Asiatisch Fisch & Fleisch Rezepte

Back from London. Mitgebracht hab ich: Salt & Pepper Squid with Stir Fry Greens. Und dazu: Eine große Portion Freude.

25. Januar 2014

Was für ein turbulenter Januar! Im Moment bin ich mehr unterwegs als zuhause – und stelle dabei wieder einmal fest, dass ich deutlich mehr Zeit mit Menschen aus dem beruflichen Umfeld als mit dem Lieblingsgatten und Freunden verbringe. 

Das ist jetzt an sich erst mal gar nichts Verwerfliches (<- finde ich als Angehörige der Generation X. Die nachfolgende Generation Y wird jetzt wahrscheinlich irritiert eine Augenbraue hochziehen und versuchen, die Work-Life-Balance wieder in Richtung „Life“ zu schubsen). Heikel würde es in meinen Augen nur dann, wenn ich mit dem Leben, das ich tagsüber führe (<- aka Berufsleben. Aber das klingt so unsexy.) nicht glücklich wäre. Wenn man von bescheuerten Aufgaben und Langeweile und Idioten umgeben wäre. Aussuchen kann man sich das ja meistens nur zu einem gewissen Grad.

Umso dankbarer bin ich für die inspirierenden Menschen, mit denen ich arbeiten darf. Menschen, die meinen Job bereichern. Und das Private gleich mit. Die fantastisch sind auf ihrem Gebiet. Die lieben, was sie tun. Mit denen man bis in die Puppen arbeiten und bis in die Puppen feiern kann. An denen man sich auch mal reiben kann. Und denen man doch blind vertraut. Weil man weiß, dass jeder von ihnen sein Bestes gibt. 

Mit ein paar von diesen großartigen Menschen war ich gerade erst in Österreich und dann in London. Es war eine große Freude. Ich werde sie vermissen. Und hoffe, dass wir ganz, ganz bald wieder zusammen arbeiten. 

Als kleine Erinnerung an die letzten Tage gibt´s heut einen Salt & Pepper Squid. Den hatten wir neulich zum Lunch. Und ich fand ihn so lecker, dass ich ihn unbedingt nachmachen musste. Für seinen besonderen Geschmack sorgt Szechuan Pfeffer, auch chinesischer Pfeffer genannt. Der schmeckt irgendwas zwischen blumig und pfeffrig und ist ein absolutes Muss in diesem Gericht. Unnötig zu erwähnen, dass der Salt & Pepper Squid nix, aber auch gar nix mit ollen, zähen, totfrittierten Tintenfischringen zu tun hat. Zum Squid gibt´s eine Runde Vitamine. In Form eines schnellen, pfannengerührten Gemüses. Asiatisch gewürzt mit Reiswein, Fischsauce und Limettensaft.

Salt & Pepper Squid with Stir Fry Greens (für Zwei)

400g Tintenfisch
1 Esslöffel Szechuan Pfefferkörner
1 Esslöffel schwarze Pfefferkörner
2 Esslöffel Meersalzflocken oder Fleur de Sel
2 Esslöffel Stärke
4 Esslöffel Mehl
Pflanzenöl zum Braten
200g Pak Choi
200g Zuckerschoten
100g Mangold
4 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 cm Ingwer
Ein halber Bund Koriander
Eine rote Chili
1 Esslöffel Sesamöl
4 Esslöffel Reiswein oder trockener Sherry
3 Esslöffel Fischsauce
1 Esslöffel Puderzucker
Der Saft einer Limette
Die Tintenfischtuben säubern, die Haut entfernen, trocken tupfen und in etwa 3 x 3 cm große Quadrate schneiden. Mit einem Messer die Hautseite rautenförmig einritzen.
Die beiden Pfeffersorten und das Salz mischen und grob mörsern. Mit Stärke und Mehl mischen. Die Tintenfischstücke in der Mehl-Pfeffer-Salz-Mischung wenden. 
In einer großen Pfanne Öl erhitzen – es sollte etwa 2 cm hoch in der Pfanne stehen.
Die Tintenfischstücke portionsweise ausbacken. Und zwar so lange, bis die Stücke goldbraun und crispy sind. 
Für das Gemüse: Pak Choi, Zuckerschoten, Mangold und Frühlingszwiebeln längs in schmale Streifen schneiden. Ingwer und Knoblauch schälen und fein hacken. Den Koriander und die Chili grob hacken.
In einer Pfanne oder einem Wok das Sesamöl erhitzen. Ingwer und Knoblauch kurz anrösten. Dann die Gemüse dazu geben und unter ständigem Rühren etwa drei Minuten braten. Dann Reiswein, Fischsauce, Puderzucker und Limettensaft dazugeben. Noch etwa zwei Minuten braten – je nachdem, wie knackig ihr euer Gemüse mögt.
Zu guter Letzt Koriander und Chili darüber geben. Und mit dem Tintenfisch servieren.

Habt ihr den Job, der euch glücklich macht? Liebt ihr, was ihr tut? 

Fragt ganz neugierig
Conny

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3 Kommentare

  • Antworten Katja Scherle 25. Januar 2014 at 19:46

    Boah, das Gemüse sieht köstlich aus. Mit Meeresfrüchten werde ich wohl nie warm (sehr zum Leid meines Gatten). Aber mh, das Grünzeugs! 🙂
    Und ja: Meinen einen Job liebe ich, gibt nix Schöneres. Der andere ist anstrengend. Und lohnt sich hoffentlich noch mal in diesem Leben 😉

  • Antworten Miss.Tammy 27. Januar 2014 at 13:27

    Oh wie herrlich, das sieht einfach klasse aus.
    Joaa, meine zwei direkten Kollegen mag ich unglaublich gerne, alles andere drum herum eher weniger. Wobei ich auch das Abi nachhole und es danach weiter geht, von daher alles auf begrenzte Zeit 😀

  • Antworten Peter 8. Februar 2014 at 22:26

    Sehr appetitanregende Fotos…

    Aber am allerbesten finde ich das Geschirr und den Tisch 🙂 Hat einen absolut tollen Charme, gerade auch in der Kombination auf den Fotos. Gefällt mir sehr.

    Freundliche Grüsse und weterhin Guten Appetit 🙂

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