Asiatisch Malediven Reisen Rezepte

{Eine Portion Inselglück} Maledivisches Bananen Curry mit Thunfisch und Roshi.

25. Juni 2014

 

Es gibt so viele Ecken auf der Welt, die ich noch sehen möchte (und by the way: viel zu wenig Urlaubstage dafür): Die Galapagos Inseln. Island. Die Bretagne. Vietnam. Südtirol. West Papua. Das Loire Tal. Nepal. St. Petersburg. Myanmar. Um nur einige wenige zu nennen. Aber immer, wenn die Urlaubsplanung dann konkret wird, schleicht sich dieses ganz bestimmte Inselparadies wieder vehement ins Gedächtnis. Auf immer und ewig mein Herz gestohlen haben sie. Die Malediven. Ganze sieben Mal waren wir jetzt schon da. Davon fünf Mal auf meiner allerliebsten Lieblingsinsel. Baros. Eins der ersten Maledivenresorts, eröffnet zu einer Zeit, als es noch ein echtes Abenteuer war, überhaupt dorthin zu gelangen. Als es auf den wenigen Hotelinseln noch reichlich einfach zuging. Kein warmes Wasser. Klimaanlage erst recht nicht. Und auf dem Speiseplan stand entweder Reis mit Fisch. Oder Fisch mit Reis.

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30 Jahre später ist Baros immer noch ein tropisches Paradies. Aber mittlerweile mit allem Komfort – ohne dabei überkandidelt zu wirken. „The Essence of the Maldives“ – das will Baros sein. Und das ist es auch. Nirgendwo habe ich einen persönlicheren und liebevolleren Service genießen dürfen. Nirgendwo besser geschlafen. Mich nirgendwo wohler gefühlt.

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Denn Baros ist…

… Balsam für die Seele: Alle Gebäude sind wunderschön in die Insellandschaft integriert. Kokospalmen, Bougainvillea, Hibiskus, Scaevola Büsche, Mimosen, Screw Pines… ganze sieben Gärtner kümmern sich um die Gartenanlage. Die Strände sind strahlend weiß, die Lagune leuchtet in den schönsten Türkistönen. Ich könnte den ganzen Tag nur daliegen und aufs Wasser schauen. Oder Einsiedlerkrebsen beim Buddeln zugucken. Und das Beste: Man fühlt sich den ganzen Tag, als sei man allein am Strand.

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… entspannter Barfuß-Luxus: Kein Chichi. Keine fancy Poollandschaften. Kein Unterwasser Nightclub. Dafür liebevoll gestaltete Villen. Natürliche Materialien. Ausreichend Privatsphäre. Halboffene Bäder mit Rainfallduschen. Großartige Matratzen. Und einen so aufmerksamen wie unaufdringlichen Service. Geführt wird Baros von einem überaus charmanten maledivischen General Manager. Er ist – wie viele seiner Mitarbeiter auch – schon seit langen Jahren dort. Und man merkt, wie sehr ihm seine Insel am Herzen liegt. Dieses Jahr durften wir mit ihm sogar bei einer Back-of-House-Tour einen Blick hinter die Kulissen werfen. Die ganze Infrastruktur, die ganze Insellogistik und alle Staff Quarters sind nämlich unauffällig im Inselinneren untergebracht.

 

 

… ein Unterwasser-Paradies: Es wäre fast schon eine Schande, Baros zu besuchen, ohne den Kopf unter Wasser zu halten. Denn das Hausriff gehört zu den besten, die wir je beschnorchelt haben. Eine wunderschöne, intakte Korallenlandschaft. Und dazu: Schildkröten, Schwarzspitzenriffhaie, Oktopusse, Stachelmakrelen, Ammenhaie, Muränen – und die üblichen bunten Rifffisch-Verdächtigen wie Doktorfische, Fledermausfische, Anemonenfische, Fahnenbarsche, Süßlippen undundund. Mit Glück sieht man auch mal Adlerrochen oder Stachelrochen vorbei ziehen. Und mit noch mehr Glück (und zur richtigen Jahreszeit) sogar den ein oder anderen Manta. Und auch das Tauchen ist fantastisch. Zum einen, weil großartige Riffe wie Okobe Thila, Nassimo Thila, Rameez Place oder der Manta Point vor Paradise Island warten. Zum anderen, weil das Tauchen perfekt organisiert und gleichzeitig ein großer Spaß ist. Zum Team gehören nicht nur famose Diveguides, sondern auch eine Meeres Biologin.

