Reisen Thailand

A culinary trip to Thailand. Floating Markets und ein völlig verrückter Railway Market.

17. April 2016

Travelguide Bangkok | Floating Markets | seelenschmeichelei.de

Wer mir auf Instagram folgt, weiß längst Bescheid, warum es hier in den letzten zwei Wochen so ruhig war: Ich war mal eben eine Woche in Bangkok. Nein, nicht im Urlaub – ich hab dort gearbeitet. Joa. Gibt Schlimmeres. Und weil es geradezu eine Schande wäre, nach vier Tagen in Bangkok schon wieder zurück zu fliegen, hab ich einfach noch das Wochenende dran gehängt und nutze hiermit die Chance, meinen nie zum Abschluss gebrachten Travel Guide Thailand zum Abschluss zu bringen. Mit einem Trip zu den authentiischen Floating Markets rund um Bangkok. Und zum völlig verrückten Maeklong Railway Market.

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Vor drei, vier Jahren sah ich auf Youtube die ersten Videos über den wohl verrücktesten Markt ever. Den Railway oder auch Train Market. Ein Markt, der auf und neben den Bahngleisen in Ban Maeklong, einem Kaff südwestlich von Bangkok abgehalten wird. Was komplett irre ist: Vier bis sechs mal pro Tag fährt dort tatsächlich noch ein Zug lang. Das bedeutet für die Händler: Sobald das Warnsignal ertönt, packen sie ratzfatz ihre Auslagen zusammen. Ganze Makrelen, halbe Schweine, bunte Sandalen, gegrillte Frösche, Sonnendächer, alles. Naja, bis auf die Waren, die eh auf dem Boden feilgeboten werden. Kurze Zeit später fährt dann der Zug mitten durch den Markt. Und zwar haarscharf, also wirklich haarscharf an Händlern, Auslagen und Touristen vorbei, von denen sich erst letztens wieder einer eine blutige Nase (im übertragenen Sinne, in Wirklichkeit war es wohl ein gebrochenes Knie) holte, weil er nicht auf die Warnrufe der Markthändler gehört hat und dachte, er könne mal eben auf den Gleisen posen, während der Zug schon hinter ihm ist. Erwähnte ich schon, dass dieser Markt absolut irre ist?

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Ein Markt-Erlebnis der etwas gemächlicheren Sorte sind Floating Markets. Märkte, die auf und an Kanälen oder Flüssen statt finden. Entgegen dem, was im handelsüblichen Reiseführer geschrieben wird, ist es nicht auf jedem Floating Market so, dass die Waren ausschließlich von Booten aus verkauft werden. Die Thais bezeichnen einen Markt auch dann schon als Floating Market, wenn er nur am Wasser liegt. Also nicht, dass ihr mal enttäuscht seid, wenn ihr einen schwimmenden Markt besucht – und außer ein paar Fischen gar nix auf dem Wasser schwimmt.

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Der wohl bekannteste thailändische Floating Market ist der von Damnoen Saduak. Echtes Marktgeschehen findet hier aber schon lang nicht mehr statt, das Ganze ist lediglich eine aufwändige Inszenierung für die Busladungen voller Touristen, die hier Tag für Tag angekarrt werden.

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Wer stimmungsvolle Floating Markets erleben will, dem seien die folgenden drei Märkte ans Herz gelegt.

Bang Noi Floating Market.

Er findet nur am und nicht auf dem Wasser statt. Wunderschöne, sorgfältig in Stand gehaltene Teakhäuser säumen die Wege entlang der Kanäle. Die Atmosphäre ist bezaubernd, das Warenangebot liebevoller zusammen gestellt als anderswo und man kann ganz fantastisch mit Blick aufs Wasser essen. Wir hatten außerdem eine wunderbare Massage in einem der alten Teakhäuser. Nur hier gibt es den Saft der Gac, einer knallorangenen knubbeligen Frucht. Er soll wahre Wunderdinge vollbringen. Da glauben wir doch einfach mal dran!

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Tha Kha Floating Market.

Ein sehr ursprünglicher, kleiner Floating Market. Die Marktfrauen verkaufen Obst, Gemüse und fertige Gerichte von ihren Booten aus. Zum Beispiel eine Art thailändisches Crepe, das aus Reismehl und Kurkuma besteht und mit Tofu, Sprossen und eingelegtem Rettich gefüllt wird.

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Vom Markt aus kann man eine kleine Bootstour durch die Kokos Plantagen zu einer Palmzucker Manufaktur unternehmen. Die Blüten der Kokospalmen werden angeritzt und kleine Behälter darunter gehängt, in denen der austretende, zuckersüße Saft gesammelt wird. Der Saft wird anschließend mehrfach aufgekocht, gefiltert und dann geschleudert. Nach einiger Zeit bekommt die Masse eine Toffee-artige Konsistenz – und schmeckt auch so. Malzig-karamellig-süß. Am liebsten hätt ich mich in so ein Fass Palmzucker reingelegt. Wenn die Masse erkaltet wird sie fest, dann in Stücke gebrochen und verkauft.

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Amphawa Floating Market.

Ein beliebtes Ausflugsziel für Bangkoker und Touristen gleichermaßen. Der Markt findet nur am Wochenende statt. Hier ist ganz schön was los – und trotzdem ist der Markt sehr stimmungsvoll. Die meisten Boote zu beiden Seiten des Kanals sind schwimmende Garküchen, die frisch gegrilltes Seafood verkaufen. Roter Tilapia, Flussgarnelen, Tintenfisch, Jacobsmuscheln – die Auswahl ist riesig und das Essen köstlich. Wer bis nach Einbruch der Dunkelheit vor Ort ist, kann für ein paar Baht eine Glühwürmchen Tour buchen. Ob die was kann, weiß ich nicht – wir haben uns schon gegen fünf auf den Rückweg nach Bangkok gemacht.

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Credits:

Tour zu den schwimmenden Märkten: Bangkokfoodtours.com oder Green Mango Tours

Railway Market: Youtube

Ihr wollt mehr über Thailand wissen? Hier geht´s zu meinen Thailand Travel Guides:

Travelguide Thailand: Chiang Mai

Travelguide Thailand: Bei den Bergvölkern

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Travelguide Thailand: Thai Cooking School im Mandarin Oriental / Bangkok

Travelguide Thailand: Bangkok – die Stadt der Engel

Habt den allerschönsten Sonntag
Conny

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1 Kommentar

  • Antworten Tabea 17. April 2016 at 19:44

    Die Märkte klingen ja richtig spannend und auch die Fotos wirken echt interessant.
    Märkte besuche ich ja schon in Deutschland ganz gerne, aber solche besonderen wären natürlich noch mal ein Highlight für mich – da muss ich wohl irgendwann mal nach Thailand!
    Liebe Grüße

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