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Von den Zufällen des Lebens. Und aller-köstlichsten Krapfen, die nicht nur an Neujahr schmecken.

2. Januar 2015
German donut by seelenschmeichelei.blogspot.de

Neunundzwanzigster Dezember Zwotausendvierzehn. Über ganz Deutschland hat sich sacht eine weiße Schneedecke (<- und Facebookfotos lügen nicht, gell?) gelegt. Über ganz Deutschland? Nein. Eine kleine Hansestadt im Norden des Landes ist bislang schneefrei. Bislang. Denn während ich noch die Winterwonderland-Fotos meiner Facebook-Timeline anschmachte, fängt es draußen heimlichstillundleise an zu schneien.

That calls for a Schneespaziergang! Wen kümmert es da schon, dass es draußen längst dunkel ist? Und so stapfen der Lieblingsgatte und ich abends um Neun mit roten Nasen und glückseligem Lächeln durchs Schneegestöber.

 

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Dass wir ein halbes Stündchen später so durchnässt sind, dass wir in die Weinbar ums Eck reinstolpern, in die wir immer schon mal wollten, dort auf eine Handvoll wahnsinnig charmanter Menschen treffen und ganz und gar ungeplant einen feuchtfröhlich-fabelhaften Abend verbringen – das gehört zu den schönsten Zufällen des vergangenen Jahres. Und weil´s so nett war, verbrachten wir auch den folgenden Abend und unser Neujahrsfrühstück dort. Mit homemade Krabbensalat, Thunfisch-Sashimi, dem ein oder anderen Fläschchen Konter-Champagner – und zwei Dutzend Krapfen. Resteessen halt. Joa. Denn das war nur die Hälfte meiner silvestermorgendlichen Krapfen-Produktion (aka Berliner, Pfannkuchen oder Kreppel. Aber ihr wisst ja, was ich meine).

 

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Keine Ahnung, wie ich auf die Idee kam, für gerade mal vier Personen Krapfen aus schlappen 750g Mehl zu backen… Aber so lecker wie die sind, werde ich ihren Verzehr auf gar keinen Fall auf Silvester und Neujahr beschränken. Ungefüllt lassen sie sich nämlich ganz hervorragend einfrieren. Und bei akutem Krapfenjieper (oder zu Fasching) aufbacken.

 

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Achja. Ich akzeptiere ja nur Hiffenmark, also Hagebuttenmarmelade in Krapfen, da bin ich eigen. Aber wer keine Marmelade mag, dem sei gesagt: Man kann sich auch ganz wunderbar einen ordentlichen Klacks Nutella auf die Krapfen schmieren. Scheint dem ein oder anderen ziemlich gut zu schmecken…

 

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Rezept für Krapfen mit Hiffenmark (20 bis 25 Stück)

350g Dinkelmehl plus etwas mehr zum Ausrollen
2 Eier
1/2 Würfel Hefe
125ml Buttermilch, lauwarm
50g Zucker
50g zerlassene Butter
1 Prise Salz 


1 Liter Pflanzenöl zum Ausbacken
150g Hiffenmark zum Füllen (oder eine andere Marmelade bzw. Gelee ohne Fruchtstückchen)
100g Zucker zum Bestreuen


Dinkelmehl in eine Schüssel geben und eine Mulde in die Mitte drücken. Die Hefe in die Mulde bröseln, etwa 25ml der Buttermilch und einen Esslöffel Zucker darüber geben und mit einem Holzlöffel vorsichtig etwas verrühren. Mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und 15 Minuten lang an einem warmen Ort, z. B. auf der Heizung gehen lassen.


Jetzt die restlichen Zutaten zum Vorteig geben und mit dem Knethaken des Mixers oder der Küchenmaschine zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Das dauert je nach Maschinenleistung etwa 5 Minuten. Wieder mit dem Geschirrtuch abdecken, wieder gehen lassen, diesmal 60 Minuten.


Nach der Ruhezeit den Teig mit den Händen auf einer bemehlten Arbeitsfläche ordentlich durchkneten und dann etwa 1cm dick ausrollen. Mit einem Ausstecher (ein kleines Glas geht auch, Durchmesser etwa 4 cm) Krapfen ausstechen und mit ausreichend Abstand zueinander auf ein Backpapier legen.


Teigreste immer wieder verkneten und neu ausstechen – bis kein Teig mehr übrig ist.


Die Teiglinge nochmal 15 Minuten gehen lassen.


Das Öl in einem großen Topf auf etwa 170° erhitzen. Am einfachsten zu kontrollieren ist die Temperatur mit einem Zuckerthermometer. Wer keines hat, nimmt einen Kochlöffel und taucht den Stil ins Fett. Steigen kleine Bläschen auf, hat das Fett die richtige Temperatur.


Jeweils 5-7 Krapfen (je nach Topfgröße) ins Fett gleiten lassen und auf jeder Seite etwa 3 Minuten lang goldbraun ausbacken (und schön vorsichtig sein, ja!). Mit einer Schaumkelle herausheben und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.