 

 

 

 

 

 

… ein Schlaraffenland für Foodies: Gleich drei Restaurants und zwei Bars, alle am und über dem Wasser. Man kann romantische Dinner auf der wenige Bootsminuten entfernten Sandbank erleben. Oder beim Beach BBQ mit den Füßen im Sand unterm Sternenhimmel schlemmen.  Das Highlight ist das Lighthouse, das Fine Dining Restaurant. Erst zum Sundowner in die Lighthouse Lounge im ersten Stock. Und anschließend auf eine live am Tisch flambierte Lobster Bisque und ein „Tuna Rossini“ runter ins Restaurant. Schöner kann ein Tag nicht enden.

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Noch nicht auf der Karte steht übrigens das maledivische Bananencurry, das Ibrahim, einer der Lighthouse-Chefs extra für uns zubereitete. Im Original kommt geräucherter Thunfisch hinein. Der ist mir zu Hause aber noch nie untergekommen. Aber auch mit frischem Thunfisch schmeckt es fabelhaft. Vegetarier lassen den Fisch einfach weg. Zum Curry gibt es Roshi, maledivische Fladenbrote, die ganz fix gemacht und einfach köstlich sind.

 

 

Maledivisches Bananen Curry mit Thunfisch (für 4 Personen)

400g Kochbananen, geschält, halbiert und in 2 cm lange Stücke geschnitten
400g Thunfisch in Sashimiqualität, in 2cm große Würfel geschnitten
1 Esslöffel Ghee (Oder Butterschmalz. Oder hochwertiges Öl.)
300g Schalotten, fein gewürfelt
3 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
3 cm Ingwer, fein gewürfelt
1 Dose Kokosmilch
200ml Wasser
4 Esslöffel Tomatenmark
2-4 grüne Chilischoten
etwa 20 Curryblätter
1 Pandanussblatt, in 1cm große Streifen geschnitten
2 Esslöffel Currypulver
1 Esslöffel Kurkuma
1/2 Teelöffel Zimt
1 Esslöffel Kreuzkümmel, ganz
5 Korianderkapseln, zerstoßen
5 Gewürznelken
1 Limette
Salz und Ahornsirup zum Abschmecken
Die Kochbananenstücke eine Viertelstunde lang in kochendem Salzwasser garen.
In der Zwischenzeit Kreuzkümmel, Korianderkapseln und -samen sowie die Gewürznelken ohne Fett in einer Pfanne rösten, bis sie durften. Etwas abkühlen lassen und fein mörsern.
Zwiebeln und Knoblauch in Ghee rösten. Nacheinander alle Gewürze, Chilis und Blätter dazu geben und etwa fünf Minuten weiter rösten, bis sich alle Aromen gut vermengt haben. Tomatenmark einrühren und kurz mitrösten. Dann mit Wasser aufgießen und gute fünf Minuten köcheln lassen.
Zu guter Letzt Kochbananen und Kokosmilch zugeben. Mit Salz, Limettensaft und ggf. Ahornsirup abschmecken. Wer Thunfisch mag, gibt die Thunfischwürfel erst ganz am Schluss zum Curry. Sie sollen innen noch roh sein.
Zum Curry passen ganz ausgezeichnet Roshi: Die maledivische Form der indischen Roti. Sie sind im Handumdrehen gemacht und einfach köstlich.

