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{From Root to Leaf} Blumenkohlsuppe

19. Februar 2017

Geröstete Blumenkohlsuppe | seelenschmeichelei.de

Valentinstag, dieser kommerzielle Tag der Liebe (oder gar Tag der kommerziellen Liebe? Wer weiß das schon so genau?) geht ja traditionell völlig an mir vorbei. Verordnete Zwangs-Romantik mit Allerwelts-Liebesschwüren auf puscheligen Polyester-Plüschtieren, Pralinen im Pappherz und Blumen in Zellophan mit Herzchen druff sind mir ein Graus. Wenn in meiner Beziehung an den übrigen 364 Tagen des Jahres keine Romantik herrscht, dann reißt´s das überteuerte Candle Light Dinner am Valentinstag eben auch nicht raus. 

Viel, viel, vieeeeeel romantischer ist es ja, wenn der Lieblingsmann ganz ohne Anlass und ganz ohne Zellophanverpackung an einem ganz normalen Montag genau das Kochbuch schenkt, das bei mir ganz oben auf der Liste steht. Und zwar ohne, dass ich es irgendwann mal erwähnt hätte. Einfach nur, weil er dachte: Passt. Ja, that´s what I call Romantik.

Geröstete Blumenkohlsuppe | seelenschmeichelei.de

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Das Buch heißt „From Root to Leaf“ und ist quasi das vegetarische „From Nose to Tail“. Warum essen wir nur die Karottenwurzel, werfen das Grün aber weg? Alles vom Gemüse essen (naja, solange es genießbar ist, eh klar) – das ist das Credo der Autoren. Und so geht es – neben einem extrem umfangreichen und guten Warenkundeteil – um die Verwendung von Stiel und Rippe, von Strunk und Kernen, von Wurzeln und Blüten.

Und deshalb gibt´s heute Blumenkohl from root to leaf für euch: Eine Suppe aus gerösteten Blumenkohlröschen, dazu den Blumenkohlstrunk fein gewürfelt als Suppeneinlage und ein nussig-frisches Pesto aus Blumenkohlblättern und gerösteten Haselnüssen.

Überhaupt sind Haselnüsse und Blumenkohl eine ziemliche Traumkombi. Und wie bei rote Bete tut ein Aufenthalt im Ofen auch dem Blumenkohl geschmacklich unfassbar gut.

Im Buch werden Blumenkohlblätter übrigens zu einem Curry verarbeitet – auch eine tolle Idee!

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Geröstete Blumenkohlsuppe mit Haselnüssen und Blumenkohlblatt Pesto

Für die Suppe

750g Blumenkohlröschen (etwa 1 großer Blumenkohl)
8 Zehen Knoblauch
Saft und Abrieb einer halben Bio Zitrone
1 Esslöffel Olivenöl
1/2 Teelöffel Koriandersamen
1/2 Teelöffel Kreuzkümmelsamen
Meersalz
400ml Schafsmilch (oder jede andere Milch, die du magst)
200 – 250ml Wasser 

Koriander und Kreuzkümmel ohne Fett in einer Pfanne anrösten, bis sie duften, dann im Mörser fein mahlen.

Blumenkohlröschen und Knoblauchzehen mit den Gewürzen, Zitronenschale und -saft, Salz und Olivenöl mischen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und im Ofen bei 200° Umluft etwa 30 Minuten lang rösten, dabei zwischendurch durchrühren. Der Blumenkohl soll Farbe nehmen, aber natürlich nicht verbrennen.

Anschließend zusammen mit Schafsmilch und Wasser pürieren, mit Salz und Zitronensaft abschmecken und auf kleiner Flamme sanft wieder erwärmen. Falls die Suppe noch zu dick ist, mit einem weiteren Schuss Wasser für die richtige Konsistenz sorgen. Wer mag, behält ein paar geröstete Röschen zurück und setzt die später auf die Suppe.

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Für die Einlage

1 Blumenkohlstrunk
2 Esslöffel gehackte Haselnüsse
1 Esslöffel Za´atar
1 Esslöffel Olivenöl

Den Blumenkohlstrunk fein würfeln. Blumenkohlwürfel und Haselnüsse im Öl etwa 3 Minuten lang rösten, dann mit Za´atar und ein paar Flocken Meersalz abschmecken.

