Der absolute Wahnsinn für Auge und Gaumen.
    Wie gut, dass ich beides erleben durfte.
    Es war wundervoll!

  • Antworten Karin 19. April 2013 at 13:03

    Wunderschön! Und so viel Arbeit! Meine Güte, ich werd ganz wehmütig. Für mich hat damals niemand ne Party geschmissen :/ Aber vielleicht beim nächsten Kind. Ich geb die Hoffnung nicht auf 🙂
    Ein tolles Wochenende wünsch ich dir!

    Grüsse, Karin

  • Antworten Evα ♡ 20. April 2013 at 8:09

    Wonderful blog !*

  • Antworten Lollaswelt 22. April 2013 at 9:19

    Waaaahnsinnn!!! Ein Traum…das hast du so schön gemacht – was bist du für eine liebe Freundin!!!! Paß auf, du wirst bestimmt Patentante und mußt dann ab dem ersten Geburtstag die Motto Geburtstagsparties mit dem passenden Buffett ausstatten!

    Danke übrigens für den Tip mit dem Fondant Tutorial … muß ich mir gleich mal "pinnen". Ich bin zwar nicht so die Bäckerin, aber so eine Fondant Torte würde mich ja schon mal reizen 🙂

    Einen ganz wunderbaren Blog hast du da, ich komme bestimmt in Zukunft öfter mal vorbei!

    Liebe Grüße,
    Annette

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