 

Maledivische Roshi (8 dünne Fladen)

180g Weizenmehl
120ml kochendes Wasser
3 Esslöffel gutes Pflanzenöl
Eine ordentliche Prise Salz
Das Mehl in eine Schüssel geben, eine kleine Mulde in die Mitte machen und das Öl hineingießen. Jetzt alles mit kochendem Wasser überbrühen. Mit einem Metalllöffel vermengen, bis das Ganze soweit abgekühlt ist, dass du den Teig mit den Fingern weiterkneten kannst. Und zwar so lange, bis er schön glatt und elastisch ist.
Den Teig in 8 gleich große Kugeln teilen und jede davon so dünn wie möglich ausrollen.
Eine Pfanne richtig heiß werden lassen und dann auf mittlere Hitze zurück schalten. Die Roshi nacheinander braten und dabei wenden, sobald die Oberfläche Blasen wirft.

Ich träum jetzt noch ein bisschen vom nächsten Besuch auf den Trauminseln. Und wünsche Euch den allerschönsten Tag!

Conny

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11 Kommentare

  • Antworten dieZuckerbäckerin 25. Juni 2014 at 7:47

    Hallo Conny,
    wunderschöne Bilder und das Curry sieht fantastisch aus!
    großartiges Rezept!
    herzlichst,
    Eva-Maria

  • Antworten Tammy 25. Juni 2014 at 7:58

    Wunderschöne Bilder und noch schönere Beschreibungen.
    Das Curry sieht köstlich aus!

  • Antworten Whitelivingno7 25. Juni 2014 at 8:12

    Hallo liebe Conny,
    oh man. Da bekommt man aber echt Fernweh. Wenn ich das so sehe würde ich jetzt gerne die Koffer packen und heute Abend noch los fliegen. Aber vielleicht werde ich mir heute Abend das Curry zubereiten und mir die bilder nochmal rauf und runter ansehen und davon träumen dort am Strand zu liegen 🙂
    Ganz liebe Grüße
    Linda

  • Antworten Nadine Burck von Dreierlei Liebelei 25. Juni 2014 at 9:33

    Wunderbarer Post!

  • Antworten Sarah Se 25. Juni 2014 at 10:02

    Soein schöner Bericht, der mein Fernweh nicht gerade kleiner werden lässt ;D

    LG Sarah

  • Antworten Jana 25. Juni 2014 at 20:24

    Die Malediven stehen auch noch ganz oben auf meiner Liste! Bei deinen Bildern festigt sich mein Wunsch auf jeden Fall 🙂

  • Antworten gutesfuerleibundseele 25. Juni 2014 at 20:31

    Jetzt hast du´s geschafft. Ich hab FERNWEHHHHH!!!! Wundervolle Fotos…ein Paradies. Dies Bilder nehme ich heute mit in meine Träume 🙂
    Baros. Das werde ich mir auf jeden Fall merken.
    Gute Nacht, und danke für die Inspiration (Traumurlaub & Rezept).
    Renate

  • Antworten Tonkabohne Sabine 27. Juni 2014 at 4:19

    Liebe Conny,
    Ein wunderbarer Post…
    Ich würde auch mal gerne auf die Malediven, wenn ich Deine Bilder so anschaue, bestätigt mich das 🙂
    Ein leckeres Gericht!
    Wir fahren heute Nacht in die Bretagne, 14 Stunden Autofahrt, dann sind wir am Ende der Welt…
    Herzliche Grüsse,
    Sabine

    • Antworten Seelenschmeichelei 27. Juni 2014 at 12:33

      Ach, wie toll! Mein bester Freund ist gerade aus der Bretagne wieder gekommen und schwärmt sehr. Schönen Urlaub!
      Conny

  • Antworten All the Nice Things 30. Juni 2014 at 12:14

    Die Malediven, eins der letzten Paradiese auf dieser Welt <3
    Auf Baros war ich noch nicht…. Über welchen Reiseveranstalter ging die Reise denn, wenn ich mal so frech fragen darf?

    Liebste Grüße
    Janna

  • Antworten Anett E. 30. Juni 2014 at 20:47

    Ach da kommt Fernweh auf 🙂 sehr sehr schöne Fotos 🙂

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