Malediven Reisen

{Malediven Special} Warum Baros mehr als eine Reise wert ist.

1. November 2015

Baros

Es gibt viel zu viele wunderbare Ecken auf der Welt, die erkundet werden wollen. Und viel zu wenig Jahresurlaub dafür. Und dann gibt es diese Orte, die sind so magisch, dass man immer und immer und immer wieder dorthin zurück kehren möchte. So ein Sehnsuchtsort sind für mich die Malediven. Genauer gesagt: Baros. Als dritte Resort-Insel der Malediven wurde Baros schon im Jahr 1973 eröffnet. Damals brauchte ein Dhoni (das typische Boot der Malediver) noch schlappe drei Stunden vom internationalen Flughafen Hulule bis zur Insel. Statt Aircondition kühlte der beständige Seewind die Hütten. Und die Auswahl beim Dinner stellte lediglich vor die Entscheidung „Reis mit Fisch“ oder „Fisch mit Reis“. Die wogenden, von El Nino und Trottel-Tauchern unbehelligten Riffe der 70er hätte ich zu gerne gesehen. Davon abgesehen bin ich durchaus nicht unglücklich über den ein oder anderen Luxus. Chic – aber nicht chichi. Auf Baros findest du kein überkandideltes Interiordesign, steifen Service und lange-Hosen-Pflicht beim Abendessen. Stattdessen: Entspannten Barfuß-Luxus. Das Gefühl, willkommen zu sein. Und so viel Schönheit über und unter Wasser, dass du dich manchmal kneifen musst, weil du´s sonst nicht glauben kannst. Paradies halt. Klingt kitschig. Is aber so.

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Urlaub auf den Malediven ist ein komplett entscheidungsloser Urlaub. Du musst nichts planen, denn du verpasst eh nichts. Die Tage sind eine nichtendenwollende Abfolge aus Essen-Tauchen-Schnorcheln-Sonnenbaden-Cocktails-Essen-Schlafen. Nichts für Menschen mit Hummeln im Hintern, wirklich nicht. Aber perfekt für alle, die auch mal ausgiebig nichts tun können. Wobei Nichtstun ja eigentlich gar nicht stimmt – siehe Essen-Tauchen-Schnorcheln-Sonnenbaden-Cocktails-Essen-Schlafen.

Warum muss man nun ganze 6 mal auf die gleiche Insel – wo es doch schlappe 100 Resort-Inseln und eine wachsende Anzahl an Guesthouses auf Einheimischen-Inseln gibt? Hier kommt meine Top 10 der Gründe, die für Baros sprechen: 

(1) Das Hausriff

Wenn du auf den Malediven bist und den Kopf nicht unter Wasser steckst, dann verpasst du das Beste. Seriously. Deshalb würde ich immer zu einer Insel raten, die über ein nahes Hausriff verfügt. Es gibt nichts Schöneres, als vor deiner Hütte Maske und Flossen anzuziehen und einfach loszuschnorcheln. Ich habe mittlerweile so einige Hausriffe gesehen. Das von Baros rangiert zusammen mit dem von Fesdu / W Resort mit Abstand auf Platz 1. Das liegt an den vielen stationären Schwarzspitzen-Riffhaien, die die Insel umrunden. An den vielen stationären Schildkröten. Am stellenweise sehr schönen Korallenbewuchs (mal sehen, wann der nächste El Ninjo zuschlägt. Ich hoffe, die nächste Korallenbleiche wird nicht so schlimm wie die von 1998). Und an der Vielfalt an Fisch, die du sehen kannst. Jagende Makrelen, korallenknabbernde Papageienfische, Doktorfische beim Feeding Frenzy, Oktopussys beim Liebesspiel, jagende Ammenhaie, stationäre Süßlippen und Fledermausfische und ab und zu sogar vorbei schwebende Adlerrochen – all das kannst du beim Schnorcheln auf Baros entdecken.

