Asiatisch Fisch & Fleisch Rezepte

Ein Geständnis. Und: Ein Kürbis-Kichererbsen-Curry mit Lamm.

6. Oktober 2013

Titel

Okay, fangen wir mit dem Geständnis an. Ich tippe nicht lange drum rum.
Ich.
Mag.
Keine.
Flohmärkte.
Ich hab´s versucht, sie zu mögen. Ehrlich. Aber. Ich mag nicht in fremder Leute Sachen rumstöbern. Ich mag den Geruch nicht (Ja, ich weiß, Flohmärkte finden durchaus unter freiem Himmel statt. Ich finde trotzdem, sie riechen). Ich mag mich nicht durch Menschenmengen drängeln. Ich mag kann nicht handeln. Und überhaupt mag ich auch nicht so früh aufstehen. Und weil ich keine Flohmärkte mag, hab ich auch keine Sammlung an alten Brettchen, Tässchen, Deckchen undsoweiterundsofort, die ich bei anderen Bloggern wiederum zum Anbeten finde. (<- Irre? Ja. Irre.)

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Was ich wiederum sehr gerne mag, sind Stücke mit Geschichte. Noch mehr mag ich es, wenn ich einen ganz persönlichen Bezug zu dieser Geschichte habe. Deshalb hab ich den Geburtstag meines Vaters genutzt, um mit Mama mal wieder den Dachboden zu durchstöbern.

Neben meiner ersten Kindergartenlaterne, drei Kubikmetern Barbies, selbst gesammelten Adria-Muscheln, Omas Bettwäsche mit Monogram und mehreren Reisetaschen mit Stofftieren und alten Schulbüchern haben wir auch eine Kiste mit Bechern, Schalen, Schüsseln, Dosen und Eierbechern aus Zinn entdeckt.

Die schönsten Stücke davon hab ich mit nach Hause genommen – die bereichern jetzt meine kleine Sammlung aus Familien-Erbstücken. Von der goldenen Sammeltasse (<- Papa, tut mir leid, dass du nicht mehr Deinen Geburtstagskaffee daraus trinken kannst) bis zur böhmischen Kristallvase. Leiderleider ist keines von den Emaille-Töpfchen, die ich von früher in Erinnerung habe, übrig geblieben. Und deshalb musste ich mir für das Kürbis-Kichererbsen-Curry dann doch ein neues kaufen.

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Kürbis-Kichererbsen-Curry mit Lamm

Ein kleiner Butternut Kürbis, gewürfelt
Eine Dose Kichererbsen, abgetropft
Zwei knackige Äpfel, z. B. Elstar, geschält und gewürfelt
Zwei Karotten, in dünne Scheibchen geschnitten
Drei Schalotten, klein gewürfelt
200ml Kokosmilch
300ml Brühe
Der Saft von einer Orange und einer Limette
300g Lammfilet, gewürfelt
2 Knoblauchzehen
2 Esslöffel Sesamöl
1 Esslöffel gelbe Currypaste
1 Teelöffel Kurkuma
1 Teelöffel Kreuzkümmel
1 Teelöffel Garam Masala
1 Esslöffel Ahornsirup
Fleur de Sel und Pfeffer aus der Mühle
In einem großen Topf einen Esslöffel Sesamöl erhitzen und die Schalotten andünsten, bis sie glasig sind. Jetzt die Currypaste dazu geben und braten, bis sie duftet. Kürbis und Karotten dazu geben, ein paar Minuten anschwitzen und dann mit Kokosmilch und Brühe ablöschen. Kichererbsen und Apfel dazu geben und mit Kurkuma, Kreuzkümmel, Garam Masala, Salz und Pfeffer würzen. Ein Viertelstündchen schmoren. Der Kürbis soll weich aber nicht zerfallen sein. Zum Schluss mit Orangensaft, Limettensaft und Ahornsirup abschmecken.
Kurz vor Ende der Schmorzeit einen weiteren Esslöffel Sesamöl in einer Pfanne erhitzen. Knoblauch dazu geben und das Lamm darin scharf anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Mitsamt dem Bratensaft auf das Curry geben und das Lamm ziehen lassen, bis es innen schön rosa ist. Das dauert nicht länger als fünf Minuten.

