Rezepte Süßes & Kleingebäck

Istanbul-Preview: Gebackenes Halva

7. April 2013

Ostern? Das könnte doch eine prima Reisezeit für Istanbul sein, haben wir uns gedacht. Klar, dass nicht nur wir Schlaumeierchens auf diese Idee gekommen sind. Und so haben wir uns diese umwerfende Stadt mit gefühlten Drölf Zillionen anderer Besucher einvernehmlich geteilt.

Einen ausführlichen Travel Guide gibt´s heute noch nicht – dafür muss ich mich erst mal in aller Ruhe durch 32 Gigabyte an Fotos wühlen.

Aber eine kleine Istanbul-Preview, die gibt´s. Und zwar – überraschend, nech? – eine kulinarische. An unserem letzten Abend hab ich nämlich das leckerste Dessert seit langem gegessen. Und das, obwohl türkische Süßigkeiten normalerweise so gar nicht mein Fall sind. Aber für das gebackene Halva, das wir im wunderbaren Inciralti serviert bekamen würd ich so ziemlich alles andere stehen lassen.

 

Halva, das ist eine reichlich klebrige Angelegenheit, die aus einem Ölsamenmus und Zucker oder Honig besteht, und die man gern mit Pistazien, Mandeln, Schokolade oder Nüssen verfeinert. Das leckerste Halva ist in meinen Augen Tahini-Halva und wird auf der Basis von Sesammus hergestellt. Der Sesam mildert die Süße des Zuckers und bringt einen herb-bitteren Touch mit. Okay, aber nicht to-die-for – so hab ich Halva immer wahrgenommen.

Aber – bäng – kaum wird Halva in den Ofen gesteckt, wird daraus eine unfassbar gute Leckerei, bei der man sich übelst die Zunge verbrennen kann vor lauter Gier. (Okay, ich steh eh auf warme Desserts, das macht die Sache irgendwie logisch, gelle?)

 

Natürlich hatte ich nicht den Hauch einer Ahnung, wie unser gebackenes Bitterschokoladen Halva mit Pistazien und kandierten Karotten gemacht wurde. Also hab ich mich gestern kurzerhand mit dem Google-Translator türkisch-deutsch angefreundet und aus den mehr schlecht als recht übersetzten Rezepten von türkischen Foodblogs mein eigenes Rezept gebastelt. Rezept ist fast schon zu viel gesagt… es ist wirklich in Nullkommanix zusammen gerührt:

 

Gebackenes Halva

100g Halva nach Wahl (ich hab Plain Halva und Chocolate Halva verwendet)
40ml Milch
Saft einer halben Zitrone
Mit einer Gabel Halva, Milch und Zitrone zu einer zähflüssigen Masse zerdrücken. In ein ofenfestes Schüsselchen (Premiere für meine niegelnagelneuen Mini-Cocottes, die ich neulich bei Butlers entdeckt hab) füllen und bei 200° ein knappes Viertelstündchen backen. Oder so lange, bis die Oberfläche Blasen wirft und schön braun ist.

 

 

So, ich geh mich jetzt weiter durch die Istanbul-Bilder wühlen und versuche, eine sinnvolle Antwort auf die Frage zu finden, warum ich von jedem Motiv ein Dutzend Fotos machen muss.

Genießt den Tag!

Das könnte dir auch gefallen

3 Kommentare

  • Antworten feel wunderbar 7. April 2013 at 13:29

    Hach … das mit den zich Bildern kenne ich auch nur zu gut! 🙂
    Mit tut es dann immer so leid um die anderen Bilder, die es nicht in den Post geschafft haben 🙂
    Allerliebste Grüße
    Vivienne

  • Antworten KrokodiLina 8. April 2013 at 10:08

    Das klingt wahrlich nach einem Seelenschmeichler-Dessert! Wird demnächst ausprobiert – Danke! Gespannt auf die Istanbulbilder und liebe Grüße hinterlassend
    Dania

  • Antworten Anonym 25. Mai 2013 at 9:26

    DANKE; DANKE; DANKE!
    Bin gerade zurück aus der Türkei und habe genau diese Erfahrung gemacht; mit dem wohl leckersten Dessert das ich jemals zu mir genommen habe.
    Auf der Suche nach dem Rezept bin ich auf dieser Seite gelandet.
    Habe mir die Seite abgelegt und werde mich wohl später anmelden, bin auch an Istanbulbericht(-bildern interessiert, weil ich über Weihnachten dort war.

  • Hinterlasse einen Kommentar

    13 + 6 =