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(2) Die Divespots

Das Nord Male Atoll, in dem Baros liegt, hat einige spektakuläre Divesites zu bieten. In der Saison kannst du Manta Rochen am Außenriff vor Paradise Island an Cleaning Stations beobachten. Dort lassen sie sich die Parasiten vom Körper knabbern. Nassimo Thila ist über und über mit Weichkorallen in allen Formen und Farben bewachsen. Und wenn du deine Nase nicht gerade in eine der bunt bewachsenen Caves steckst, siehst du Makrelen, Tunas oder den ein oder anderen Napoleon zwischen den Riffblöcken patroullieren. Wenn die Strömung bei Rameez Place richtig läuft, dann ist dort richtig was los: Weißspitzenriffhaie, Stachelrochen, Tunas, Napoleons, riesige Süßlippen und Zackenbarsche, mit Glück auch paar Grauhaie oder Adlerrochen – Knaller! Wer es lieber gemütlich mag, der wird am Furana Thila glücklich: Doktorfische, die in deinen Luftblasen spielen, Wimpelfischschwärme, Fangschreckenkrebse, Drackenköpfe, Porzellankrebse, Putzergarnelen – hier gibt es auch im Kleinen ganz viel zu entdecken. Fischsuppe satt mit richtigen Wänden aus Blaustreifensnappern haben die Marine Protected Areas Banana Reef und Kuda Haa zu bieten. Das Einzige, was du im Nord Male Atoll kaum sehen wirst, sind Walhaie. Dafür fährst du besser ins Süd Ari Atoll.

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(3) Die Fluo Night Dives

Wirklich atemberaubend waren für mich dieses Jahr zwei Nachttauchgänge am Hausriff. Nicht stinknormale Tauchgänge – sondern so genannte Fluo Night Dives. Du wirst mit einer Schwarzlichtlampe und einem Gelbfilter für deine Maske ausgestattet und siehst so das nächtliche Korallenriff und ganz neuem Licht: Denn viele Korallen (und manch andere Lebewesen) produzieren Proteine, die das sichtbare Licht mit einer längeren Wellenlänge reflektieren, sobald sie mit Schwarzlicht angeleuchtet werden – das sorgt für eine leuchtende Farbenpracht. Warum manche Korallen und Riffbewohner fluoreszieren und andere nicht, das ist bislang übrigens noch nicht eindeutig geklärt.

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(4) Die Tauchbasis

Divers Baros gehört zu den besten Tauchbasen, die ich je erlebt habe. Das Team um die beiden Holländer Karin und Ronny macht Tauchen zum Genuss: Sehr kompetente und super sympathische Diveguides, ein komfortables Fiberglas-Dhoni, Tauchen in kleinen Gruppen (oder – entsprechende Erfahrung vorausgesetzt – selbstständig) und exzellenter Service: Dein Equipment wird für dich zusammen gebaut und hinterher gewaschen. Nach dem Tauchen gibt´s heißen Tee und frisches Obst. Genügend Handtücher und Wasser sind auch immer an Bord.

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(5) Hütten & Strand

Okay, vielleicht ist „Hütte“ nicht gerade der passende Begriff. Deshalb heißen die Hütten auch eigentlich „Villa“. Und die gibt es für jeden Geschmack – und fast jeden Geldbeutel. Von der „einfachen“ Deluxe-Villa (teils am schönsten Strandabschnitt und daher meine persönliche Empfehlung) über die etwas größere Baros Villa mit und ohne Pool bis zu den luxuriösen (und sehr, sehr, sehr teuren) Wasser Villen, die es ebenfalls mit und ohne Pool gibt. Vom puderzuckerweißen Strand, den grünen Palmen und dem in den allerschönsten Türkistönen schimmerndem Meer müssen wir nicht reden, oder? Das ist wirklich so schön wie im Katalog. Wobei… stimmt nicht… eigentlich ist´s sogar noch schöner.

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(6) Das Essen

Ein Urlaub ohne gutes Essen ist kein guter Urlaub. Foodie halt, nech? Auf Baros hast du die Wahl zwischen drei Restaurants mit unterschiedlichen Konzepten. Das Frühstücksbuffet im Lime lässt keinen Wunsch offen. Sekt oder Smoothie? Frische Früchte oder fried Rice? Mailänder Salami oder maledivisches Curry? Das einzig Blöde ist, dass aus dem „oder“ meistens ein „und“ wird.

Abends hast du dann die Wahl: Modern interpretierte Crossover-Cuisine mit asiatischen Einflüssen im Lime? Catch of the day oder Steak im Grillrestaurant Cayenne? Oder Fine Dining im Lighthouse? Must try: Die Lobster Bisque. Vor deinen Augen auf einem Guéridon zubereitet und flambiert. Sehr oldschool. Aber auch sehr sensationell.

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(7) Der Sundowner im Lighthouse

Vielleicht der schönste Ort auf Baros ist die Lighthouse Lounge im ersten Stock. Ein Drink, ein Teller mit Canapés (complimentary! schöne Geste!) – und dazu ein Sonnenuntergang. Schöner kann´s nicht werden.

