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Foodpairing? Dishpairing! Jakobsmuscheln | Wasabi | weiße Schokolade | grüner Apfel

10. Januar 2016

Jakobsmuscheln-Schokoladen-Wasabi-Butter-Titel

Festhalten bitte, heute wird´s verrückt. Naja, zumindest könnte es auf den ersten Blick verrückt wirken, Jakobsmuscheln mit einer aufgeschlagenen Wasabi-Schokoladen-Butter und einem Apfel-Radieschen-Salat zu kombinieren. Tatsächlich ist es aber eine wunderbare Liaison der Aromen. Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an, nech? Die nussige Jakobsmuschel verträgt sich ganz hervorragend mit der dumpfen Süße der weißen Schokolade. Von hinten kommt dann der klitzekleine Wasabi-Kick ums Eck. Grüner Apfel und Radieschen bringen Frische, Säure und Crunch ins Spiel.

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Ungewöhnliche Geschmackskombinationen haben mich ja schon als Kind sehr, sehr glücklich gemacht. Bevorzugt aß ich Zwieback mit Leberwurst, Käse mit Erdbeermarmelade, Tomatenhering aus der Dose (Ja! Dose!) mit Apfel und Banane mit Tiroler Speck. Zack, Foodpairing am elterlichen Abendbrottisch, zwischen „Ein Colt für alle Fälle“ und „Die Wicherts von Nebenan.“

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Aber eigentlich geht´s doch heute gar nicht um Foodpairing, sondern um – eben erfunden – the latest hot shit: Dishpairing! Weil ich mir diese wunderschönen Schalen New Norm Serie von Menu gegönnt habe und unbedingt ein Gericht brauchte, das sie ordentlich in Szene setzt. Joa. Bei uns wird nicht das gekocht, worauf man Appetit hat. Sondern das, was gut zum neuen Geschirr passt. Bin ich eigentlich schrullig? (<-Ehem. Rhetorische Frage. Antwort überflüssig.)

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Jakobsmuscheln mit Apfel-Radieschen-Salat und weiße Schokolade-Wasabi-Butter (als Vorspeise für vier)

Für die Jakobsmuscheln

8 Jakobsmuscheln

1 Teelöffel Butter

Fleur de Sel

Die Butter in einer beschichteten Pfanne aufschäumen. Die Jakobsmuscheln darin 2-3 Minuten pro Seite braten. Sie sollen schön braun werden, innen aber noch glasig sein.

Für den Apfel Radieschen Salat

6 Radieschen

1 Granny Smith Apfel

2 Esslöffel Apfelsaft (idealerweise aus grünen Äpfeln)

1 Spritzer Zitrone

1 Teelöffel Ahornsirup

1 Esslöffel bestes Olivenöl

Eine Prise Fleur de Sel

Radieschen und Apfel waschen und in gleichmäßige Würfel von etwa 5mm Kantenlänge schneiden. Die restlichen Zutaten verrühren und mit Apfel- und Radieschenwürfeln vermengen. Bis zum Servieren möglichst luftdicht abdecken, damit der Apfel nicht braun anläuft.

Für die Schokoladen-Wasabi-Butter:

50g weiche Butter

20g weiße Schokolade, z. B. Valrhona Opalys

15g Wasabi aus der Tube

Ein paar Körnchen Fleur de Sel

Die Butter etwa fünf Minuten lang aufschlagen, bis sie weißschaumig ist. Währenddessen die Schokolade bei geringer Hitze schmelzen. Wasabi und abgekühlte Schokolade in die Butter rühren. Mit Salz würzen. In einen Spritzbeutel füllen. Für das Rezept brauchst du nur etwa die Hälfte der Schokoladen-Wasabi-Butter – es lohnt sich aber, gleich etwas mehr zuzubereiten.

Eine ähnliche Butter durfte ich vor einiger Zeit einmal bei einem Wettbewerb verkosten und fand sie sensationell lecker. Ich hab den Geschmack daher einfach mal nachgebaut.