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Mögt ihr Flohmärkte? Habt ihr einen Tipp, wie ich meine Flohmarkt-Phobie überwinden könnte?

Genießt den Tag!

 

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9 Kommentare

  • Antworten Simone/S-Kueche 6. Oktober 2013 at 17:24

    Huhu, mein Tipp: Selber etwas verkaufen und dabei unfassbar viel Knete einsacken. Könnte die Phobie besiegen. Und als nächstes auf den aller schönsten Flohmarkt gehen.
    London vielleicht?
    Viele Grüße, Simone

    • Antworten Seelenschmeichelei 7. Oktober 2013 at 7:56

      London ist eine ganz und gar großartige Idee. Welchen Flohmarkt würdest du denn empfehlen?
      Fragt mit liebem Gruß
      Conny

  • Antworten Karin 6. Oktober 2013 at 17:53

    Hallo Conny,

    also ich geh auch nicht gerne auf Flohmärkte. Irgendwie mag ich keine gebrauchten Sachen von fremden Leuten benutzen. Deshalb mangelt es mir auch immer an wunderschönen, tollen Bloggerschnickschnack. Aber was soll's ;o)
    Das Rezept klingt toll, Butternut Kürbis habe ich bisher noch nicht probiert. Vielleicht schon bald!
    Liebe Grüße, Karin

  • Antworten Wohnliebe 6. Oktober 2013 at 18:58

    Also ich persönlich liebe Flohmärkte über alles und kaufe am Liebsten bei älteren Leuten, die zu den Dingen noch die ursprünglichen Geschichten erzählen können. Aber ich finde es überhaupt nicht schlimm, dass Du den Flohmarkt nicht so magst. Jeder ist verschieden und man muss nicht alles mögen. Jeder ist individuell! Und anders! Und das ist auch gut so.

    Ich liebe es zu stöbern und manchmal kann man wirklich tolle Schnäppchen machen. Viele Dinge die ich habe, benutze ich nicht, sondern dienen nur zur Deko. Und dafür sind sie hervorragend. Ich kaufe aber auch Bücher oder Spiele und die werden benutzt. Damit hab ich kein Problem. Wo ich eher nicht so kann, sind gebrauchte Klamotten. Puuuhhhhh. Das ist nicht so meins. Da hab ich ne Phobie. 😉

    Und ich habe so was von keinen Bock früh aufzustehen, um Sachen auf dem Flohmarkt zu verkaufen. Ich steh auch nicht früh auf, um das Schnäppchen des Tages zu ergattern. Ich geniesse die Zeit zum Schlendern und Stöbern! Ich suche nichts explizit, sondern werde in der Regel gefunden. 🙂 Und meistens wird gerade mit dem Abbau begonnen, wenn ich auftauche. 😉

    Das Rezept sieht sehr lecker aus und ich bin gespannt Deine Schätzchen vom Dachboden zu sehen.

    Ich wünsch Dir was,
    Miriam

    • Antworten Seelenschmeichelei 7. Oktober 2013 at 7:57

      Okay, dann probier ich´s mal pünktlich zum Abbau. 🙂
      Es dankt mit liebem Gruß
      Conny

  • Antworten Bec 6. Oktober 2013 at 19:14

    Hihi, meine Mama kann auch NULL handeln. Ich mach das ja gerne, und sie steht daneben und schämt sich für mich, weil sie denkt, ich will den Verkäufern das Geld aus der Tasche ziehen 😉

    LG
    Bec

  • Antworten gutesfuerleibundseele 6. Oktober 2013 at 19:56

    Och. Macht ja nix. Das neue Emaille-Töfchen ist auch schön.
    Ich persönlich liebe Flohmärkte und alten Plunder. Früher konnte ich auch nix damit anfangen. Vielleicht legts du deine Flohmarkt-Phopie ja- so wie ich- mit fortschreitendem Alter ab 😉 ?!?
    Kompliment für deine schönen Fotos. Ich liebe es, Eintöpfe zu kochen und zu essen. Jedoch war selten einer fotogen.
    Liebe Grüße, Renate

    • Antworten Seelenschmeichelei 7. Oktober 2013 at 7:58

      Hmmm, dann bin ich mal gespannt, wie stark mein Alter noch fortschreiten muss. 😀

      Und: Danke für Deine lieben Worte!
      Sagt mit liebem Gruß
      Conny

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