Das Hiffenmark in einen Spritzbeutel mit dünner Tülle füllen und die Krapfen damit füllen. Anschließend in Zucker wälzen.

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Habt es schön!

Conny

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11 Kommentare

  • Antworten Sarah 2. Januar 2015 at 15:30

    Liebe Conny,
    deine Neujahrsgeschichte klingt ja traumhaft schön! Man sagt ja immer, dass man diejenigen, mit denen man Silvester feiert, auch das neue Jahr prägen werden. Vielleicht wird das ja bei dir auch so sein!
    Deine Krapfen-Berliner-Kreppel, oder wie man bei uns sagt Pfannkuchen 😉 sehen auf jeden Fall sehr köstlich aus. Ich glaube, mit Hagebuttenmarmeladen habe ich sie noch nie gegessen, sondern eher mit Pflaumenmuss und Erdbeermarmelade. Aber deine Variante klingt einfach super lecker. Vielen Dank für das Rezept!

    Liebe Grüße sende ich dir,
    Sarah

  • Antworten Schwarzwaldmaidli 2. Januar 2015 at 15:40

    Mhhh die Berliner (so heißen sie bei uns) sehen lecker aus!
    Hab schon lange keine mehr gegessen. Das sollte ich mal wieder ändern 🙂
    Liebe Grüße und alles Gute für 2015.
    Anette

  • Antworten seezwerg 2. Januar 2015 at 16:56

    oh, köstlich, ich liebe Krapfen gefüllt mit Hagebuttenmarmelade, ich glaube jetzt fehlt einer auf deinen Fotos hi,hi,hi,
    Liebe Seezwerggrüße

  • Antworten Andrea Preisig 2. Januar 2015 at 19:03

    Liebe Conny
    Bei uns hat es über 6 Tage geschneit und geschneit. Ca. 70 cm hat es hingeworfen! Ich komm nicht mehr um unser Haus rum :-). Leider hat es heute den ganzen Tag geregnet und es schmilzt schon wieder.
    Deine Krapfen sehen total toll aus. Bei uns in der Schweiz nennt man sie "Pfannchueche". Aber mit Hagenbuttenmarmelade hatte ich sie noch nie.
    Liebste Grüsse
    Andrea

  • Antworten Tonkabohne Sabine 2. Januar 2015 at 21:53

    Liebe Conny,
    An Krapfen habe ich mich noch nie herangetraut…
    Die sehen ja sowas von lecker aus 🙂
    Herzliche Grüße,
    Sabine

  • Antworten Naschkatze 3. Januar 2015 at 7:35

    Ein wunderbarer Artikel über die kleinen feinen Glücksmomente! Die Berliner sehen fabelhaft aus! Ich hab mich auch noch nie rangetraut aber deine machen wirklich Lust! 🙂
    Hab ein genussreiches Jahr und mach weiter so! Lg Naschkatze Judith

  • Antworten Magicwoman 3. Januar 2015 at 8:52

    Hallo liebe Conny, bei uns hat es auf 800m eine Woche lang stark geschneit und wir hatten riesige Schneeberge ums Haus, leider hat es gestern und heute stark geregnet und es schmilzt alles wieder weg. Deine Krapfen sehen urlecker aus und werden im Fasching bald von mir nach gemacht.

    Happy New Year

    Andrea

  • Antworten Anonym 3. Januar 2015 at 12:47

    Da ich jetzt schon mehrfach drüber gestolpert bin und mich immer wieder gewundert habe zum Neuen Jahr gleich mal etwas gut gemeinte Besserwisserei 😉

    http://www.duden.de/rechtschreibung/Silvester_Tag_Jahresende

    Das tut dem wunderbaren Artikel sonst natürlich keinen Abbruch. Ein Hoch auf Schnee und Krapfen!

    Liebe Grüße
    Silke

  • Antworten HeuteGibtsGebäck 5. Januar 2015 at 7:27

    Ich liebe frische Berliner, gern mit Marmelade oder Eierlikör-Creme. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich Krapfen noch nie selbst gebacken habe, weil mir eine Friteuse fehlt. Aber natürlich geht es auch in einem großen Topf mit Zuckerthermometer… Dein Rezept und die tollen Bilder Deiner perfekten kleinen Krapfen haben richtig Lust gemacht, es doch mal auszuprobieren. Karneval kommt doch auch schon bald um die Ecke, oder?!? Da geht auch gar nichts ohne leckere Berliner!!!

    Liebe Grüße und alles Gute für das Neue Jahr,
    Tina

  • Antworten cookin' 5. Januar 2015 at 14:55

    Vielen Dank für das Rezept. Ich finde, dass Krapfen/ Berliner selbst gemacht und frisch so viel besser schmecken als gekaufte, dass sich nahezu jeder Grad an Aufwand lohnt. Karneval ist gerettet!!
    Viele Grüße,
    Oliver

  • Antworten Dieter Dietz 18. Januar 2015 at 8:47

    Sehen ja sehr lecker aus, und die Fotos sind schon besonders, Ich beneide dich.
    Schnippelboy

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