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Ein lauwarmer Buchweizen Clafoutis mit Kirschen sagt: Schön, dass du hier bist!

19. Juli 2015

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Tadaa. Geschafft. Nach zweieinhalb Jahren ist die Seelenschmeichelei ins eigene Zuhause umgezogen. Tschüß Blogger. Hallo WordPress, selfhosted. Ein bisschen fühlt es sich an wie damals, als ich in meine erste eigene Wohnung gezogen bin. Nach Studentenwohnheim (das Bad teilten sich zwei Personen, die Küche gleich dreizehn) und klassisch-Berliner WG (Ofenheizung, Dusche in der Küche und eine Toilette, bei der man die Wahl hatte: entweder hinsetzen oder Tür zu) waren die ersten eigenen dreißig Quadratmeter in Berlin Moabit das reinste Paradies. Sanierter Altbau. Eigenes Bad. Fernwärme. Meins. Was machte es da schon, dass das Haus außerhalb meiner Wohnung noch geschätzte 3 Jahre nach meinem Einzug eine üble Baustelle blieb. Und dass abwechselnd Warmwasser und Heizung ausfielen. Manches war provisorisch. Manches unperfekt. Aber mit der Zeit wurde es genau das Zuhause, dass zu mir passte.

Hier auf der eigenen Domain soll es genau so werden. Wir haben in den letzten Wochen ordentlich gewerkelt – und ich bin gespannt, ob euch der neue Look genauso gut gefällt wie mir. Am liebsten würd ich ja jeden Einzelnen heute mit Küsschen links, Küsschen rechts hier begrüßen. Und mit einem lauwarmen Clafoutis aux Cerises. Ich habe das klassische französische Dessert etwas abgewandelt. Gesünder? Vielleicht. Auf jeden Fall nährstoffreicher.

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Mein Clafoutis kommt ohne Weizenmehl und ohne raffinierten Zucker aus. Stattdessen habe ich Vollkorn Buchweizenmehl und etwas helles Dinkelmehl verwendet und mit Kokosblütenzucker gesüßt. Ich liebe den nussigen Geschmack des Buchweizens, der übrigens gar kein Getreide sondern ein Knöterichgewächs und damit glutenfrei ist. Traditionell wird Buchweizen übrigens auch für bretonische Galettes, russische Blinis und Buchweizentorte aus der Lüneburger Heide verwendet. Wer den Clafoutis glutenfrei zubereiten will, lässt das Dinkelmehl einfach weg und nimmt ausschließlich Buchweizen.

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Kokosblütenzucker ist übrigens nichts anderes als Palmzucker, der traditionell in der Thai-Küche verwendet wird und von dem ich mir immer eine ordentliche Menge aus Thailand mitbringe. Im Gegensatz zum Palmzucker, der nicht zwingend von der Kokospalme stammen muss, ist der hier erhältliche Kokosblütenzucker auch nicht zu Blöcken gepresst, sondern streufähig. Er enthält deutlich mehr Nährstoffe als raffinierter Zucker und soll dank eines verhältnismäßig niedrigen glykämischen Index dafür sorgen, dass der Blutzuckerspiegel nicht sprunghaft ansteigt. Ob´s wirklich so ist? Keine Ahnung – aber mit seinem karamellig-malzigen Geschmack passt Kokosblütenzucker einfach prima zum nussigen Aroma des Buchweizens.

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Für das französische Original werden die Kirschen übrigens nicht entsteint – mir und meinen Zähnen ist es lieber, das Clafoutis mit entsteinten Kirschen zuzubereiten.

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Rezept für Buchweizen Clafoutis mit Kirschen
(für eine große 28er-Tarte-Form)

600g Kirschen, am besten Knubber, entsteint
4 Eier
375ml Milch
60g Vollkorn Buchweizenmehl
40g helles Dinkelmehl
75g Kokosblütenzucker
50g geschmolzene Butter, abgekühlt
1 Prise Meersalz

Alle Zutaten bis auf die Kirschen vermengen. Der Teig hat die Konsistenz von Pfannkuchenteig.

Eine beschichtete Pieform mit den Kirschen auslegen und den Teig darüber gießen. Wer keine beschichtete Form hat, fettet seine Form mit etwas Butter ein. 

Ab in den Ofen. 160°, etwa eine halbe Stunde.

Am allerbesten schmeckt mir der Clafoutis aux Cerises lauwarm. Aber es spricht auch nichts dagegen, ihn kalt zu essen – oder ihn mit einer sommerlichen Kugel Vanille-Eis oder etwa halbsteif geschlagener Vanillesahne zu krönen.

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Genießt den Tag.

Conny

PS: Das allergrößte Dankeschön geht an meine famose Umzugsmanagerin Susanne Bauder. Sie war´s die hinter den Kulissen dafür gesorgt hat, dass alles schick wird.

PPS: Wenn irgend etwas noch nicht funktioniert, Links ins Nirgendwo laufen, dann schreibt mir das doch bitte in die Kommentare oder an hallo@seelenschmeichelei.de

 

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7 Kommentare

  • Antworten Bonjour Alsace 19. Juli 2015 at 13:24

    Ohhh, ist das schön bei dir geworden!!! Herzlichen Glückwunsch im neuen zuhause und begeisterte Grüsse aus dem Elsass
    von Sabine

  • Antworten Denise 19. Juli 2015 at 13:24

    ….und ab in die Küche! Das Rezept klingt absolut perfekt!
    Und dein neues Zuhause sieht sehr gut aus, ich bin gern hier 🙂 Also, Küsschen rechts, Küsschen links, es ist total toll geworden!

    Ganz liebe Grüße (auch an deine Umzugsmanagerin, die hat bei mir nämlich auch schon virtuelle Kisten geschleppt :D),
    Denise

  • Antworten Frauke 19. Juli 2015 at 21:22

    Sehr, sehr schön ist’s bei dir!
    Ich spiele auch schon länger mit dem Gedanken, umzuziehen, aber ich traue mich nicht so recht.
    Aber zu sehen, wie schön es werden kann, ist inspirierend!
    Herzliche Grüße … Frauke

  • Antworten Thoralf 19. Juli 2015 at 22:22

    Glückwunsch und alles Gute mit dem neunen Blog!
    Viele Grüße
    Thoralf

  • Antworten Laura&Nora @Our Food Stories 20. Juli 2015 at 22:00

    Sehr schön geworden das neue Blogdesign!! Und ein fantastisches Rezept – sieht köstlich aus <3

  • Antworten Clarimonde 22. Juli 2015 at 9:55

    Ich weiß leider gar nicht wovon ich am meisten hingerissen bin – die Fotos? das Rezept? deine ziemlich treffende Beschreibung der Berliner WG?
    Hat alles etwas 🙂
    Ich bin ein riesiger Buchweizen Fan, das schmeckt einfach so klasse. Dein Rezept probiere ich bestimmt bald schon aus. Spätestens wenn wir von den Eltern von meinem Freund fünf Eimer Kirschen mitbringen 😀

    Liebste Grüße,
    Clarimonde

  • Antworten andrea 22. Juli 2015 at 10:35

    wow! wie unglaublich schön dein neues heim ist.
    liebst andrea

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