Rezepte Torten & Kuchen

{I have a Crush on fancy Cakes} Ein ganz zauberhafter Pastel Swirl Cake

23. August 2013

Hab ich Euch eigentlich mal verraten, dass einer meiner Lieblingskuchen ein ganz ordinärer Marmorkuchen ist? Aber seit ich mich in schlaflosen Nächten (<- ganz anderes Thema) in der wunderbaren Welt der Foodblogger herum treibe, schleichen sich immer wieder mal ganz andere Kuchenträume in meine Gedanken. Bunte, aufregende, atemberaubende Kreationen, die quasi als Kuchengroupies versuchen, dem Marmorkuchen den Platz an meiner Seite streitig zu machen. Und manchmal, tja manchmal muss ich der Versuchung einfach nachgeben… 

Und deshalb gibt´s heute so einen wunderbaren Fancy Cake. Innen saftiger Schoko-Biskuit, mit Orangensaft und Orangenzesten verfeinert. Außen: Swiss Meringue Buttercream. Die einzige Buttercreme, die ich wirklich lecker finde. Okay, sie ist etwa aufwändiger in der Zubereitung. Aber ich versprech Euch: Es lohnt sich. Ein fantastisches Tutorial für Swiss Meringue Buttercream gibt es bei Sweetapolita. Und auch die Swirl Technik hab ich auf ihrem wirklich grandiosen Blog gefunden. Obacht, wenn ihr ihre Kuchenrezepte ausprobieren wollt: Für deutsche Geschmäcker darf´s eigentlich immer mindestens ein Drittel weniger Zucker sein. 

Orangen-Schoko-Torte


Für die Tortenböden

9 Eier
270g Zucker
220g Mehl
50g Kakaopulver
Abrieb einer Orange
Ein Schuss Orangensaft
Eine Prise Salz
Zuerst den Zucker mit dem Orangenabrieb vermengen. Dann eine
Prise Salz und die Eier dazu geben und 10 Minuten auf höchster Mixer-Stufe
aufschlagen. Wer eine Küchenmaschine hat, hat´s gut. Mit dem Handmixer geht´s
aber auch. Anschließend vorsichtig Orangensaft, Mehl und Kakao unterheben.
Den Teig in drei gefettete und gemehlte Springformen geben
(18cm Durchmesser) und bei etwa 175° Umluft für 15 bis 20 Minuten backen. Die
Stäbchenprobe verrät, ob der Teig fertig gebacken ist. Beide Tortenböden auskühlen lassen.

Für die Füllung

Ein Glas Süße Orangenkonfitüre, z. B. von Schwartau Samt

Für die Swiss Meringue Buttercream

150g Eiweiß (etwa fünf Eier)
250g Zucker
340g Butter
Eine Prise Salz
Und: Ein Zucker-Thermometer. Ein Brat-Thermometer tut´s auch.
Nehmt die Butter aus dem Kühlschrank und schneidet sie in Würfel. 
Gebt Eiweiß und Zucker in eine Schüssel (<- die muss ab*so*lut fettfrei sein, zur Sicherheit am besten etwas Zitrone oder Essig auf ein Stück Küchenkrepp träufeln und die Schüssel damit auswischen). 
Setzt ein Wasserbad auf und erhitzt Eiweiß und Zucker unter konstantem, aber vorsichtigem Rühren darüber. Und zwar so lange, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat und die Masse 70°C erreicht hat. Das überprüft ihr am besten mit einem Zuckerthermometer. Das kostet nicht die Welt und ist wirklich eine gute Anschaffung.
Jetzt geht´s ans Aufschlagen der Meringue: Entweder mit dem Handmixer. Oder mit der Küchenmaschine. Und zwar so lange, bis die Schüssel wieder handwarm ist. Das dauert richtig lang, bei mir gerne mal eine Viertelstunde. 
Ist die Schüssel handwarm (und auch wirklich erst dann!) gebt ihr Stückchen für Stückchen die Butter darunter. Immer so lange weiterschlagen, bis ein Butterwürfel komplett in die Masse eingearbeitet ist und dann den nächsten dazu geben. Nicht wundern, wenn die Buttercreme zwischendurch ein bisschen krisselig aussieht. Einfach weiter schlagen – und die Masse wird sich auf wundersame Weise wieder stabilisieren. 
Zu guter Letzt noch eine Prise Salz oder Vanille-Extrakt oder beides dazu geben. Und fertig ist sie. Die Swiss Meringue Buttercream.