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Für das Blumenkohlblatt Pesto

100g Blumenkohlblätter
50g geriebener Gruyere
2 Esslöffel gehackte Haselnüsse
75ml Haselnussöl
Ein Spritzer Zitronensaft

Meersalz

Die Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie duften. Abkühlen lassen.

Die Blumenkohlblätter (dicke Blattrippen entfernt) grob hacken und mit dem Käse, den Haselnüssen und einer Prise Meersalz in einen Food Processor / Blender geben. Das Haselnussöl dazu gießen und so lange pürieren, bis ein geschmeidiges Pesto entstanden ist. Mit Zitronensaft abschmecken. 

Für die Suppe brauchst du nur zwei, drei Löffelchen Pesto. Der Rest hält sich im Kühlschrank (am besten mit Öl bedecken) mindestens eine Woche. Schmeckt toll zu Pasta, Zucchini-Nudeln oder als Brot-Aufstrich.

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Zum Anrichten

Die Suppe in tiefe Teller gießen, die Einlage in einem breiten Streifen darauf verteilen, ein paar Pesto Kleckse und Blumenkohlröschen darauf setzen und etwas Zitronenabrieb darüber streuen.

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Genießt den Tag!

Conny

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14 Kommentare

  • Antworten Denise 20. Februar 2017 at 11:59

    Ohhh das gefällt mir und das Kochbuch wird gleich mal beäugt.
    Danke für den Tipp, das Rezept ist schonmal ganz nach meinem Geschmack 🙂

    Liebe Grüße,
    Denise

    • Antworten Seelenschmeichelei 20. Februar 2017 at 19:33

      Ich glaub, du würdest es mögen, das Buch. 🙂
      Auch liebe Grüße

  • Antworten Ye Olde Kitchen 20. Februar 2017 at 12:22

    Liebe Conny,
    das sieht lecker aus und deine Fotos sind wie immer Bombe! Das Buch steht bei uns auf der Liste auch ganz oben, da wir ja dieses Jahr an unserem Biomüll-Verbrauch arbeiten wollen. Sieht so aus, als ob wir schnellstmöglich zum Buch-Dealer des Vertrauens gehen müssen.
    Liebste Grüße, Eva

    • Antworten Seelenschmeichelei 20. Februar 2017 at 19:34

      Oja, Biomüll-Verbrauch senken wär hier auch ne notwendige Maßnahme…
      Ich find das Buch richtig klasse und kann´s nur empfehlen.
      Liebe Grüße an euch!

  • Antworten brittakama 20. Februar 2017 at 20:49

    Über das Buch hab ich auch schon gelesen und fand das Konzept sehr interessant 🙂 vor allem, wenn man selbst Gemüse anbaut und so viele knackfrische (Bei-)Blätter etc. zur Verfügung hat, da freue ich mich immer über kreative Verwendungsmöglichkeiten.

    • Antworten Seelenschmeichelei 21. Februar 2017 at 21:45

      Ja, beim selbst gezogenen Gemüse kann man auch sicher sein, dass nix dran ist, was da nicht hingehört.

  • Antworten Lars 20. Februar 2017 at 21:29

    Hmm die Suppe hört sich toll an und sieht auch sehr gut aus.

    Als alter Kochbuch-Junkie sollte ich mir das Buch auch mal zulegen! 🙂

    LG
    Lars

    • Antworten Seelenschmeichelei 21. Februar 2017 at 21:46

      Uuuuunbedingt. Macht sich auch gut als Coffee Table Book, hihi.

  • Antworten Sandy 20. Februar 2017 at 22:28

    Gute Rezept Idee, muss ich auch mal probieren!
    Und sehr schöne Fotos 🙂
    Liebe Grüße

    • Antworten Seelenschmeichelei 21. Februar 2017 at 21:46

      Vielen Dank!

  • Antworten Dési/Jokihu 21. Februar 2017 at 20:19

    Tolles Rezept. und das Buch gucke ich mir gleich mal an….
    Liebe Grüße
    Dési

    • Antworten Seelenschmeichelei 21. Februar 2017 at 21:46

      Danke! Ja, unbedingt angucken.

  • Antworten Herr Lagerfell 23. Februar 2017 at 12:01

    supertoll!!
    Probier ich in der Art heute gleich mal aus!! Ich glaub ich werde noch fritierte Kapern dazu probieren.

    • Antworten Seelenschmeichelei 23. Februar 2017 at 13:25

      Aaah, frittierte Kapern. Sehr gute Idee!

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