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Zum Anrichten

Pro Person zwei Jakobsmuscheln auf einen Teller setzen. Etwas Apfel-Radieschen-Salat außen herum geben. Auf jede Jakobsmuschel einen Tupfen Wasabi-Butter spritzen. Wer mag, dekoriert noch mit den leuchtend pinkfarbenen Radieschensprossen.

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Ich bin neugierig. Für welche verrückten Geschmackskombinationen schlägt euer Herz?

Genießt den Tag.

Conny

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9 Kommentare

  • Antworten HIMMELSSTÜCK 10. Januar 2016 at 11:45

    Wow – das ist ja auch richtig was fürs Auge! Tolle Kombi, die würde ich mir gerne auch mal auf der Zunge zergehen lassen. Was für ein Getränk würdest du dazu empfehlen?
    Ich mag Leberwurst mit gebratenen Apfelringen und Gouda mit Nutella. Sachen gibt’s! 🙂
    Liebe Grüße!

    • Antworten Seelenschmeichelei 10. Januar 2016 at 12:37

      Leberwurst mit Apfelringen! Nomnom, ich komm vorbei. Gouda mit Nutella find ich auch ganz schön irre.

      Nun zum Getränk. Ich finde, Wein muss es sein. Eine Riesling Spätlese könnte ich mir dazu vorstellen. Wenn es etwas „schmelziger“ sein soll, dann wäre ein Weißburgunder auch was Feines. Chardonnay, gerade ein holziger, wäre zu viel des Guten.

      Auch liebe Grüße!

  • Antworten Tabea 10. Januar 2016 at 19:49

    Also früher habe ich Pfefferbrot mit Nutella geliebt, zählt das schon als ungewöhnliche Kombination?
    Jetzt mag ich das allerdings auch nicht mir essen, weil mir Nutella zu ungesund ist…
    Muscheln kann ich überhaupt nichts abgewinnen – weder Geschmack noch Konsistenz sind für mich erträglich, von daher wird das mit dem Nachkochen hier garantiert nichts…

  • Antworten Jens 11. Januar 2016 at 10:04

    Geilo.

    Tolles Gericht und genau nach meinem Geschmack. Schön simpel und geradlinig. Dennoch wird neben Seele und Gaumen hier auch noch dem Auge geschmeichelt 😉

    • Antworten Seelenschmeichelei 11. Januar 2016 at 15:35

      Dankeschöööön.

  • Antworten Catarina Rosegold 11. Januar 2016 at 11:53

    Ich liebe ungewöhnliche Geschmackskombinationen, andere denken da meist ich hätte irgendeinen schaden! Käse mit Marmelade, mhhhhhh! Das Gericht hört sich auf den ersten Blick sehr gewöhnungsbedürftig aus, aber ich kann mir die Kombi so gut verstellen. Willst du mich nicht einmal bekochen? 🙂
    Liebe Grüße und einen guten Start in die Woche,
    Catarina von http://www.catarinarosegold.com

    • Antworten Seelenschmeichelei 11. Januar 2016 at 15:36

      Wann biste in Hamburg? Dann bekoch ich dich. 🙂
      Liebe Grüße!

  • Antworten Arthurs Tochter 12. Januar 2016 at 10:51

    Ich bin so froh, augenscheinlich nicht die einzig Bekloppte zu sein, die Geschirr sieht und gleich darüber nachdenkt, was sie dazu/darauf kochen könnte 🙂
    Ansonsten habe ich natürlich überhaupt keine außergewöhnlichen, gar seltsamen, Lieblingskombinationen, weil alles, was ich toll finde, ja auch toll ist und selbst_ver_ständ_lich allen anderen auch schmeckt *hihi*

  • Antworten PetraL 16. Januar 2016 at 2:54

    Das ist ja eine coole, andere Idee. Ich würde es auf jeden Fall probieren:-)
    Liebe Grüße, Petra von Papier und Tintenwelten

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