So stellt ihr die Torte fertig

Bestreicht einen Biskuitboden mit der Hälfte der Orangenkonfitüre und setzt den zweiten Boden darauf. Wieder mit Konfitüre bestreichen. Und den dritten Boden aufsetzen.
Jetzt ist´s mal wieder Zeit für den Crumbcoat: Streicht die Torte mit einer dünnen Schicht Buttercreme ein, um die Krümel zu versiegeln. Am einfachsten geht das mit einer Palette. Dann darf die Torte erstmal ein Stündchen im Kühlschrank ausruhen, bevor es weiter geht.
In der Zwischenzeit teilt ihr die Buttercreme in vier Schüsselchen auf. Färbt eine Charge orange, eine Charge knallpink und eine Charge korallrot (dafür mischt ihr orange und pink). Ich nehme wie immer die Farben von Wilton. Aber mit anderen Gelfarben geht´s natürlich auch. Die vierte Charge bleibt weiß.
Wenn die Torte gut durchgekühlt ist, geht´s ans Finish. Setzt die Torte entweder auf einen Drehteller. Oder macht´s wie ich: Ich stelle die Torte auf eine Tortenplatte und stelle die auf ein Geschirrtuch. Dadurch lässt sich die Platte auch ganz gut drehen.
Startet mit Orange. Rührt die Creme noch einmal etwas glatt. Und gebt dann einen großen Klecks auf die Torte und streicht sie mit der Palette glatt. Achtet darauf, dass die Creme etwas über den Rand der Torte hinaus geht.
Jetzt ist Pink an der Reihe. Nehmt etwas Creme mit der Palette auf und streicht Stück für Stück das untere Drittel der Torte ein. Das zweite Drittel der Torte wird dann mit der weißen Creme eingespachtelt. Und das obere Drittel wird korallrot. Keine Angst, wenn das Ganze unregelmäßig aussieht, das soll so!
Zu guter Letzt zieht ihr die Torte ab: Haltet die Palette in einem 30°-Winkel an die Torte, dreht den Tortenständer und nehmt so die ganze überschüssige Buttercreme weg und verblendet die Farben schön miteinander. Jetzt glättet ihr noch die Oberfläche der Torte mit der Palette. Und fertig ist es: Ein wahnsinnig attraktives Torten-Groupie.
Ein wunderbares Step-by-Step Video der Frosting-Technik findet ihr übrigens hier: Klick

Ich weiß, das klingt jetzt alles irre komplex. Aber traut Euch ruhig dran, der Aufwand lohnt sich. Und es ist wirklich viel leichter, als man denken mag. 

Genießt den Tag!

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13 Kommentare

  • Antworten Julia 23. August 2013 at 7:17

    wow der hammer! Die Farben sind so schön geworden und der sanfte übergang, soooo fein!

    Liebe Grüße

    Julia

  • Antworten Schwarzwaldmaidli 23. August 2013 at 7:49

    Das ist ja ein Kunstwerk von Torte. Sieht super aus und die Farben sind so zart und wunderbar!
    Liebe Grüße

  • Antworten Anonym 23. August 2013 at 7:54

    ja das muß ich meinen vorschreiberinen recht geben eine super toll ,fast zu schade zum auffessen

  • Antworten p-moments 23. August 2013 at 7:57

    Die Torte ist wirklich ein Traum in Pastel.
    Einfach zauberhaft schön sieht diese aus.

    Wenn ich mal wieder eine Torte brauche, komme ich bestimmt auf diese zurück…

    LG,
    edina.

  • Antworten Venda 23. August 2013 at 9:06

    Die Torte ist echt wunderschön, und der Schokoladenteig sieht richtig saftig aus!
    Liebe Grüße, Venda

  • Antworten Jessi 23. August 2013 at 9:18

    ein Traum in Pastell, wahnsinnig lecker schaut das aus!!

    Grüßle, Jessi

  • Antworten Karin 23. August 2013 at 11:20

    Yam, Yam 🙂 Hach wie sieht die lecker und luftig aus. Und der Farbverlauf ist super geworden. An so eine Torte habe ich mich ja noch nie getraut, wäre aber auf jeden Fall einen Versuch wert!

    Liebe Grüße, Karin

    • Antworten Seelenschmeichelei 23. August 2013 at 14:17

      Just do it, liebe Karin, es ist echt gar nicht so schwer. Und vor allem: Man kann eigentlich nix falsch machen.

      Auch liebe Grüße
      Conny

  • Antworten Glory 23. August 2013 at 14:29

    Das sieht so unglaublich toll und lecker aus!!! Und schwer 🙂
    Ich glaube das ist noch ne Nummer zu krass für mich… hihi.

    Ganz toll!
    Schönes Wochenende und liebe Grüße
    Glori

    • Antworten Seelenschmeichelei 23. August 2013 at 15:42

      Och, einfach mal versuchen. Es kann eigentlich nix schief gehen, der Farbverlauf wird immer hübsch aussehen. Word!

      Viele Grüße
      Conny

  • Antworten Ein Dekoherzal in den Bergen 24. August 2013 at 9:11

    ma du trauscht uns wos zua,,, sooo scheeeen BEKOMM I DES NIA HI…. oba schaut suuupiii aus.. und sicha LECKA::: los DA NO AN liabn GRUAß do… BIRGIT

  • Antworten Anonym 24. August 2013 at 19:46

    Wenn ich das richtig erkenne, hast du auch noch Fruchtstückchen zwischen die Böden gepackt oder? Welche denn? Und, kann man die einfach so dazwischen tun oder muss da noch irgendwas zu?

    LG

  • Antworten bigapple-girl 26. September 2013 at 14:16

    oh mein Gott,
    sind das herrliche Bilder und leckere Rezepte. Sitz vor dem PC und komm aus dem Staunen gar nicht mehr raus. 🙂 Super toller Blog.

    LG
    Steffi

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