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{Happiness is homemade} Ein paar Gedanken übers Glücklichsein. Und ein paar oberglücklichmachende englische Crumpets.

9. November 2013

Glück. Was für ein großes Wort. Wie oft jagen wir unserem vermeintlichen Glück hinterher? Und wie oft machen wir andere dafür verantwortlich, dass wir unglücklich sind? Die Kerle. Den blöden Nachbarn. Den Hüftspeck. Den Chef. Den Kontostand. Die Familie. Die Umstände. Den Idioten, der uns den Parkplatz weggeschnappt hat.

 

Dabei ist es doch so: Glück ist nichts, was so mirnixdirnix vom Himmel fällt und an deiner Tür klingelt. Glück ist auch eine Frage der Einstellung. Wenn ich mir selbst nicht die Chance gebe, glücklich zu sein, dann werd ich´s auch nie werden. Und wer immer nur dem ganz großen Glück hinterher rennt, der übersieht womöglich, dass an ganz vielen Stellen im Leben ein Stück vom Glück wartet. Kleiner vielleicht. Und einfacher. Aber nicht weniger erlebenswert.

Das Glück kann in Form einer Tasse Tee daher kommen, die einem morgens ans Bett gebracht wird. Oder eines Herbstspaziergangs mit Pfützenhüpfen. Oder (und nein, das ist kein Klischee, sondern die Wahrheit und nix als die Wahrheit) eines Paars Schuhe. Oder einer Nackenmassage. Oder eines Abends mit Freunden. Oder eines guten Gesprächs. Oder eines Liebesfilms, der einen zum Heulen bringt. Oder einer netten Geste.

Für mich ist der Duft von Verveine so ein kleines Glück. Der Blick auf die dicken Pötte auf der Elbe, wenn ich morgens ins Büro fahre. Nikolaus Harnoncourts Aufnahme des Mozart Requiems. Ein gelungenes Foto für den Blog. Sonne, die auf Wasser glitzert. Ein dickerfetternasser Schmatzer von meinem Patensohn. Oder vom Lieblingshund.

 

Mein ganz privates Glück kann aber auch in der Form von Crumpets daher kommen. Kennt ihr die? Crumpets sind köstliche Teilchen aus Hefeteig, der in Ringe gefüllt und in der Pfanne gebacken werden. Traditionell werden sie warm und mit viel guter Butter serviert. Die läuft in die kleinen Löcher auf der Oberseite der Crumpets und macht das Ganze zu einer besonders köstlichen Angelegenheit. Dazu noch ein bisschen Marmelade oder Honig… und ich versprech euch, ihr seid glücklich. Oberglücklich.

 

 

In diesem Sinne: Auch wenn zwischendurch die trüben Novembergedanken pieksen… überlasst das Glück suchen nicht Herrn Rossi. Sondern findet es selbst. Jeden Tag ein kleines Stück.

 

Englische Crumpets

 

350ml lauwarme Milch
350ml lauwarmes Wasser
450g Weizenmehl
5g Trockenhefe oder ein knapper halber Würfel frische Hefe
2 Teelöffel Zucker
1 Teelöffel Salz
1 Teelöffel Backpulver
Etwas Pflanzenöl

 

Hefe und Zucker in der Milch auflösen. Die Mischung auf das Mehl geben und mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer ordentlich verrühren. Jetzt nach und nach das Wasser hinzugeben, bis der Teig eine pfannkuchenteigähnliche Konsistenz hat.
Mit Frischhaltefolie abdecken und eine gute Stunde gehen lassen.
Jetzt nur noch Backpulver und Salz zum Teig geben.
Eine Antihaft-Pfanne mit etwas Pflanzenöl auspinseln und heiß werden lassen. Crumpet-Ringe bzw Dessert-Ringe oder runde Ausstecher ebenfalls fetten und in die Pfanne stellen.
In jeden Ring zwei Fingerbreit Teig einfüllen und etwa fünf Minuten lang braten. Nach dieser Zeit sollten sich lauter kleine Löcher auf der Oberfläche der Crumpets gebildet haben (<- haben sie bei mir aber nicht. Dem Geschmack tut das keinen Abbruch). Befreit die Crumpets aus ihrem Ring, wendet sie und lasst sie nochmal für 2-3 Minuten braten.
Entweder ganz frisch aus der Pfanne servieren – oder kurz vorher nochmal im Toaster aufknuspern.

 

 

 

 

Es lohnt sich übrigens, die ganze Menge Crumpets zu machen. Sie lassen sich nämlich wunderbar einfrieren. Und bei Bedarf einfach im Toaster aufbacken.

Genießt den Tag!

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9 Kommentare

  • Antworten Flowerstar 9. November 2013 at 16:13

    Meine Güte, sehen die köstlich aus! Der Tipp mit dem Einfrieren und Aufbacken stellt mich nur vor ein Dilemma – isch abe doch gar keine Toaster ;)! Vielleicht ein Grund, mir mal endlich einen anzuschaffen :D?

    Liebe Grüße,
    Mareike

    • Antworten Seelenschmeichelei 9. November 2013 at 16:46

      Entweder das Christkind bringt einen Toaster vorbei. Oder du packst die Crumpets einfach in den Ofen zum aufbacken.

      Liebe Grüße
      Conny

  • Antworten heimundherd 9. November 2013 at 16:14

    Wie recht du damit hast Conny! Es gibt so viele kleine Dinge, die in der Summe das große Glück ausmachen! Man muss es nur sehen & genießen!
    Ganz liebe Grüße,
    Nadine

  • Antworten dieZuckerbäckerin 9. November 2013 at 16:21

    Ohhhhh, die sehen aber super lecker und fluffig aus,
    in Kombination mit Butter und Honig..mhhhh
    ein Träumchen
    Herzallerliebste Grüße,
    Eva

  • Antworten Mara 9. November 2013 at 19:08

    Das mit dem Glück sehe ich auch so! 🙂
    Crumpets habe ich mal in England gegessen, die waren toll!

    • Antworten Seelenschmeichelei 10. November 2013 at 12:09

      Ich bin immer ganz erstaunt, wie viele Köstlichkeiten in England warten. Das entspricht so gar nicht den gängigen Vorurteilen.

  • Antworten einfallsReich amy k. 10. November 2013 at 7:24

    ein glückspost der mich begeistert 😉 lecker, liebevoll, wunderschön!
    herzlichste grüße & wünsche
    amy

  • Antworten Frau M. vom zehnten Stock Links 10. November 2013 at 15:37

    Toller Post! Spricht mir aus der Seele, aber manchmal ist es halt doch nicht ganz so einfach, möglichst das Positive zu sehen. Aber ich bin ganz bei Dir, wenn Du schreibst, daß gerade die kleinen Dinge es meist sind, die uns kurz verweilen lassen.

    Wegen der crumpets muss ich gerade arg an mich halten, das nicht sofort auszuprobieren…yammie!

  • Antworten Geschwister Gezwitscher 11. November 2013 at 20:41

    Schöne Worte zum Thema Glück. Ich kann dir nur zustimmen. Vielmzu oft machen wir unser Glück von anderen abhängig.
    Und deine Crumpets, hhmmm. Hab ich noch nie gesehen oder gegessen, stelle ich mir aber köstlich vor. Und dann noch mit Butter…. Frühstücksbrötchen deluxe. 😉
    Liebste Grüße, Eva

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