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(8) Die Menschen

Baros ist keine anonyme Luxus-Insel – Baros hat Herz und Charme. Weil die Menschen, die auf Baros arbeiten, Herz & Charme haben. Manchen von ihnen arbeiten seit über 30 Jahren dort. Sie lieben „ihre“ Insel – und das merkt man.

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(9) Der Service

Nichts finde ich schlimmer als Luxushotels mit steifem Service. Auf Baros ist der genau das Gegenteil. Herzlich. Aufmerksam. Persönlich. Und zwar vom Roomboy bis zum General Manager. Es gibt keinen Butler, der dir den Hintern pudert. Stattdessen Villa Hosts, die unaufgeregt immer dann für dich da sind, wenn du magst.

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(10) Die Nähe zum Flughafen

Raus auf´m Flughafen, rauf auf´s Boot. Und in gerade mal einer halben Stunde bist du auf Baros. Perfekt für alle, die nicht noch lang auf Wasserflieger oder Inlandsflug warten wollen. Vom Fluglärm und Schiffsverkehr rund um die Hauptstadt Male bekommst du auf Baros nichts mit.

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Letzte Woche haben wir Urlaub für 2016 gebucht. Rate mal, wohin.

Genieß den Tag

Conny

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10 Kommentare

  • Antworten Elsa 1. November 2015 at 11:57

    Oh mein Gooottt – das sind alles so wunderschöne Fotos und du bescherst mir grad so Fernweh – das ist gemein. Das ist auch mal noch unser Traum, an so einem schneeweißen Strand entlang zu spazieren – vielleicht wird das ja als Hochzeitsreise mal was – ganz entspannt.

    Darf ich fragen, mit welcher Kamera du die Unterwasserbilder gemacht hast? Die sind ja phänomenal.

    Ganz liebe Grüße
    Elsa

    • Antworten Seelenschmeichelei 1. November 2015 at 21:49

      Liebe Elsa,

      ich drücke die Daumen, dass der Traum ganz schnell wahr wird! Die Unterwasserbilder sind mit einer Canon Powershot S100 gemacht. Sie steckt in einem handelsüblichen Canon UW-Gehäuse.

      Schönen Abend
      Conny

  • Antworten Svenja 2. November 2015 at 12:00

    Oh, das sieh ja so traumhaft aus. Ich bekomme Fernweh 🙂 Liebe Grüße Svenja

    • Antworten Seelenschmeichelei 2. November 2015 at 13:18

      Hier auch schon wieder, Svenja, übelster Fernwehschmerz.

  • Antworten eLLy coloured Wonderland 2. November 2015 at 19:43

    Conny jetzt mal ehrlich, da muss ich schon schimpfen, denn:
    Ich will da jetzt auch hin – sofort!!!
    Am schönsten finde ich das Foto vom Sonnenuntergang vom Lighthouse aus betrachtet, das ist wirklich unglaublich. ..
    Liebe Grüße,
    eLLy

    • Antworten Seelenschmeichelei 3. November 2015 at 12:25

      Ups, Asche auf mein Haupt. 🙂

  • Antworten Carina 2. November 2015 at 21:41

    Hey liebe Conny,
    was für ein zauberhaft schöner Beitrag von einem wirklich traumhaften Ort. Wenn ich deine fantastischen Bilder sehe, bekomme ich auch gleich wieder Sehnsucht und möchte sofort wieder unter Wasser.
    Vor drei Jahren haben wir eine Tauchsafari auf den Malediven gemacht und ich bin immer noch total begeistert. Ich kann dich somit absolut verstehen, dass du immer wieder an diesen einmaligen und unvergleichlichen Ort zurückkehren möchtest.
    Ein wirklich wahnsinnig schöner Beitrag!
    Ganz liebe Grüße
    Carina

  • Antworten Seelenschmeichelei 3. November 2015 at 12:27

    Tauchsafari! Wie toll! Das haben wir noch nie gemacht.
    Lieben Dank für deine lieben Worte.
    Conny

  • Antworten Janna 5. November 2015 at 11:42

    Hach, die Maledive, das letzte Paradies <3
    Darf ich nach dem Reiseveranstalter fragen?
    Ich bin nämlich grad am Durchsuchen für meinen nächsten Trip ins Paradies 🙂

    Liebste Grüße
    Janna

    • Antworten Seelenschmeichelei 5. November 2015 at 13:23

      Hallo Janna,
      wir buchen Flüge und Hotel meistens separat. Für Baros ist die TUI eigentlich immer am günstigsten.
      Welche Inseln kannst du denn noch so empfehlen?
      Fragt fernwehgeplagt
      Conny

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